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Umland Burgwedel Nachrichten Das Chaos am Busbahnhof bleibt aus
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15:52 04.02.2015
Von Martin Lauber
Der provisorische Busbahnhof befindet sich vor dem TSG-Aktivcenter. Quelle: Martin Lauber
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Großburgwedel

Auf dem regulären Busbahnhof rangieren seit Montag schwere Baufahrzeuge. Gerade mal halb so groß ist das Provisorium vor dem TSG-Aktivcenter, das bis zu den Sommerferien als Ersatz dienen wird für insgesamt 227 An- und Abfahrten an Werktagen. Die Fahrschleife der Busse, denen hier nur eine Ein- und Ausfahrt zur Verfügung steht, ist eng. Wenn mehrere gleichzeitig ankommen und Personen aussteigen, kreuzen sich viele Fahr- und Fußwege.

7.40 Uhr am Tag eins des Provisoriums: Lehrer und frühe TSG-Freizeitsportler mit gelben Parkausweisen hinter der Frontscheibe tasten sich mit ihren Autos zwischen Bussen und Schülern zu ihren ausgeschilderten Parkbereichen. Kein Wunder, dass am Morgen nach den Zeugnisferien auch den Kleinbus-Chauffeuren, die die Förderschüler bringen, noch die Orientierung fehlt.

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Zumal mittendrin der offenbar unvermeidliche private Schüler-bringdienst das leidlich überschaubare Durcheinander immer wieder mal zum Kuddelmuddel steigert. Unbeeindruckt von den frühzeitig an alle Eltern verteilten Infofaltblättern und sogar von den Verbotsschildern links und rechts der Einfahrt werden Kinder über den Ersatzbusbahnhof möglichst nah an die Schule manövriert.

Regiobus und Stadt Burgwedel haben Beobachter vor Ort. „Fürs allererste Mal läuft es doch relativ entspannt“, sagt Frank Thomas. „Das wird sich einspielen“, ist der Leiter des Regiobus-Betriebshofs in Mellendorf zuversichtlich.

Mark Stolzenberg sieht das ähnlich. Der Mann vom städtischen Ordnungsamt regelt, erklärt, macht sich Notizen und er spricht freundlich jene Autofahrer ohne Parkausweis an. Diese hatte die Stadt nur an die Schulen des Schulzentrums sowie die Turnerschaft verteilt. Für alle anderen ist der Bereich für die Dauer der Neugestaltung des eigentlichen Busbahnhofs tabu.

„Ich wünsche mir“, sagt Stolzenberg, als die erste Schulstunde schon läuft, „dass die Eltern den Bereich meiden.“ Ein paar Meter Fußweg mehr sei den Schülern doch zumutbar. Er rät, die Kinder nur dort aussteigen zu lassen, wo sie auch auf gesicherten Überwegen die Hannoversche Straße überqueren können.

Für stabile Busstraßen wird 70 Zentimeter tief ausgekoffert

Rasant schreitet der Rückbau voran, wo noch vor wenigen Tagen der komplette Verkehr der Regiobus-Linien 620, 621, 630, 636, 639, 650, 651 und 690 Station machte. Bis Ende Juli soll der Busbahnhof am Schulzentrum für circa eine Million Euro neu angelegt und möbliert werden.

Am Montag wurde das Gelände eingezäunt, am Dienstag der Asphalt aufgebrochen und am Mittwoch abtransportiert. Teilweise sei direkt unter der Teerdecke Sand zum Vorschein gekommen, berichtet Bauleiter Maik Hoffmann: „Das konnte gar nicht halten.“ Das Frostwetter kommt dem Tempo zugute – die schweren Laster versinken nicht im Matsch. Bis Ende kommender Woche sollen Borde, Pflaster und Rinnen verschwunden sein, dann beginnt der eigentliche Erdbau. Wo künftig die Busse verkehren, werden die Fahrwege 70 Zentimeter tief ausgekoffert – für ein dickes Paket aus Mineralgemisch, das dann in drei Lagen asphaltiert wird.

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