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Burgwedel Hanebuth gibt neuer Straße seinen Namen
Umland Burgwedel Hanebuth gibt neuer Straße seinen Namen
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00:20 18.10.2018
Ortsbrandmeister Carsten Rüdiger (links) und Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller enthüllen das Straßenschild am Wilhelm-Hanebuth-Weg.
Ortsbrandmeister Carsten Rüdiger (links) und Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller enthüllen das Straßenschild am Wilhelm-Hanebuth-Weg. Quelle: Thomas Oberdorfer
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Großburgwedel

Eine neue Straße für den Ort: Mit einem kräftigen Ruck zogen am Sonntag Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller und Ortsbrandmeister Carsten Rüdiger ein weißes Tuch von dem neuen Straßenschild am Rande des Neubaugebietes Pöttcherteich. Wilhelm-Hanebuth-Weg steht auf diesem. Eine Legendentafel darunter klärt über den Namensgeber auf, den ehemaligen Ortsbürgermeister Wilhelm Hanebuth. Die neue, rund 180 Meter lange Straße erschließt vom Mühlenbruchdamm aus in Hufeisenform das Baugebiet und mündet dann in die Straße Am Pöttcherteich.

„Lieber Wilhelm, Du hast es verdient“

„Lieber Wilhelm, Du hast es mehr als verdient, dass eine Straße Deinen Namen trägt“, sagt Rolf Fortmüller bei der offiziellen Enthüllung des Schildes und ehrt damit seinen Vorvorvorgänger. Von 1974 bis 1991 hatte Hanebuth das Amt inne. Unter anderem hatte er die jährliche Seniorenfeier des Ortsrates ins Leben gerufen und sich um Essen auf Rädern für die Senioren gekümmert. „Er hat denen geholfen, die sich nicht mehr selbst verpflegen konnten“, erinnert der Ortsbürgermeister an Hanebuths Verdienste.

Aber die Kommunalpolitik war nur der eine wichtige Bereich, in dem sich Wilhelm Hanebuth engagierte. Die Ortsfeuerwehr war der andere: 25 Jahre lang – von 1960 bis 1985 – leitete er diese. In dieser Zeit wurde Richtungsweisendes wie der Umzug der Feuerwehr aus der alten Wache Am Markt hin zum heutigen Standort am Mühlenbruchdamm entschieden. Und eine für die Feuerwehr ganz wichtige Entscheidung brachte er auch auf den Weg. „Wilhelm hat unsere Jugendfeuerwehr gegründet“, sagt Ortsbrandmeister Carsten Rüdiger, der heute die Geschicke der Brandbekämpfer lenkt.

Bereits zu Lebzeiten bekam Hanebuth viele Auszeichnungen, unter anderem das Bundesverdienstkreuz. „Respekt vor dieser Lebensleistung und ein großes Dankeschön für all das Geleistete“, würdigte Fortmüller noch einmal die Verdienste des Namenspartrons für den neuen Weg in Großburgwedel.

Eine Legende erläutert das Lebenswerk von Wilhelm Hanebuth. Quelle: Thomas Oberdorfer

Straße neben dem Feuerwehrhaus

Hanebuth starb 88-jährig im Mai 2014. Bereits kurz nach seinem Tod traten Mitglieder der Feuerwehr an den Ortsrat heran und regten die Benennung einer Straße nach ihrem ehemaligen Chef an. Eine passende Straße fand sich dann zwei Jahre später. Nur wenige Hundert Meter vom Feuerwehrhaus entfernt erschließt sie das Neubaugebiet Pöttcherteich. Für den Ortsrat eine klare Sache. Das Gremium stimmte dem Vorschlag einstimmig zu. Das ist zwei Jahre her, mittlerweile wird entlang der Straße kräftig gebaut, es entstehen Eigenheime und später auch Mietwohnungen.

Und auch die, die dort bauen und künftig leben wollen, sind mit der Namenswahl durchaus zufrieden: „Als ich erfahren habe, dass unser Haus am Wilhelm-Hanebuth-Weg stehen wird, da habe ich mich richtig gefreut“, sagt Gudrun Oehlmann. Sie wird in Kürze mit dem Bau ihres neuen Hauses beginnen: „ Als Kinder haben wir auf dem Hof von Wilhelm Hanebuth gespielt, und nun ziehen wir an ’seine’ Straße“, sagt sie und denkt gern an das Großburgwedeler Urgestein zurück: „Schön ist das.“

Von Thomas Oberdorfer