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Burgwedel Sterbebegleiter helfen am Lebensende
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Isernhagen Wedemark Burgwedel: Sterbebegleiterinnen des ambulanten Hospizdienstes helfen am Lebensende

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14:04 26.09.2019
Sie wollen helfen: Die angehenden Sterbebegleiterinnen Larissa Eckloff (von links), Heike Liedtke und Christiane Bartels. Quelle: Gabriele Gerner
Großburgwedel

Sie sind da, wenn das Leben zu Ende geht: Die ehrenamtlichen Sterbebegleiter des ambulanten Hospizdienstes Burgwedel, Isernhagen und Wedemark. Fünf angehende Begleiter suchen derzeit noch Familien, denen sie erstmals ihre Unterstützung anbieten können. Im Rahmen ihrer Ausbildung werden sie behutsam an die praktische Arbeit herangeführt.

Alle zwei Jahre bietet der Hospizdienst einen Vorbereitungskurs für ehrenamtliche Sterbebegleiter in der ambulanten Hospizarbeit an. Im aktuellen Kurs werden zwölf Frauen und ein Mann auf ihre zukünftige Tätigkeit vorbereitet. Seit April lernen sie, wie sie Familien und Sterbende in der letzten Lebensphase am besten unterstützen können.

Sterbebegleiter üben sich in Selbstreflexion

Dabei werden nicht nur Kenntnisse der Sterbephasen, Rituale und Kommunikationstechniken vermittelt, auch Selbstreflexion ist wichtig. „Die Auseinandersetzung mit der eigenen Person, der individuellen Lebensgeschichte sowie den persönlichen Schwächen und Stärken nimmt einen hohen Stellenwert ein“, sagt Ute Rodehorst, hauptamtliche Koordinatorin des Hospizdienstes. „Nur wer sich selbst gut einschätzen kann und sich annimmt, wie er ist, kann anderen wertschätzend und vorbehaltlos gegenübertreten“, betont ihre Kollegin Ursula Nacke.

Nach dem theoretischen Teil sammeln die Kursteilnehmer erste praktische Erfahrungen. Acht Wochen lang werden sie in Familien eingesetzt, in denen ein Mensch dem Lebensende nahe ist. Die Ehrenamtlichen besuchen die Betroffenen zu Hause oder im Pflegeheim, gehen mit den Erkrankten spazieren oder halten einfach nur die Hand. „Wir entlasten auch die Angehörigen. So kann der Lebenspartner auch mal zum Sport oder zum Chor gehen und weiß, der kranke Partner ist nicht allein zu Hause“, sagt Nacke.

„Wir lachen auch viel“

„Gut finde ich, dass wir nur dort eingesetzt werden, wo die Chemie stimmt“, sagt die angehende Sterbebegleiterin Larissa Eckloff. Sie selbst begleitet beispielsweise eine erkrankte Frau, die noch viel Lebenszeit vor sich hat und relativ aktiv ist. „Wir führen tolle Gespräche und lachen auch viel“, sagt sie. „Ich gehe mit der Dame, die ich betreue, spazieren oder lese ihr vor“, erzählt Kursteilnehmerin Heike Liedtke.

Wie kommt man darauf, ehrenamtlich Menschen beim Sterben zu begleiten? „Ich habe in den vergangenen Jahren sehr viel Hilfe von anderen erfahren, jetzt möchte ich etwas zurückgeben“, sagt Christiane Bartels. Nach Abschluss des Berufslebens etwas Sinnvolles tun, war Liedtkes Motivation. „Und ich möchte dazu beitragen, dass Menschen ihre letzte Lebensphase in Würde verbringen“, fügt Eckloff hinzu.

Wer ehrenamtliche Unterstützung in der letzten Lebensphase für sich oder seine Angehörigen benötigt, kann sich unter Telefon (05139) 9703431 an den ambulanten Hospizdienst wenden. Der Anrufbeantworter wird – auch am Wochenende – mindestens zweimal täglich abgehört. Die Hilfe des Hospizdienstes ist kostenlos, politisch und religiös unabhängig.

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Von Gabriele Gerner

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