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Burgwedel Baden, Campen, Rasten und Trampolin im See
Umland Burgwedel Baden, Campen, Rasten und Trampolin im See
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17:14 18.07.2018
Badeinsel und ein schwimmendes Trampolin mit Rutsche sind besondere Attraktionen.
Badeinsel und ein schwimmendes Trampolin mit Rutsche sind besondere Attraktionen. Quelle: Cecilia Spohn
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Großburgwedel

Die Sonne scheint, Vögel fliegen über die grünen Wiesen, die Natur ist regelrecht zu riechen. Mitten in dieser landschaftlichen Idylle im Norden Großburgwedels gilt es den Springhorstsee auch als Badegewässer zu entdecken. Das Wasser mit Trinkwasserqualität ist an diesem Mittag angenehm temperiert, Kinder planschen mit ihrer Mutter umher. Am Kiosk gibt es Kaffee und kalte Getränke. Detlef Klemz mag seine Gäste: „Ich bin seit 19 Jahren hier und sehr zufrieden. Wir haben immer tolle Gäste, jede Tasse kommt hier zurück.“ Ein Paar holt sich eine Runde alkoholfreies Bier. „Wir haben eine Radtour von 30 Kilometern gemacht. Jetzt haben wir uns die Pause verdient“, sagt Ruth Röhling. „Wir mögen hier besonders die Wege und die Wälder.“

Am Wasser: Das heißt in Großburgwedel zuerst einmal – Rasten oder Speisen oder Campen am Springhorstsee. Aber: Der Badestrand am Westufer ist ein echter Geheimtipp.

Es ist ruhig - perfekt zum Entspannen. Nicht mal die angrenzende Autobahn – für ihren Bau ist der See in den 1960-er Jahren durch Kiesabbau entstanden - ist zu hören. Lennart (9) und sein Bruder Matthis (5) haben ihren Spaß. „Ich schwimme gerne zur Insel. Wir haben an Land auch schon mal versucht, einen Frosch einzufangen“, sagt Lennart. Ein besonderes Highlight ist für ihn das Trampolin mitten auf dem See.

Timon hat es nicht weit zum Badestrand. Schon als kleiner Junge war er auf dem Campingplatz auf dem Ostufer des Springhorstsees. Auch jetzt noch, als 14-Jähriger, verbringt er dort mit seiner Mutter Melanie Drastig einen Teil der Sommerferien. „Wir haben einen Dauerstellplatz. Für uns gibt es keinen schöneren Urlaub“, sagt die 38-Jährige aus Hannover. „Es ist einfach toll, dass das Gelände komplett eingezäunt ist und die Kinder sich frei bewegen können.“

„Ruhig hier“ auf dem Campingplatz“

Apropos Campingplatz: Der liegt zwischen Badestrand im Westen und dem Südufer mit Hotel und Restaurant, auf dessen Terrasse man einen gemütlichen Badetag mit Blick über den See ausklingen lassen kann. Das Restaurant gibt es seit 1972, seit 1973 stehen Karola Almes und ihr Mann Manfred mit ihrem Wohnwagen auf dem Campingplatz. „Meine Tochter und meine Enkelkinder sind hier groß geworden“, berichtet die 74-Jährige. Das Besondere an diesem Platz: „Man ist sofort im Grünen. Mein Mann geht morgens immer seine Runde spazieren und ich fahre mit dem Rad durch die grünen Wiesen. Ich mag es, dass die Wohnwagen nicht so dicht beieinander stehen.“ Und: Die Gemeinschaft auf dem Platz sei eine besondere.

Rund 700 Gäste sind im Sommer auf dem Campingareal. Das Ehepaar Berkhan, die Großeltern des heutigen Besitzers Thorsten Scholz, hatten den Platz 1970 eröffnet. Die meisten Gäste sind Dauercamper, aber auch Durchreisende und Montagearbeiter kommen vorbei. So wie Dirk Kloska aus Dortmund. Seit Februar hat er dienstlich in der Landeshauptstadt zu tun. Die Mittagspause aber genießt er gerne in (Springhorst-) Seenähe. „Ich habe mir einen Campingplatz nahe der Arbeit gesucht. Das mache ich immer, wenn ich auf Montage bin“, erklärt der 51-Jährige. „Der See ist sehr schön und ich mag die Ruhe und die Nähe zu Großburgwedel.“

Platzwart Dieter Wedemeier sitzt derweil am Eingang des Campingplatzes auf seiner Bank und genießt die Sonne. „Ich liebe die Natur rundherum“, schwärmt auch er. Toll sei es aber auch, so viele verschiedene Leute kennenzulernen. Die nur vom Vogelzwitschern untermalte Ruhe nutzt in ihrer ein paar Meter entfernten Hollywoodschaukel auch Erika Baginsky zum Schmökern in einem spannenden Buch. Durch ihren Mann sei sie auf den Springhorstsee gekommen. „Der ist von Beginn an hier“, sagt sie. „Wir haben einen Jahresplatz und sind immer wochenweise hier.“ Weil es so schön „ruhig hier“ sei.

Badestrand mit ganz viel Sand

Das eine halbe Millionen Quadratmeter große Springhorstsee-Areal hat Inhaber Thorsten Scholz von seinen Großeltern übernommen. Der See selbst ist rund 85.000 Quadratmeter groß, die Liegewiese mit Strand am westlichen Ufer misst Scholz zufolge etwa 20.000 Quadratmeter. Der Badestrand ist im Sommer täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene 1,50 Euro, für Kinder 1 Euro. Auch auf dem gegenüber liegenden Ufer mit Gastronomie und Strandkörben können sich die kleinsten Besucher auf einer Bobbycar-Rennbahn und auf einem Spielplatz vergnügen. Ein Schwanentreetboot kann am Hotel ausgeliehen werden. Weitere Informationen gibt es unter www.springhorstsee.de.

Von Cecelia Spohn