Kein Tempo 30 auf Burgwedels Ortsdurchfahrten: Kritik vom Bürgermeister
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Burgwedel Tempo 30 auf Ortsdurchfahrten: Bürgermeister und Grüne kritisieren CDU-Ablehnung
Umland Burgwedel

Kein Tempo 30 auf Burgwedels Ortsdurchfahrten: Kritik vom Bürgermeister

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16:03 22.11.2020
Auch wenn sich Thönse nicht an dem Modellprojekt beteiligt: Vor der Sonnenblumenschule gilt weiterhin Tempo 30 auf der Ortsdurchfahrt.
Auch wenn sich Thönse nicht an dem Modellprojekt beteiligt: Vor der Sonnenblumenschule gilt weiterhin Tempo 30 auf der Ortsdurchfahrt. Quelle: Thomas Oberdorfer (Archiv)
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Burgwedel

Die Entscheidung in der vergangenen Woche war überraschend, aber auch eindeutig: Mehrheitlich haben sich die Ortsräte von Engensen, Großburgwedel, Thönse und Wettmar in einer gemeinsamen Sitzung gegen die Teilnahme ihrer Ortsteile an dem Tempo-30-Modellprojekt der Region ausgesprochen. Vor allem die Mitglieder der CDU votierten in den Gremien gegen die Geschwindigkeitsbegrenzung. Damit nimmt Burgwedel in der Region eine Sonderstellung ein. Andere Kommunen meldeten reges Interesse an dem Projekt an.

Kommunen melden mehr als 100 Ortsdurchfahrten für Modellprojekt

Eigentlich wollte die Region 40 Ortsdurchfahrten in ihr Modellprojekt aufnehmen. Am Ende wurde sie jedoch vom Ansturm aus den Regionskommunen überrascht. „Weit über 100 wurden uns gemeldet“, sagt Regionssprecher Klaus Abelmann. „Das ist mehr, als wir gerechnet haben. Wenn möglich, wollen wir alle Strecken, die die Anforderungen erfüllen, in das Projekt aufnehmen.“

In den kommenden Wochen wird die Region auf den ersten Ortsdurchfahrten Verkehrszählungen durchführen. Vorausgesetzt, dass genügend Autos auf den Straßen unterwegs sind, werden „an den ersten Ortsdurchfahrten noch in diesem Jahr Tempo-30-Schilder aufgestellt“, kündigt Abelmann an.

Kritik von Bürgermeister und Grünen an CDU-Votum

Die Burgwedeler Ortsteile werden nach dem Votum der Ortsräte dann nicht dabei sein. Eine Entscheidung, die Burgwedels Bürgermeister Axel Düker (SPD) nur schwer nachvollziehen kann: „Langsamer fahrende Autos sind für alle sicherer als schnell fahrende. Mehr Sicherheit im Straßenverkehr sollte uns eine zwei Minuten längere Fahrzeit wert sein“, sagte er. Auch die Grünen bezeichnen die Abstimmung der CDU gegen das Modellprojekt als „Armutszeugnis der konservativen Mehrheit in Burgwedel“, heißt es in einer offiziellen Stellungnahme zu dem Thema.

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Von Thomas Oberdorfer