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Burgwedel ADFC und Ortsrat: So steht es um die Radwege in Kleinburgwedel
Umland Burgwedel

Kleinburgwedel: ADFC und Ortsrat prüfen Radwege-Führung

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17:30 27.10.2019
Gemeinsam mit dem Ortsrat Kleinburgwedel untersucht der ADFC die Radverkehrssituation im Ort. Quelle: Jürgen Zimmer
Kleinburgwedel

Gemeinsam mit den Ortsräten untersucht der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) jedes Jahr die Radverkehrssituation in den Burgwedeler Ortschaften. In diesem Jahr war Kleinburgwedel an der Reihe.

Bei bestem Fahrrad-Wetter trafen sich am Sonnabendnachmittag ADFC-Chef Steffen Timmann und der Ortsrat Kleinburgwedel am Dorfplatz, um anschließend gemeinsam die neuralgischen Verkehrspunkte für Radfahrer zu besichtigen und Lösungen dafür zu besprechen. „Wir machen nur Vorschläge, umsetzen müssen diese die Politiker“, sagte Timmann. Mit Ortsbürgermeister Jürgen Schodder und den Ortsratsmitgliedern Bianca Fitzthum, Friedhelm Leisenberg, Stephan Nikolaus Bredemeier und Gabriele Vogel war der Ortsrat vollständig anwesend. Mit Harald Rietz, im Burgwedeler Bauamt zuständig für den Radverkehr, fuhr auch ein Experte der Stadt mit. Die ebenfalls eingeladenen Bürger zeigten hingegen kein Interesse an dem Exkurs.

Verkehrsinsel ist kritisch für Auto- und Radfahrer

Insgesamt sieben kritische Punkte hatte Timmann auf einer Karte eingezeichnet. Hinzu kam ein Punkt, den eine Anwohnerin vorgeschlagen hatte und der zuerst angefahren wurde. Es handelt sich um die Verkehrsinsel auf der Kreisstraße 118, kurz vor der Ortseinfahrt nach Kleinburgwedel. Dort kreuzt der Radweg von Großburgwedel kommend die Kreisstraße und wird straßenbegleitend weitergeführt, wobei zurzeit noch ein roter Trennstreifen fehlt. Baurechtlich ist dort alles in Ordnung. Schwierig für Rad- und Autofahrer ist die Stelle trotzdem, da kurz vor der Insel die Straße Neues Land abzweigt und abbiegende Verkehrsteilnehmer und der fließende Verkehr erhöhte Aufmerksamkeit von allen fordern. Ein schwerer Unfall mit einem Auto- und einem Motorradfahrer hatte erst kürzlich die Gefährlichkeit dieser Stelle unter Beweis gestellt.

Querung für Radfahrer an der Verkehrsinsel auf der K118 und Einfahrt in Straße Neues Land sind kritisch. Quelle: Jürgen Zimmer

ADFC-Chef Timmann benennt drei schwierige Stellen

Seitens des ADFC sind im Ort drei Schwerpunkte hervorzuheben. Erstens der vor allem von Schülern viel befahrene Wirtschaftsweg zwischen Klein- und Großburgwedel. Für diesen wünscht sich Timmann eine Verbesserung des Belages, der aktuell viele Schlaglöcher aufweist, die sich bei Regen mit Wasser füllen und im Winter vereisen können. „Das wird nicht leicht sein. Da fahren schwere Trecker“, sagte Ortsbürgermeister Schodder. Eine massive Teerdecke wäre laut Rietz sehr teuer. Dass an dem Weg etwas gemacht werden muss, ist aber Konsens, da ja auch die neu geplante Wohnsiedlung in Kleinburgwedel daran anschließt und deren Bewohner den Weg ebenfalls nutzen werden.

Wirtschaftsweg von Kleinburgwedel nach Großburgwedel wird viel von fahrradfahrenden Schülern benutzt. Quelle: Jürgen Zimmer

Alternative zum Radweg an der Bahnhofstraße ist möglich

Der zweite Punkt ist die gesamte Bahnhofstraße. Ebenfalls viel befahren, kreuzt der Radweg dort gleich an zwei Stellen die Kopfsteinpflaster-Straße – von Kleinburgwedel kommend kurz vor dem Beginn der 30-Zone (dort ist noch Teerbelag) und am alten Bahnhofsgebäude nochmals. Die Radfahrer müssen danach rechtsseitig die Rampe herunterfahren, an der die Bushaltestelle und Fahrradbügel den Weg zur Slalomstrecke machen. Dort wäre eine mögliche Lösung, den parallel verlaufenden Wirtschaftsweg auszubauen. Auch wieder teuer, aber ein überlegenswerter Ansatz, meinten die Politiker, wobei dabei Groß- und Kleinburgwedel tangiert würden.

Hier kreuzt der Radweg erneut die Bahnhofstraße zwischen Klein- und Großburgwedel. Quelle: Jürgen Zimmer

Dritter Schwerpunkt für Timmann ist die Autobahnbrücke des Würmseewegs über die A7, kurz vor dem Ortsteil Kleinburgwedel-Wietze. Auch dort liegt Kopfsteinpflaster, es existiert kein Radweg. Für ungeübte Radfahrer und Kinder stelle die Strecke eine Herausforderung dar.

Außerdem stehen die Würmseekreuzung, eine gesicherte Querung der Landesstraße 381 in Höhe des Tempelwegs, die Verbindung zur Siedlung Heidewinkel und ein Radweg an der K146 nach Thönse auf Timmanns Wunschzettel. Dieser liegt nun beim Ortsrat vor – der jetzt gefordert ist, Verbesserungen im Radwegenetz anzustoßen.

An der L381 zwischen Großburgwedel und Fuhrberg, Ecke Einhorpskamp wünscht dich der ADFC eine markierte Querung für Radfahrer. Quelle: Jürgen Zimmer

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Radwegekarte des ADFC für Burgwedel ist verfügbar

Von Jürgen Zimmer

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