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Burgwedel Sanierung der Ortsdurchfahrt Großburgwedel: Schüler dürfen doch auf dem Gehweg radeln
Umland Burgwedel

Großburgwedel Kleinburgwedel: Region saniert Ortsdurchfahrt

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17:42 10.01.2020
Radfahrer dürfen auch nach der Sanierung den Gehweg zwischen Großburgwedel und Kleinburgwedel in beide Richtungen befahren – eine Ausnahmeregelung aufgrund der vielen Schüler ist gefunden. Quelle: Carina Bahl
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Großburgwedel/Kleinburgwedel

Die Region wird nach Engensen, Wettmar und Thönse nun auch mit der Sanierung der Ortsdurchfahrt in Großburgwedel beginnen. Am Donnerstagabend stellten deren Planer die fast ein Jahr dauernde Baumaßnahme im Amtshof öffentlich vor. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick:

Was umfasst die Baumaßnahme?

Die Region baut die Gehwege entlang der K 117 (Thönser Straße) und der K 118 (Kleinburgwedeler Straße) aus. Zusätzlich wird es zwei neue Bedarfsampeln für Fußgänger geben: in Höhe der Straße Am Flöth auf der K 117 sowie in Höhe des Rhadener Weges auf der K 118. Gleichzeitig wird es drei neue Verkehrsinseln zum Überqueren der Straße samt Verschwenkungen der Fahrbahn geben – nicht zuletzt, um Autofahrer auszubremsen: in Höhe des Raiffeisenmarktes, am Ortseingang aus Thönse kommend, am Ortsausgang in Richtung Kleinburgwedel und in der Siedlung Mühlenberg in Höhe des Friedhofs.

Sowohl die K 118 (Kleinburgwedeler Straße) als auch die Thönser Straße (K 117) werden ab Februar saniert. Quelle: Carina Bahl

Was kostet das alles?

Die Region plant aktuell mit 1,3 Millionen Euro.

Wie sieht der Zeitplan aus?

Es gibt sechs Bauabschnitte. Der erste betrifft die Thönser Straße und bezieht sich auf den Ausbau der Gehwege, die künftig barrierefrei über die Zufahrten zu den Stichstraßen führen werden. Der zweite Bauabschnitt umfasst die neue Verkehrsinsel – Fahrbahnteiler genannt – auf der Thönser Straße. Von Anfang Februar bis Ende April soll beides fertiggestellt werden – bei halbseitiger Sperrung. Allein für den Bau der Verkehrsinsel braucht es eine komplette Sperrung. Diese ist für die Osterferien geplant.

Auf der Thönser Straße baut die Region in Höhe der Einmündung zur Straße Am Flöth (im Bild rechts) eine Bedarfsampel für Fußgänger. In Höhe des Raiffeisenmarktes gibt es eine neue Verkehrsinsel. Quelle: Carina Bahl

Wie geht es weiter?

Der dritte Bauabschnitt ab Mai bezieht sich auf die Gehwege entlang der Großburgwedeler Straße von der Einmündung der Thönser Straße bis zum Ortsausgang Richtung Kleinburgwedel. Auch das soll inklusive des barrierefreien Ausbaus der Bushaltestellen bei halbseitiger Sperrung möglich sein. Der vierte Bauabschnitt betrifft dann den neuen Fahrbahnteiler am Ortsausgang, inklusive kompletter Sperrung in den Sommerferien.

Die Verkehrsinsel zwischen den beiden Bushaltestellen Rhadener Weg verschwindet und wird durch eine Fußgängerampel ersetzt. Die Bushaltestellen wiederum baut die Region barrierefrei aus. Quelle: Carina Bahl

Wann wird alles fertig sein?

Die Region plant, nach den Sommerferien den Gehweg vom Ortsausgang Großburgwedel bis zum Ende der Siedlung Mühlenberg anzufassen (halbseitige Sperrung). In den Herbstferien schließlich kommt es noch einmal zu einer kompletten Sperrung, um in Höhe des Friedhofs den neuen Fahrbahnteiler zu setzen. Ende November soll alles fertig sein.

In Höhe des Friedhofes baut die Region ebenfalls einen Fahrbahnteiler, damit Autofahrer künftig nicht mehr durch die Siedlung Mühlenberg rasen können. Quelle: Carina Bahl

Was sagen die Anlieger dazu?

Größter Diskussionspunkt der Planung war der Gehweg zwischen Kleinburgwedel und Großburgwedel, den viele Schüler mit dem Fahrrad als Schulweg nutzen. Grundsätzlich sieht die Planung für die komplette Ortsdurchfahrt vor, Radfahrer auf die Straße zu holen. Auf der Thönser Straße soll es dafür in Richtung Thönse einen Fahrradschutzstreifen und in Richtung Zentrum Piktogramme geben, die auf die Radfahrer hinweisen. Auf der Großburgwedeler Straße soll beidseitig mit Piktogrammen gearbeitet werden, weil die Straße für einen Schutzstreifen zu eng ist.

In Engensen gibt es bereits einen Fahrradschutzstreifen: So einen plant die Region auch für die Thönser Straße in Richtung Thönse. Quelle: Martin Lauber (Archiv)

Wo liegt das Problem?

Die Schüler müssten zwischen Kleinburgwedel und Großburgwedel daher auch auf der Kreisstraße fahren. Vielen ist das zu gefährlich: Die Straße gilt schließlich aus guten Gründen als Raserstrecke. Immer wieder gibt es Forderungen nach Tempolimits und Blitzern.

Gibt es eine Lösung?

Ja – und dafür ernteten die Planer am Donnerstag den meisten Applaus: Aufgrund der vielen Schüler konnte eine Ausnahmeregelung erwirkt werden. Der Gehweg bleibt von Kleinburgwedel bis in Höhe des Rhadener Wegs in Großburgwedel auch nach der Sanierung für Radfahrer freigegeben – und das in beide Richtungen. Eine Ausnahme, die nur in seltenen Fällen möglich ist. Vom Rhadener Weg bis ins Zentrum Großburgwedels dürfen Radfahrer dann zwar auch auf dem Gehweg fahren, aber nur in eine Richtung. Die neue Bedarfsampel bietet dort aber einen sicheren Weg über die Straße.

Wie groß werden die Einschränkungen für die Anlieger?

„Wir werden die Grundstückszufahrten möglichst freihalten“, versprach Planer Roman Machmer. Mit Stahlplatten soll die Zufahrt auch dann gewährleistet werden, wenn der Gehweg vor dem Haus bereits ausgebaggert ist. „Nur wenn direkt vor dem Grundstück gearbeitet wird, muss es zu Sperrungen kommen.“ Diese dürften sich aber maximal über wenige Tage erstrecken. „Wir können den neuen Gehweg leider nicht einschweben lassen, irgendwann muss eben auch vor Ihrer Zufahrt gepflastert werden“, sagte Machmer. Das bringe der Bau einer neuen Straße nun einmal mit sich.

Wird in Thönse zeitgleich gebaut?

Tatsächlich saniert die Region zeitgleich die Ortsdurchfahrt in Thönse. In den Ferien – bei den drei geplanten Vollsperrungen – werden die Umleitungen daher großräumig ausgeschildert. Wer aus Burgdorf kommt, soll über Ramlingen, Engensen, Wettmar und Kleinburgwedel über die Umgehungsstraße nach Großburgwedel gelangen. Innerorts wird es keine Ausschilderung geben. „Wir müssen uns also unsere Schleichwege selbst suchen?“, fragte ein Anlieger. Die Reaktion des Planers war deutlich: „Um genau zu sein: ja. Sie kennen sich am besten vor Ort aus.“

Wie erfahren die Bürger von Änderungen?

Auf der Homepage der Stadt findet sich bald der genaue Bauplan. Schaukästen im Zentrum transportieren etwaige Änderungen ebenso wie diese Zeitung. Anlieger werden direkt mit der ausführenden Baufirma im Kontakt stehen, um individuelle Einschränkungen abzusprechen.

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Von Carina Bahl

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