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Umland Burgwedel Nachrichten Drei tote Katzen an einer Straße geben Rätsel auf
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00:36 06.04.2018
Überall im Wohnviertel wie hier am Eulenkamp hängen Hinweise auf die mutmaßlich vergifteten Katzen. Wer Näheres weiß, soll sich unter der Rufnummer (05139) 6669 melden. Quelle: Martin Lauber
Großburgwedel

 Die Straßen heißen Kiebitzrain und Meisenwinkel, Gimpelsteg und Finkenschlag – kaum eine friedlichere Wohngegend gibt es in Großburgwedel. Doch nach dem Fund von drei toten Katzen an Gründonnerstag  hängen - in Plastik eingeschweißt – Warnungen  im Din-A-4-Format an vielen Laternenmasten: „Mit diesem Aushang möchten wir auch andere Katzenhalter davon in Kenntnis setzen, dass es in unserem näheren Umfeld Katzenhasser gibt.“

Sophie und Elmo wurden am selben Tag an der Straße Entenfang tot aufgefunden. Quelle: Martin Lauber

Die Unterzeichneten, Helga Rach-Bethke und Dieter Bethke, haben ihre beiden Lieblinge verloren: Sophie, eine Tigerkatze mit weißer Brust, und den schwarzen Kater Elmo. Die Tiere waren drei Jahre alt und gesund. Beide stammten aus dem Tierheim und hatten am Entenfang ein ideales Zuhause gefunden: Eine Stiege extra für sie führt zum Balkon der Hausnummer 3. Vis-à-vis der Katzenklappe lag Sophie am Donnerstag um 19.30 Uhr tot unter einer Bank, wenige Stunden zuvor hatte eine Nachbarin Elmo im Garten ihres Mehrfamilienhauses gefunden. Beide Tiere hatten Schaum vorm Maul – aus Sicht von Helga Rach-Bethke ein Vergiftungssymptom.

Helga Rach-Bethke und Dieter Bethke auf ihrem Balkon, der mit Treppe und Katzenklappe ausgestattet ist. Ob sie, die immer Katzen hatten, wieder welche haben wollen, wissen sie noch nicht. Quelle: Martin Lauber

Eine dritte Katze, deren Eigentümer nicht bekannt ist, fand ein weiterer Anwohner des Entenfangs am selben Tag unter seiner Haustreppe. Er brachte das tote Tier zu Tierarzt  Gerhard Brenken. Schaum vorm Maul, so der Veterinär, gebe es auch bei Tieren, die eines natürlichen Todes gestorben sind. Aber die Häufung sei schon „sehr verdächtig“.  Allerdings müsse nicht zwingend ein gezielter Angriff auf Katzen dahinter stecken, denkbar sei auch ein falscher Umgang mit Gift gegen Ratten oder andere Nager.

300 Euro für Sektion und toxikologische Untersuchung

Klären lassen wird sich das nicht mehr. Die Polizei hat sich die Fundstellen zwar angesehen. Aber keins der Tiere wurde obduziert. Das hätten die Besitzer selbst veranlassen und bezahlen müssen. Eine Standard-Sektion kostet rund 150 Euro, erklärte Sonja von Brethorst, Sprecherin der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Bei einem Giftverdacht komme der gleiche Betrag für eine toxikologische Untersuchung hinzu.

So bleibt es bei der Warnung der Bethkes, Katzen erst einmal in der Wohnung zu lassen – auch wenn die Finderin des toten Elmo sagt: „Ich traue das in der Nachbarschaft keinem zu.“ Eine Katze auf Vogelpirsch wegzujagen sei das Eine, sie  zu töten aber „sehr grenzwertig“. Die Bethkes haben in ihrem Flugblatt dem potenziellen „Katzenhasser“ ins Stammbuch geschrieben, dass „in unserem Wohngebiet ein solches Verhalten nicht toleriert“ werde. Macht auszuüben über wehrlose Kreaturen zeuge von sozialer und geistiger Verarmung.  

Von Martin Lauber

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