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Burgwedel St.-Paulus-Gemeinde: So engagiert sich dieser Näh-Treff für Uganda
Umland Burgwedel

St.-Paulus-Gemeinde in Burgwedel: So engagiert sich dieser Näh-Treff für Uganda

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18:00 08.08.2019
Da gibt es so einiges zu bestaunen. Ob Tablet-Halter, Tasche oder Spültücher, in der Kreativen Runde fertigen Mechthild Jaschik und Stefanie Strominski schöne Sachen aus bunten Stoffen. Quelle: Alina Stillahn
Großburgwedel

Bunte Stoffe, Muster mit Kreisen oder im Zebra-Look liegen herum. Daneben eine Tasche mit einem exotischen Blütenmuster. In der St.-Paulus-Gemeinde in Großburgwedel sitzen Frauen zusammen und besprechen, was sie mit diesen Stoffen machen könnten. An diesem Tag sind sie nur zu acht, weil Sommerferien sind. Normalerweise kommen zehn. Die Kreative Runde nennen sie sich, und sie haben eines gemeinsam: Sie nähen alle gerne. Doch die Frauen zeigen auch, wie man nicht nur einem schönen Hobby nachgehen, sondern viel Gutes damit verbinden kann.

Elfi Döhler präsentiert eine bunte Tasche. Der Clue: Innen ist eine Ikea-Tüte eingenäht, sodass man sie als Badetasche verwenden kann. Quelle: Alina Stillahn

Erlös kommt Aids-Waisen in Uganda zu Gute

Aus Uganda stammen die bunten und exotischen Stoffe, die die Frauen noch verarbeiten wollen. Daraus fertigen sie Beutel für Wäsche und Brot, Badetaschen und sogar ein Tablet-Kissen. Aber nicht für sich persönlich, sondern für Kunden. Zehn Aufträge müssen sie noch vom letzten Verkaufstag abarbeiten, die haben sie gerade unter sich aufgeteilt. Der Erlös wandert dann auch nicht in die eigene Tasche, sondern kommt Aids-Waisen in Uganda zugute. Die Kreative Runde leistet seit 1999 einen Beitrag zur Brasilien-Uganda-Hilfe der Gemeinde, die gerade ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert hat. Mit einem Patenprojekt sollen Jugendliche, deren Familien von HIV betroffenen sind, unterstützt werden. Viele der Frauen in der Runde haben selbst eine Patenschaft übernommen – oder gleich zwei.

Nähen mit Stoffen aus Uganda

„Zu Beginn haben wir für unsere Gemeinde selbst gesammelt“, erzählt Ingrid Wirling. Eine neue Orgel musste her. Der damalige Kirchenvorsteher Konrad Gut schlug dann vor, auch Hilfe für soziale Zwecke im Ausland zu leisten. „Die Orgel haben wir inzwischen“, sagt Wierling. „Seither arbeiten wir für Brasilien und Uganda.“ Von dort hatte dann auch die Vorsitzende der Brasilien-Uganda-Hilfe, Antonia Heinrich, der Kreativen Runde die Stoffe mitgebracht.

Die Kreative Runde: Ingrig Wierling (von links), Elfi Döhler, Rosemarie Rüter, Mechthild Jaschik, Sonja Steike, Annegret Weinrich, Stefanie Strominski – und nach den Sommerferien sicher wieder einige mehr. Quelle: Alina Stillahn

Was sie daraus Schönes zaubern können, besprechen die Frauen an jedem ersten Mittwoch des Monats. Doch zusammen nähen können sie nicht. Es sei einfach zu umständlich, immer eine Nähmaschine mitzubringen, erklärt Mechthild Jaschik. Stattdessen diskutierten sie, was sie fertigen wollen, und verteilten die Aufgaben. Selbstverständlich tauschten sie auch Materialien aus. „Wir schauen, dass wir möglichst wenig Materialen kaufen müssen“, sagt Jaschik. Die Handarbeiten wollten sie nicht zu teuer anbieten und trotzdem noch genug Spenden sammeln.

Schuhe zu Weihnachten

Dabei ist ihnen besonders wichtig, zielgerichtet helfen zu können. „Es ist immer schön, wenn irgendwas wirklich dahinter steht“, sagt die dienstälteste Elfi Döhler. Seit den Siebzigerjahren bringt sie sich in der Gemeinde kreativ ein. Im vergangenen Jahr haben sie Mädchen in Uganda mit Hygieneartikeln versorgt. „Damit sie wieder zur Schule gehen können“, erklärt Strominski. In diesem Jahr soll es zu Weihnachten Schuhe für die Kinder geben.

Woher sie all die Ideen dazu bekommen? „Wir haben hier einen Haufen Bücher“, sagt Jaschik, aber auch das Internet sei ziemlich hilfreich. Zeit für eine Näh-Pause bleibt ihnen jedoch nicht. Die zehn Aufträge warten, und bald ist ja auch schon wieder Weihnachten. Da braucht es viele neue Ideen für den Basar. „Aber das kriegen wir alles hin“, sagt Jaschik.

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Von Alina Stillahn

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