Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Telekom will fünf Telefonzellen abbauen
Umland Burgwedel Nachrichten Telekom will fünf Telefonzellen abbauen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:10 14.09.2014
Nur noch eine Telefonzelle soll in Burgwedel stehen bleiben: am Bahnhof in Großburgwedel Quelle: David Ebener
Anzeige
Burgwedel

Ein Handy haben heutzutage schon Kinder im Schulrucksack mit dabei, und der Festnetzanschluss daheim gehört sowieso zur Wohnung wie die Toilette ins Bad. Kaum jemand nutzt mehr eine öffentliche Telefonzelle - und die Jugend wüsste einen Telefonhörer mit Kabel wahrscheinlich kaum noch zu nutzen. Diesen Trend belegen auch die Nutzerzahlen, die die Deutsche Telekom jetzt dazu veranlassen, fünf weitere Telefonzellen in Burgwedel abzubauen. Das ist ihr gutes Recht: Aufgrund einer Vereinbarung mit der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände und der Bundesnetzagentur dürfen alle Telefonstationen aus dem öffentlichen Raum verschwinden, die keinen Monatsumsatz von mindestens 50 Euro erwirtschaften.

Die Ortsräte sollen daher jetzt den Abbau der Telefonstationen an der Fuhrberger Straße in Großburgwedel, an der Hauptstraße in Wettmar, am Dorfteich in Engensen, an der Schlesischen Straße in Fuhrberg und an der Dorfstraße in Oldhorst aus formalen Gründen abnicken. Alle diese Telefonzellen erreichen nicht einmal die Hälfte der 50-Euro-Umsatzgrenze. Der Ortsrat Engensen hatte sich allerdings im Juli bereits einstimmig gegen den Abbau der Telefonstationen ausgesprochen. Der Ortsrat Wettmar wird am Montag, 22. September, ab 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus darüber sprechen, der Ortsrat Großburgwedel am Donnerstag, 25. September, ab 18 Uhr im Sitzungszimmer des Rathauses. Einwohner können am Ende der Sitzungen ihre Fragen stellen.

Anzeige

Eine einzige Telefonzelle liegt der Stadtverwaltung aber dennoch am Herzen: die am Bahnhof in Großburgwedel. Zwar punktet auch diese nicht mit Rentabilität - laut Verwaltungsvorlage könnte die Telekom sich aber vorstellen, sie stehen zu lassen, wenn sie alle zuvor genannten abbauen darf. Und dazu rät die Verwaltung: „Gerade dieser Standort sollte gesichert werden, da auch Kinder und Jugendliche ohne Handy sowie ältere Personen, die mit dem Zug reisen, weiterhin die Möglichkeit haben sollten, bei unvorhersehbaren Ereignissen telefonieren zu können.“

Von Carina Bahl

Frank Walter 13.09.2014