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Umland Burgwedel Nachrichten Keine Winterpause auf dem Bau
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07:28 21.01.2015
Von Kerstin Hamann
Auf einer Baustelle in Großburgwedel arbeitet Polier Andreas Hamann bei relativ milden Temperaturen. Quelle: Kerstin Hamann
Burgwedel

„Es ist schon sehr extrem mit dem milden Winter“, sagt Marcus Fortmüller. Der Inhaber des gleichnamigen Gartenbaubetriebes hat aktuell viel zu tun - in einer Zeit, in der traditionell für Garten- und Baubetriebe eher Kurzarbeit oder „Schlechtwetter“ angesagt ist. Durch die Stürme der vergangenen Wochen haben sein Team und er zusätzlich viel aufzuräumen, um Baumschäden zu beheben. „Alle unsere Mitarbeiter sind im Einsatz“, sagt Fortmüller. Beispielsweise bei Baumkontrollen, die auch jetzt vorgenommen werden. Sogar auf dem Golfplatz bei Langenhagen, so berichtet er, ist durchgängiges Mähen an einigen Stellen angesagt - ungewöhnlich im Winter. Ihn freut der milde Winter, auch wenn die Vegetation wegen des ausbleibenden Frosts irritiert ist. „Pflanzen brauchen Winterruhe, die kommen mit ihrem Wachstum durcheinander und sind anfälliger für Pilzkrankheiten.“ Sein Fazit: Der milde Winter ist gut für ihn als Unternehmer - aber schlecht für die Vegetation.

„Für uns ist der milde Winter ideal, da der Baubetrieb aufrechterhalten werden kann und wir auf den Baustellen keine Stillstandszeiten haben“, sagt Claudia Krause, Pressesprecherin beim Massivhaus-Anbieter Heinz von Heiden. Die Winterruhe wird auch von Andreas Gebauer nicht vermisst. „Es ist gut, dass wir durcharbeiten“, sagt der Polier des Bauunternehmers Heger, der auf einer Baustelle in Großburgwedel arbeitet. Vor zwei Jahren mussten seine Kollegen und er ab 1. Dezember „Schlechtwetter“ machen. Die gesetzliche Schlechtwetterzeit gilt im Baugewerbe vom 1. Dezember bis 31. März. Können Aufträge aufgrund schlechter Witterung nicht ausgeführt werden, dann wird Saison-Kurzarbeitergeld gewährt. Dadurch sollen Entlassungen und der damit einhergehende Anstieg der Arbeitslosigkeit in den Wintermonaten vermieden werden. Finanziell attraktiv ist „Schlechtwetter“ nicht. Zudem bedeutet die Zeit auch keine verlässliche Freizeit, sondern dass man auf Abruf bereitstehen muss: Bessert sich das Wetter von einem Tag auf den nächsten, dann müssen die Bauarbeiter wieder ran.

Gerade Frost kann erhebliche Verzögerungen verursachen. Bei niedrigen Temperaturen müssen Betonarbeiten verschoben werden, weil es zum Betonieren zu kalt ist. In einem solchen Fall verlängert sich dann die Bauzeit. Die magische Grenze sei null Grad Celsius, erläutert Armin Ruhnau, Bauleiter bei Heger. Dann gefriert das Wasser, das beispielsweise für das Anrühren des Mörtels gebraucht wird, und man würde im schlimmsten Fall Schäden anrichten. „Jetzt kann vernünftig gebaut und qualitativ gute Arbeit abgeliefert werden“, sagt Eckhard Stoermer, Regionalleiter der IG Bau Region Niedersachsen. „Die Witterung ist optimal.“ Und die Auftragslage in der Baubranche gut.

„Es ist wesentlich angenehmer, wenn durchgearbeitet werden kann“, sagt Bauleiter Ruhnau - für die Logistik, für das Einhalten von Terminen, „und für die Mitarbeiter ist es auch schöner.“ Was nicht heißen soll, dass jetzt das Ende des Winters eingeläutet werden kann: Zwar sollen die Temperaturen in der letzten Januarwoche wieder auf 5 oder 8 Grad Celsius klettern, aber auch der Februar gehört ja noch zum Winter.

Kerstin Hamann

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