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Burgwedel So war der erste HAZ-Stammtisch in Burgwedel
Umland Burgwedel

So war der erste HAZ-Stammtisch in Burgwedel

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16:54 20.11.2019
Muntere Runde: Leser und Redakteure diskutieren beim HAZ Stammtisch in der Gaststätte Am Markt in Burgwedel. Quelle: Fotos: Thomas Oberdorfer (6)
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Großburgwedel

Von A wie Anzeigen über K wie Kommentare bis Z wie Zukunft der gedruckten Zeitung reichte der Bogen, den Leser beim ersten HAZ-Stammtisch in Burgwedel am Dienstagabend schlugen. Fast zwei Stunden fragten die HAZ-Leser aus Burgwedel, Isernhagen und der Wedemark in einer lebhaften Diskussion nach, welche Themen die Redaktion warum aufgreift – und sie verrieten den Redakteuren in der Gaststätte Am Markt auch, welche Themen sie gerne im Blatt, aber auch online lesen würden.

Zeitungsseiten sind endlich

Gleich mit einer konkreten Frage startete der für alle informative Abend: „Gibt es unterschiedliche Versionen von Artikeln auf der HAZ-Internetseite und in der gedruckten Zeitung?“, wollte Svenja Theunert, in der Gemeinde Isernhagen für Pressearbeit zuständig, wissen. „Ja, die gibt es“, sagte Antje Bismark, HAZ-Redaktionsleiterin für den Nordosten der Region. „Der Platz auf Zeitungsseiten ist endlich, deshalb müssen Texte bei aktuellen Ereignissen auch einmal gekürzt werden.“ Das Internet dagegen biete unbegrenzte Möglichkeiten, online stünden die Texte dann in voller Länge auf der Seite. Und: „Im Internet sind auch Hinweise zu weiterführenden Artikeln zu finden sind. Schauen Sie mal vorbei, es lohnt sich.“

Diese Einschätzung teilte der Kirchhorster Kommunalpolitiker Herbert Löffler und verwies auf die Serie „Burgwedel einst und heute“ – aus Sicht aller ein gelungenes Stück Lokaljournalismus, das Leser online jederzeit aufrufen und sich die aktuellen Beiträge anschauen können. Mehr noch: Löffler versprach, der Redaktion historische Bildern aus Kirchhorst zu übergeben, sodass auch dort eine solche Serie starten könne.

Welche Zukunft hat die Zeitung?

Über die Zukunft von Printausgabe und Onlineangebot der HAZ wollte sich auch Monika Stellmacher aus Großburgwedel informieren. „Wie lange wird es noch gedruckte Zeitungen geben?“, fragte sie in die Runde. „Eine genaue Antwort darauf gibt es nicht, manche Verlagsexperten gehen von 2030 aus, andere räumen der gedruckten Zeitung eine deutlich längere Lebenszeit ein“, sagte Bismark. Klar aber sei: Ohne den digitalen Auftritt der HAZ und das kostenpflichtige Internet-Angebot hätte die lokale Printzeitung deutlich schlechtere Chancen.

Ein Ende der gedruckten Information sieht auch Burgwedeler Leserin Gabriele Schmidt von Arndt nicht kommen. „Es wird immer gedruckte Zeitungen geben, genauso wie es gedruckte Bücher geben wird“, sagte sie. Dass man in dieser Frage durchaus geteilter Meinung sein kann, schilderte Wilfried Stellmacher. Er bevorzuge mittlerweile die E-Paper-Ausgabe der HAZ auf dem iPad erklärte er. „Die kann man unterwegs gut lesen, beispielsweise wenn ich auf Dienstreise im Ausland bin.“

Vereine sind Herzensthema

Ein ganz anderes Thema bewegte Helga Rach-Bethke. Die HAZ-Leserin kümmert sich beim Laufclub Burgwedel um die Tourenradgruppe. „Wie kommen wir mit den Nachrichten aus unserem Verein in die Zeitung?“, wollte sie von der Redaktion wissen. „Informieren Sie uns per E-Mail. Schreiben Sie in die Betreffzeile schon die wichtigsten Informationen wie die Art der Veranstaltung und das Datum, wann sie stattfinden soll“, erklärte Bismark. „So fällt ihre Mitteilung, in der Flut der Nachrichten die uns erreichen, eher auf.“

Und die Redaktionsleiterin hatte noch einen Tipp parat: „Auf unseren Vereinsseiten können Sie Berichte aus dem Vereinsleben veröffentlichen. Aber auch hier gilt: Der Platz ist begrenzt, fassen Sie sich kurz. Das erhöht die Chance auf eine Veröffentlichung. “ Die E-Mail-Adresse: vereine.burgwedel@haz.de.

Disput über Kommentare

Einen Disput zwischen den Lesern gab es beim Thema Kommentare. „Die brauche ich nicht. Mir ist eine neutrale, ausgewogene Berichterstattung lieber“, sagte Löffler. „Das ist wichtig bei den lokalen Medien.“ Das brachte ihm Widerspruch aus der Runde ein. „Wenn Bericht und Meinung klar getrennt sind, dann finde ich die Kommentare gut und wichtig“, sagte Wilfried Stellmacher aus Burgwedel. „Ich würde gerne mehr davon lesen.“

Kritik an der Printausgabe gab es dann noch von Gabriele Schmidt von Arndt. Für sie gibt es zu viele Anzeigen und zu große Bilder in der Zeitung. „Den Platz könnte man doch nutzen, um mehr Informationen für die Leser zu drucken“, sagte sie als Vorschlag zum Layout des Blattes. Ein Einwand, den Bismark so nicht gelten lassen wollte: „Schauen Sie sich einmal eine Tageszeitung an, die vor zehn Jahren gedruckt wurde. Solche Bleiwüsten mag heute niemand mehr lesen.“ Und Löffler betonte: „Ich nehme Anzeigen gern in Kauf, wenn ich dafür eine unabhängige Lokalredaktion habe, die aus den Kommunen berichtet.“

Heiligabend treffen sich die Kirchhorster um 23 Uhr unter dem Weihnachtsbaum im Dorf. Darüber würde ich gerne einen Bericht lesen. Herbert Löffler, Kirchhorst Quelle: Thomas Oberdorfer
Aus den Vereinen sollten mehr Termine angekündigt werden, und es sollte mehr Berichte über Veranstaltungen geben. Gabriele Schmidt von Arndt, Burgwedel Quelle: Thomas Oberdorfer
Die lokalen Medien sollten möglichst neutral berichten, als eine Art Gegengewicht zu den Informationen auf Facebook. Monika Stellmacher, Burgwedel Quelle: Thomas Oberdorfer
Mehr Berichte aus dem Bereichen Kultur und Heimatpflege in unseren Ortschaften. Schön wäre beispielsweise eine Serie über die Chöre und ihre Leiter. Ullrich Westerhagen, Burgwedel Quelle: Thomas Oberdorfer

Von Thomas Oberdorfer

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