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Burgwedel Kein Neubau: Die IGS-Halle wird saniert
Umland Burgwedel Kein Neubau: Die IGS-Halle wird saniert
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00:16 03.11.2018
Die Sporthalle der IGS Burgwedel soll für knapp 3,8 Millionen Euro saniert werden. Quelle: Archiv
Großburgwedel

Die Weichen für die Zukunft der Sporthallen in Großburgwedel sind gestellt: In einer gemeinsamen Sitzung stimmten die Mitglieder des Schulausschusses sowie des Sport- und Freizeitausschusses am Dienstagabend für die Sanierung der großen Vierfeldhalle der IGS und den Neubau einer Dreifeldhalle am Gymnasium.

Dabei herrschte große Einmütigkeit unter den Kommunalpolitikern. Die Sanierung der IGS-Halle passierte die Ausschüsse einstimmig. Gegen den Neubau der Halle für das Gymnasium votierte lediglich ein Ausschussmitglied, der Rest stimmte dafür. Und auch der Zeitplan steht in groben Zügen bereits fest. Zuerst sollen die beiden derzeit vorhandenen kleinen Hallen des Gymnasiums abgerissen, dann die Dreifeldhalle für die Schule neu gebaut und im letzten Schritt anschließend die Vierfeldhalle der IGS saniert werden. Der Abriss der alten Hallen am Gymnasium „könnte im Herbst 2019 beginnen“, nannte Stadtkämmerer Christian Möhring einen ersten konkreten Termin. Neben den Finanzen fällt auch das Gebäudemanagement der Stadt in seine Zuständigkeit.

Unter anderem ist das Dach der IGS-Sporthalle undicht. Quelle: Archiv (Lauber)

Den Beschlüssen vorausgegangen war ein kurzer Vortrag von Mirja Striedieck. Die Mitarbeiterin der Hamburger Beratungsfirma Dress & Sommer hatte im Auftrag der Stadt die Vierfeldhalle genau unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ihrer Untersuchung: Eine Sanierung kommt die Stadt Burgwedel deutlich günstiger als der alternativ angedachte Neubau der Halle. 3,77 Millionen Euro soll die Sanierung kosten. Der Neubau einer Vierfeldhalle würde 7,63 Millionen verschlingen, rechnete sie vor. Und sogar die kleine Lösung mit einer Dreifeldhalle käme die Stadt mit 5,58 Millionen Euro teurer. Angesichts dieser Zahlen fiel es den Ausschussmitgliedern leicht, sich für die Sanierung der Siebzigerjahre-Halle zu entscheiden.

Größter Brocken bei der Instandsetzung dieser Halle dürfte das undichte Dach werden. Regelmäßig dringen Regen- und auch Tauwasser in das Gebäude ein. Striedieck empfiehlt daher, das Dach bis auf die Rohdecke zu öffnen und neu abzudichten. In dem Zuge sollten auch die 82 Lichtkuppeln entfernt und gegebenenfalls erneuert werden. Da dies fast einem kompletten Neubau des Dachs gleichkommt, könnte bei den Detailplanungen auch nach neuen Lösungen für diesen Gebäudeteil gesucht werden. Dabei stehen vor allem die Lichtkuppeln zur Diskussion. Die Sanierung der Halle selber soll zum Teil im laufenden Betrieb durchgeführt werden. „Wenn am Dach gearbeitet wird, geht das sicher nicht. Aber bei anderen Arbeiten kann ich mir das gut vorstellen“, sagte Christian Möhring.

Vorn in der Bildmitte ist die Aula des Gymnasiums Großburgwedel zu sehen. Dahinter liegen entlang des Sportplatzes die Gymnastik- und die Zweifeldhalle . Quelle: Ralf zur Brügge

Mehr Gesprächsbedarf gab es anschließend über die Sporthalle für das Gymnasium. Derzeit verfügt die Schule über eine Gymnastik- und eine kleine Zweifeldhalle – keine idealen Voraussetzungen für einen zeitgemäßen Sportunterricht. Daher, und soweit herrschte Einigkeit unter den Ausschussmitgliedern, soll das Gymnasium als Ersatz für die beiden kleinen Sportstätten eine Dreifeldhalle erhalten. Doch die Probleme stecken im Detail und in der Frage, ob die neue Halle eine Tribüne braucht. Gäbe es eine solche, dann könnte die neue Halle auch als Versammlungsstätte für größere Veranstaltungen genutzt werden. In diesem Punkt sehen die Kommunalpolitiker noch Klärungsbedarf und wünschen sich detaillierte Zahlen zu den Kosten. Die werden nun zu einem späteren Zeitpunkt nachgereicht. Dennoch gab die Politik grünes Licht für den Neubau.

Große Runde: In einer gemeinsamen Sitzung debattieren die Mitglieder von Schul- und Sport- sowie dem Finanzausschuss über die Zukunft der Großburgwedeler Sporthallen. Quelle: Thomas Oberdorfer

Das wiederum freut besonders Gymnasialdirektor Robert Baberske, der als Zuschauer die Sitzung verfolgte. Der Weg zu der neuen Halle werde steinig, da ist er sich sicher: „Wir werden jede Menge kreative Lösungen für die Bauzeit finden müssen“, sagte Baberske. Schließlich muss es auch noch Sportunterricht an der Schule geben, wenn die beiden alten Hallen bereits abgerissen sind, die neue aber noch nicht fertiggestellt ist. Und für alle Nörgler hat Baberske sich auch schon eine Antwort parat gelegt: „Schaut Euch die Zukunft an. Ist die neue Halle erst einmal fertig, dann werden wir an unserer Schule tolle Möglichkeiten haben.“

Aber nicht nur auf die Schüler, sondern auch auf viele Burgwedeler Vereine kommen schwierige Zeiten zu. Auch sie werden nach kreativen Lösungen suchen müssen, um in der Bauzeit ihren Trainingsbetrieb aufrecht erhalten zu können.

Von Thomas Oberdorfer

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