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Umland Burgwedel Nachrichten „Er war ein entspannter Typ“
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19:14 22.09.2014
In der Aula des Gymnasiums hat Ingo Siegner 1984 sein Abiturzeugnis entgegengenommen. Am nächsten Freitag kommt er schon wieder nach Großburgwedel: zu einer Lesung in der Bücherei – jetzt schon ausverkauft. Quelle: Nora Bochnig
Großburgwedel

Es war einer dieser Riesenjahrgänge: 1984 verließen 165 Schüler das Gymnasium mit dem Abitur. Sie wurden Ärzte, Lehrer, Unternehmer - oder, wie Siegner, Kinderbuchautor. Mit der Reihe „Der kleine Drache Kokosnuss“ ist er der erfolgreichste Deutschlands.

Anlässlich des 30. Jahrestages ihres Schulabschlusses haben sich 35 Ehemalige zu einem Rundgang durch ihre alte Schule getroffen. Begleitet von ihrer früheren Lehrerin Friederike Fichtner warfen sie auch einen Blick in den berüchtigten Raum 81, in dem damals die schriftlichen Prüfungen absolviert wurden. Weiter ging es in die Turnhalle, zur Aula und auf den Raucherhof. „Der war eine wichtige Institution für uns Schüler“, sagt Siegner. Rauchen ist in der Schule inzwischen tabu.

An jeder Station begleiten witzige Erinnerungen und Anekdoten über Lehrer, Schüler und den Unterricht die Führung. Mit sichtbarer Freude und einer Portion Nostalgie wandert Siegner, dessen Mutter noch in Großburgwedel lebt, durch seine alte Schule. „Meine Erinnerungen an die Schulzeit sind überwiegend positiv“, sagt er. „Wenn man all die alten Gesichter wiedersieht, wird man mit der eigenen Geschichte konfrontiert. Das ist total spannend“, sagt er.

Ein mittelmäßiger Schüler sei er gewesen - und pflegeleicht. Geschichtslehrerin Fichtner ist er schon damals aufgefallen: „Er war ein total spannender Schüler, ein witziger, entspannter Typ. Es hat wirklich Spaß gemacht, ihn zu unterrichten.“

Obwohl Siegners Autorenkarriere erst nach Banklehre, abgebrochenem Geschichts- und Französischstudium und jahrelanger Arbeit als Kinderbetreuer begann, hat die Schulzeit in Großburgwedel doch einen Beitrag dazu geleistet. „Meine ehemalige Deutschlehrerin Barbara Guenter war sehr genau, was die deutsche Sprache anging. Sie hat penibel auf Formulierungen geachtet. Da wurde ich gut drin, das hat mein Selbstbewusstsein gestärkt“, sagt er. Und natürlich seien gute Grammatikkenntnisse und gute Rechtschreibung für einen Autor von Vorteil.

Am Drachen Kokosnuss hat das Gymnasium aber wohl keinen Anteil. Sein Talent, Figuren zu zeichnen, hat Siegner weder im Kunstunterricht noch auf dem Schulhof entdeckt, sondern erst nach der Schulzeit beim Abzeichnen von Comics.

Figuren erobern Kino und TV

Ingo Siegner hat im August den 24. Band seiner beliebten Kinderbuchreihe rund um den kleinen Drachen Kokosnuss in der Hauptrolle veröffentlicht. Auch „Gustav vor, noch ein Tor“, in dem Erdmännchen Gustav und andere Tiere des Zoos gegen Hannover 96 Fußball spielen, ist überregional bekannt. Im Dezember wird ein Animationsfilm in die Kinos kommen, in dem viele von Siegners Figuren mitspielen. Im nächsten Jahr werden Siegners Geschichten sogar eine Fernsehserie bekommen. Mittlerweile ist er mit einer Gesamtauflage von fünf Millionen Exemplaren der erfolgreichste Kinderbuchautor Deutschlands. Seine Geschichten wurden in 17 Sprachen übersetzt.

Von Nora Boching

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