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Umland Burgwedel Nachrichten Schränken dörfliche Düfte Thönser Neubaupläne ein?
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00:16 25.11.2017
In wenigen Tagen ist der alte "Hof Neber" Geschichte. Quelle: Martin Lauber
Thönse

 Tatsachen schafft seit Mitte November ein Bagger in der Thönse Mitte: Die einstige Keimzelle des Dorfes, die„Hofstelle 1“, ist bereits zur Hälfte abgerissen. Inhaber Dirk Gerke rettet von der historischen Substanz des seit Jahrzehnten ungenutzten landwirtschaftlichen Anwesens, was wieder verwendbar sein könnte.  Allerdings: Ob die Firma Hannover Haus das Areal im Dreieck zwischen Lange Reihe und Strubuschweg eins zu eins so bebauen darf wie geplant, ist noch fraglich. 

Nach einer umfassenden Abstimmung mit Anliegern und Stadtverwaltung hatte Hannover Haus im Frühjahr für zwei neue Fünf-Familien-Häuser, ein Doppel- sowie ein Einfamilienhaus eine Bauvoranfrage gestellt. Nachträglich wurde auch die Auflage der Bauaufsicht erfüllt, die Verträglichkeit zwischen dem neuen Wohnen und der vorhandenen Landwirtschaft mit Tierhaltung untersuchen zu lassen. Auf den benachbarten Höfen Büchtmann und Feldmann gibt es Milchvieh und Pferde.

Seit Jahrzehnten war das von alten Thönsern „Hof Neber“ genannte Anwesen nicht mehr bewirtschaftet und das Wohnhaus seit 12 Jahren verwaist. Jetzt schafft der Abrissbagger Tatsachen.

Laut Region Hannover hat sich durch das Ergebnis des TüV-Gutachtens nun herausgestellt, dass  (Achtung, doppelte Verneinung!) „nur ein geringer Teil der neu geplanten Wohnungen nicht unzumutbar von Gerüchen beeinträchtigt“ werde, so Behördensprecher Klaus Abelmann am Mittwoch. 

Andreas Hecht, Geschäftsführer von Hannover-Haus, interpretiert das Gutachten allerdings nicht so scharf. Es gebe „unterschiedliche Ansichten“ zu den Geruchsemissionen, sagt er. Betroffen sei aus seiner Sicht nur eine für ein Einfamilienhaus vorgesehene Fläche sowie eine Doppelhaushälfte, die möglicherweise aber auch noch im Toleranzbereich liegen könnte.  „Wir sind guter Hoffnung, dass wir mit kleinen Abstrichen wie geplant bauen und im späten Frühjahr mit den Arbeiten beginnen können“, so Hecht. Andernfalls stünden geplante barrierefreie Wohnungen auf dem Spiel.  Kommende Woche wird sich laut Abelmann die Bauaufsicht vor Ort mit dem Bauherrn treffen „und ihm dabei noch einmal unsere Beweggründe vortragen“. 

Das Gerke’sche Grundstück liegt planungsrechtlich im „Dorfgebiet“. Aufgrund einer  gesetzlichen Vorrangklausel muss dort auf die Belange landwirtschaftlicher Betriebe und auch ihrer Entwicklungsmöglichkeiten Rücksicht genommen werden. Eine Wohnnutzung ist in Dorgebieten nur insoweit zulässig, so das Online-Lexikon Wikipedia, als das Nebeneinander von Landwirtschaft und Wohnen nicht zu einer Störung der Wohnnutzung führt, etwa durch Lärm oder Gerüche. 

Unabhänig von der späteren Bebauung werden die alten, teilweise einsturzgefährdeten Hofbestandteile seit Mitte vergangener Woche abgerissen. Nach den ersten Nebengebäuden fällt zurzeit das große Scheunen- und Stallgebäude, das von der Langen Reihe aus zu sehen ist. Wo dessen First einmal war, klafft ein langer Riss im Dach. 

Von dem zwei Jahrhunderte älteren Fachwerk-Wohnhaus auf der Rückseite, das überwuchert und verfallen ist, hofft Dirk Gerke zumindest noch den Giebel retten zu können. Je nachdem, was die Bauaufsicht zulasse, würde er es gerne vor Ort zumindest als Versatzstück wieder verwenden. Das Aufmaß des seit 2005 unbewohnten, nur noch teilweise vorhandenen Zweiständer-Fachwerkhauses hat der gelernte Bauingeneur  angefertigt und jeden Balken für einen potenziellen Wiederaufbau numeriert. „Ich mache seit Tagen Pläne“, verrät er.  Weiteres Eichengebälk hat er aus den abgerissenen Nebengebäuden gesichert.

Überhaupt zeigt sich der Hoferbe geschichtsbewusst. Der Heimatverein Wettmar, Thönse und Engensen war vor dem Beginn der Abrissarbeiten eingeladen, sich frei an allen verbliebenen landwirtschaftlichen Geräten zu bedienen. 

Von Martin Lauber

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