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Umland Burgwedel Nachrichten Stadt bietet letzte Ruhe unter Friedhofseichen
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00:17 24.11.2017
Martin Riessler und Kira Weitzel, Auszubildende bei der Stadtverwaltung, sitzen auf dem neu gestalteten Bereich des Waldfriedhofs in Wettmar. Quelle: Jarolim-Vormeier
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Wettmar

 Nicht in einem gewachsenen Wald, dafür aber auf ihren kommunalen Friedhöfen bietet die Stadt Burgwedel bereits die Möglichkeit von Urnenbeisetzungen unter Bäumen an: seit 2015 in Thönse, seit 2016 in Kleinburgwedel, jetzt auch in Wettmar

Baumbestattungen liegen weiter im Trend – so hat die Stadtverwaltung ihr Angebot jetzt in Wettmar deutlich ausgebaut – und nennt dort den neuen Bereich „Wurzeln des Himmels“. Unter 40 Eichen besteht laut Bauhofleiter Martin Riessler nun die Möglichkeit, an 300 Grabstätten jeweils zwei Urnen beizusetzen. „Das wird ein paar Jahre reichen“, ist er sicher.

Marco Melbert (links) und Devin Groh pflanzen Stauden. Quelle: Jarolim-vormeier

Ab sofort könnten sich Interessierte Urnenplätze reservieren. Ein Platz für 30 Jahre kostet 650 Euro – zahlbar im Voraus. Für die Urnenbeisetztung kommen später noch einmal 100 Euro obendrauf. Anders als auf vielen bestehenden Waldfriedhöfen lässt die Stadt es zu, wenn kleine individuelle Grabsteine bis zu einer Größe von 20 mal 30 Zentimetern am Wurzelwerk in die Erde eingelassen werden. Schilder am jeweiligen Baum zur Erinnerung an den Verstorbenen sind dagegen tabu.

Für die neue letzte Ruhestätte unter unterschiedlich alten Bäumen hat die Verwaltung in den letzten Wochen das nördliche Areal ihres Wettmarer Friedhofs umgestaltet. Ein eigener Zugang hat neue Wegsteine bekommen. Auch entlang des „Wurzeln des Himmels“-Wäldchens hat die Firma Lüders & Lüders Wege angelegt. Das wassergebundene Material sei auch für Rollatoren geeignet, erklärte Riessler. Fünf große Steine mit Holzauflagen laden zum Verweilen ein.

Pünktlich zum Totensonntag ist alles fertig. Am Dienstag wurden noch 200 Stauden gepflanzt: Trugerdbeere, Immergrün und verschiedene Walsgräser. Später sollen noch 150 gelbe Wildtulpen in die Erde gesetzt werden. Insgesamt hat die Stadt 45.000 Euro in die Umgestaltung investiert. 

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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