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Burgwedel Mit 18 als Sportlehrerin nach Südafrika
Umland Burgwedel Mit 18 als Sportlehrerin nach Südafrika
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14:31 03.08.2018
Ultimate Frisbee ist die Lieblingssportart von Ronja Putzer. Für ihre Einsatzstelle in Südafrika hat sie eine Frisbee-Sammelaktion gestartet. Quelle: Martin Lauber
Großburgwedel

 Die Uhr tickt: In sechs Wochen wird Ronja Putzer ihren zwölfmonatigen Freiwilligendienst (FSJ) in Berlin antreten. Nichts Besonderes? Nun ja, das 3.000-Einwohner-Dorf Berlin liegt in der Nähe des Indischen Ozeans in Südafrika. Trotzdem ist das Einzige, wovor die 18-Jährige ein bisschen Bammel hat, dass sie an der Nkosinathi Primary School Klassen mit 70 (!) Kindern unterrichten wird. „Davor habe ich Respekt“, sagt sie. Aber es ist auch eine gute Übung – denn hinterher möchte sie Englisch und Sport auf Lehramt studieren.

Bei der Turnerschaft ist die Großburgwedelerin Badminton-Übungsleiterin, sie spielt bei der TSG Volleyball und in Hannover die laufintensive Sportart Ultimate Frisbee. Die Juleica-Ausbildung hat sie absolviert, das bulgarische Spielplatz-Gemeinschaftsprojekt von DRK und Gymnasium unterstützt. Kaum hatte sie ihr 1,2-er Abi in der Tasche, ging es im Juli als Teamerin mit einer christlichen Jugendgruppe nach Kroatien, bevor jetzt die Basics der Regionalsprache Xhosa gepaukt sein wollen. So viel Engagement und Teamgeist sind es wohl, die Ronja Putzers Bewerbung beim entwicklungspolitischen Freiwilligendienst „weltwärts“ das nötige Gewicht verliehen haben. Sie erhielt den Zuschlag. Ihre Entsendeorganisation ist der ASC Göttingen von 1846, der gezielt „weltwärts“-Programme unterstützt.

Ronja Putzer (18) in der Trainingsjacke der Göttinger Organisation, deren Sportprojekt sie in Südafrike betreuen wird: "Sport hat die Kraft, die Welt zu verändern", ist auf dem Rücken zu lesen. Quelle: Martin Lauber

Mit einem zweiten FSJ’ler gemeinsam wird sie Unterricht an der Primary School erteilen und in einer Sechser-Freiwilligen-WG wohnen. Das Gros der Kosten trägt der Bund. Weil die Einsatzstelle sich keinen finanziellen Beitrag leisten kann, müssen die Freiwilligen einen eigenen Förderkreis aufbauen. 2.300 Euro sind der minimale Eigenanteil. Jeden Euro, der darüber hinaus geht, darf Ronja Putzer vor Ort für eigene Ideen an „ihrer“ öffentlichen Grundschule ausgeben. Nur dies legt das „weltwärts“-Reglement fest: Nachhaltig müssen die Projekte sein.

So ist die Abiturientin derzeit mit einer Info-Mappe „Ronja geht weltwärts“ unterwegs, um Spenden einzuwerben. Zusätzlich kursiert ein Aufruf von ihr in den sozialen Netzwerken – sie hofft auf Frisbee-Scheiben von ihren Sportfreunden. Denn das hat sie sich vorgenommen: Einen 20-Kilo-Koffer mit Sportutensilien will sie gleich mitbringen nach Berlin.

Für Unterstützer hat der ASC Göttingen unter dem Verwendungszweck „Putzer, Ronja“ bei der Sparkasse Göttingen ein Konto mit der IBAN DE10260500010000111062 eingerichtet. Fragen beantwortet die 18-Jährige unter Telefon (0157)83531556 oder per E-Mail an rputzer@gmx.net.

Von Martin Lauber

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