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Umland Burgwedel Nachrichten Weniger Autos, mehr Aufenthaltsqualität
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20:19 13.07.2012
Von Martin Lauber
Die Von-Alten-Straße in Großburgwedel. Quelle: Jürgen Zimmer
Burgwedel

Dies schickt Stadtplaner Christoph Schonhoff der Visualisierungen seines Großburgwedels der Zukunft stets voraus: Das alles sei nur ein Masterplan mit Anregungen, umzusetzen über Jahre.

Kosten sind bisher noch ebenso wenig ermittelt wie Prioritäten - und trotzdem wurde am Donnerstagabend im Amtshof beim zweiten öffentlichen Workshop zum Innenstadtkonzept eins deutlich: Beim Gros (der diesmal nur 40 Zuhörer) rennt der Planer mit seinen Ideen offene Türen ein. Schonhoff riet Einwohnern und Politikern, „nicht alle Details zu zerreden, bis gar nichts mehr geht. Das wäre schade. Ihre Stadt hat ein großes Potenzial“. Drei Schwerpunkte hob der Planer hervor:

Ohne Parkplatzverluste könne der westliche Teil des Alten Marktes autofrei werden und für Feste, Märkte und als Raum zum Verweilen zur Verfügung stehen. Eine andere Anordnung der Parkplätze im Osten des Markts, Stellplätze an der Straße Im Klint sowie eine Busbucht Im Mitteldorf würden dies möglich machen.

Flankiert von leicht wirkenden Straßenlampen könnte ein durchgehendes Bewegungsband auf der Von-Alten-Straße gleichzeitig zur Mittelachse des Wochenmarkts werden. Auch Ladenbesitzer könnten links und rechts Angebote zum Verweilen entwickeln. Außer Anliefer- und Anwohnerverkehr sollen die Autos raus. IGK-Vorsitzender Karlheinz Schridde erinnerte daran, dass die Kaufleute anderer Meinung sind.

Ein großzügiges Entree des Rathauses würde Schonhoff zufolge der Stadt guttun. Die Mauer sollte verschwinden, damit der Eindruck entstehe, dass „die Bäume aus dem Park heraus tanzen“.

Bürgerbeteiligung ist Thema

Wenn am Montag, 16. Juli, der Ausschuss für Gebäude, Umwelt und Städtebau tagt, steht auch das Innenstadtkonzept auf der Tagesordnung. Die SPD-Fraktion hat einen Antrag gestellt zur Beteiligung der Bürger an der Erarbeitung der Gestaltungsvorschläge, die im Gegensatz zur Linie der Verwaltung stehen (siehe Text unten). Die Sitzung beginnt um 18 Uhr im Rathaus.

So soll die Planung weitergehen

Nach den Sommerferien soll das mehrfach überarbeitete Innenstadt-Konzept des Büros nsp landschaftsarchitekten stadtplaner von Thomas Schonhoff in der Kommunalpolitik ankommen. Doch bevor Großburgwedels Ortsrat, der Städtebauausschuss und der Rat erste Prioritäten setzen, hätten die Bürger noch mannigfache Möglichkeiten, sich einzubringen. Das beteuerte Bürgermeister Hendrik Hoppenstedt beim Workshop im Amtshof.

Kurzfristig würden die neuen nsp-Entwürfe und Erläuterungen auf der Homepage der Stadt, www. burgwedel.de, veröffentlicht und eine E-Mail-Adresse für Anregungen und Meinungen der Bürger freigeschaltet. „Alles, was gesammelt wird und noch nicht Gegenstand der Planung ist“, sagte Hoppenstedt, werde in den zuständigen Gremien behandelt. Ein förmliches Beteiligungsverfahren werde die Stadt aber nicht durchführen. Auch die Einrichtung eines Chatrooms zum Innenstadtkonzept sei nicht geplant.

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