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Nachrichten Züge sollen Tempo 230 fahren können
Umland Burgwedel Nachrichten Züge sollen Tempo 230 fahren können
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00:15 27.02.2017
Die Bahn plant den Ausbau der Strecke Burgwedel-Isernhagen, damit Züge mit bis zu Tempo 230 verkehren können. Quelle: Symbolbild: dpa/Maurizio Gambarini
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Burgwedel/Isernhagen/Langenhagen

Das Geräusch der Rottenwarnanlage, deren laute Huptöne im Frühsommer 2016 wochenlang die Sanierungsarbeiten an der Bahnstrecke Burgwedel-Isernhagen flankiert hatten, sind vielen Anwohnern noch in (unliebsamer) Erinnerung. Züge rollten damals extrem langsam, um die Bauarbeiter nicht zu gefährden, die Schwellen erneuerten und die Steinschüttung verdichteten.

Extrem schnell sollen künftig IC- und ICE-Züge durch Burgwedel, Isernhagen, Langenhagen und weiter in Richtung Hannover oder Celle rollen, und zwar mit bis zu Tempo 230. Bislang gilt eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 200 Kilometer pro Stunde, was dafür geeignete Züge auch ausnutzen. Güterzüge hingegen fahren im Normalfall maximal Tempo 100, im Bereich Burgwedel-Isernhagen sind bis zu 120 Kilometer pro Stunde zulässig.

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Doch das Verkehrsaufkommen auf der Schiene legt stetig zu, und deshalb nimmt der Entwurf zum Bundesverkehrswegeplan 2030 auch die täglich von bis zu 160 Zügen genutzte Strecke Celle-Hannover in den Fokus. „Zur Beschleunigung und Kapazitätserhöhung zwischen Hamburg und Hannover“ ist dort der Ausbau für Höchstgeschwindigkeiten bis 230 Kilometer pro Stunde skizziert.

Wie das zu erreichen ist, was dafür um- oder neu gebaut werden muss, welche Lärmbelastungen dabei auf die Anwohner zukommen? Fragen, die auch Armin Skierlo, Bahn-Sprecher für Großprojekte, (noch) nicht beantworten kann. Dafür sei man bei diesem Projekt – Teil des insgesamt 3,9 Milliarden teuren Ausbaus im Dreieck Hamburg/Bremen/Hannover – noch in einer viel zu frühen Phase. Mit einem Baubeginn sei erst in einigen Jahren zu rechnen. Schon jetzt aber sei klar, dass man die Öffentlichkeit wie Bürgerinitiativen und Umweltschutzverbände in Form von Runden Tischen an den Planungen beteiligen werde.

Von Frank Walter

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