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Umland Burgwedel Nachrichten Stadt reißt ab und baut neu
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16:55 04.02.2016
Von Martin Lauber
Dieses Haus an der Wallstraße in Kleinburgwedel soll abgerissen und durch ein Sechsfamilienhaus (rechts) ersetzt werden. Lauber/Rudolf+Rudolf Quelle: Martin Lauber
Burgwedel

Auch eine spätere kommunale Nutzung zwecks Unterbringung von Obdachlosen wollte Kämmerer Christian Möhring nicht ausschließen, als er die Pläne jetzt im Ortsrat Kleinburgwedel vor circa 30 interessierten Zuhörern erläuterte.

Bislang sind nur 22 der mehr als stadtweit 480 Asylbewerber im Dorf untergebracht. In den Neubau sollen vorzugsweise Familien einziehen. Rechtzeitig, bevor das Haus belegt werde, wolle er Bescheid bekommen, wünschte sich Ortsbürgermeister Jürgen Schodder von der Stadtverwaltung. „Einige Bürger haben sich schon gemeldet und möchten gerne unterstützend wirken“, so der Christdemokrat. „Wir wollen den Flüchtlingen vom ersten Moment an ein soziales Umfeld schaffen.“

Zwar ist der Bauantrag bereits gestellt - bis zum Jahresende werden die Helfer sich aber gedulden müssen. Möglichst am 1. März, wenn der letzte Mieter des Hauses Wallstraße 38 ausgezogen sein wird, soll dort der Bagger vorfahren. Nach dem Urteil der Stadtverwaltung soll das nicht mehr wirtschaftlich zu sanierende Gebäude abgerissen und ersetzt und bei dieser Gelegenheit das Grundstück effektiver ausgenutzt werden als bisher. Tatsächlich bietet es Platz genug für eine verklinkerte Häuserzeile aus drei zusammenhängenden, versetzt angeordneten Gebäudeteilen in Massivbauweise.

Jede der Wohnungen bekommt nach der aktuellen Planung drei Zimmer, die im Erdgeschoss auf der Südseite eine Terrasse, die im Obergeschoss einen kleinen Balkon. Wegen des freien Blicks von dort aus in ihren Garten nahm eine Nachbarin daran Anstoß. Eine weitere Kleinburgwedelerin warf der Stadtverwaltung vor, sie habe den Klinkerbau jahrzehntelang vergammeln lassen. Ein Abriss wäre bei vernünftiger Pflege vermeidbar gewesen.

Die Musik spielt in den nächsten Jahren in Kleinburgwedel - nicht nur, was neues städtisches Bauland angeht. Auch fürs Gewerbegebiet wird über eine Erweiterung schon nachgedacht.

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