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Umland Burgwedel Nachrichten Neue Postfiliale öffnet mittags und abends länger
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00:42 05.05.2018
Viel Personal hinterm Schalter während der Einarbeitungszeit. Quelle: Martin Lauber
Großburgwedel

  Die Rundum-DHL-Leuchtreklame und das Schreibwaren-Sortiment in den Regalen fehlen noch, als am Mittwochmorgen punkt 9 Uhr Großburgwedels neue Postfiliale öffnet. Stattdessen begrüßen im Lindemann-Bau an der Ecke Hannoversche-/Burgdorfer Straße dicke Trauben aufgeblasener Luftballons sowie Gummibären-Tütchen die ersten Kunden – und Hochbetrieb hinterm Tresen: Damit alles rund läuft, hat die Deutsche Post Verstärkung für das vierköpfige Schalterteam geschickt.

Unter die unrühmliche Vergangenheit in der bisherigen Postbank-Filiale an der Von-Alten-Straße mit ihren absolut unverlässlichen Öffnungszeiten möchte Carsten Vullriede am liebsten einen dicken Schlussstrich gezogen wissen. „Was ich Ihnen versprechen kann, ist, dass es hier viel besser werden wird“, erklärt der für 1.100 Filialen der Deutschen Post zuständige Vertriebsgebietsleiter.  

Das gilt sicher für die anderthalb Stunden zusätzlicher Öffnungszeiten täglich – nunmehr vormittags von 8 bis 13 statt bisher 12 Uhr sowie am Nachmittag von 14.30 bis 18 statt bisher bis 17.30 Uhr. „Wir werden die Burgwedeler Kunden zurück gewinnen“, verspricht Betreiber Hakan Sigingan 100-prozentige Zuverlässigkeit. Viele von ihnen kennt er aus seiner Filiale in Isernhagen H.B., die er vor zwei Jahren als Quereinsteiger übernommen hatte. Seine vier Teilzeitangestellten haben alle eine kaufmännische Ausbildung, ihr 38-jähriger Chef ist gelernter KfZ-Mechaniker.

Das Team: Hakan und Demet Sigingan, Susanne Wolf, Carolin Krause, Zehra Sigingan. Quelle: Martin Lauber

Sigingans Schwester Zehra, die ebenfalls in der Startphase mithilft, betreibt zwei Postfilialen in Wolfsburg und eine in Hannover-Bothfeld. „Das ist nicht so einfach, wie es aussieht“, verrät sie. So gehören die Bargeld-Prüfungsverordnung und das Geldwäschegesetz zum Einmaleins, in dem man sich auskennen müsse. Denn auch am neuen Standort werden Dienstleistungen der Postbank angeboten. Bargeld ziehen können deren Kunden indes nur am Commerzbank-EC-Automat in der Fußgängerzone (wo auch die Post-Schließfächer bis auf weiteres bleiben). Und Kontoauszüge gibt es nur noch in den Filialen in Langenhagen oder Burgdorf. „Aktuell ist nicht geplant, dass wir in der Partnerfiliale der Deutschen Post in Großburgwedel einen Geldautomaten oder ein Service-Terminal aufstellen“, teilte Sprecher Ralf Palm auf Anfrage mit. Ein dicker Wermutstropfen für eine Geschäftskundin, die, obwohl ihr Betrieb fast nebenan liegt, ihr Postbank-Konto nun kündigen will.

Ein Postkunde steht mit seinem Mini regelwidrig mit zwei Rädern auf dem Bordstein vor dem Stoppschild im absoluten Halteverbot . Die große Frage lautet: Wie wird es klappen mit dem Parken. Quelle: Martin Lauber

Insgesamt überwiegt am ersten Tag das Positiv-Echo auf die großzügige helle neue Filiale. Im Mittelpunkt der Kundengespräche steht das Thema Parkplätze.   Burgwedels Bürgermeister Axel Düker, der zu den Gratulanten gehörte, lässt nach eigener Aussage prüfen, ob die Stadt Sigingan diesbezüglich einen großen Gefallen erfüllen kann. Der Betreiber der Postfiliale hat angeregt, die Höchstparkdauer für den Parkstreifen an der Burgdorfer Straße von zwei Stunden auf 30 Minuten zu reduzieren.

Was aus der vewaisten Postbankfiliale an der Von-Alten-Straße wird, ist indes unbekannt. Auch am Tag nach dem Auszug seien weder die Deutsche Post noch die Postbank als deren Untermieter an sie heran getreten, ärgert sich Vermieterin Erika Rust. Gekündigt hätten sie noch nicht.  „Wir können nur abwarten.“

Erste Reaktionen: “Postbänke“ wären hilfreich

„Das war schon sehr ärgerlich“, blickt Volker Kallenbach aus Großburgwedel zurück auf die bislang unzuverlässigen Servicezeiten der Postbankfiliale am alten Standort. „Ich hoffe, dass sich das hier jetzt ändert.“ „Ein fantastischer Raum, geradezu ideal für eine Postfiliale“, findet Kundin Olga Kuhlau. Viele Anlieger, zum Beispiel an der Franckestraße, hätten Bedenken, dass die Autostellplätze im direkten Umfeld nicht ausreichen und deshalb noch mehr als bisher in ihrer Wohnstraße geparkt werden wird.  Barbara Hölterhoff aus Thönse findet das Team in der neuen Filiale „freundlich und zugewandt“. Sie weist aber darauf hin, dass für alte Menschen der Fußweg aus der Innenstadt mit mindestens vier Straßenüberquerungen verbunden und beschwerlich sei. Die Thönserin regt an, einige Bänke aufzustellen - „Postbänke“ gewissermaßen. 

Von Martin Lauber

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