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Burgwedel Innenstadt soll Sanierungsgebiet werden
Umland Burgwedel Innenstadt soll Sanierungsgebiet werden
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00:19 15.12.2018
22,8 Hektar umfast das von der Stadtverwaltung geplante Sanierungsgebiet in Großburgwedel. Es liegt zu beiden Seiten der Straße im Mitteldorf und Hannoversche Straße. Außerdem fällt auch das Rathaus in das Plangebiet. Quelle: Grafik: Llorens; Quelle: Stadt Burgwedel/GoogleEarth
Großburgwedel

Dieses Thema birgt Zündstoff: Am Donnerstagabend soll der Rat eine vorbereitende Untersuchung für eine Sanierung der Großburgwedeler Innenstadt auf den Weg bringen. Ein entsprechender Antrag der Stadt steht unter Top acht auf der Tagesordnung des Kommunalparlaments. Die Stadt möchte auf diesem Wege an zusätzliche Fördertöpfe gelangen, Hausbesitzer und Grundstückseigentümer befürchten hingegen eine Einschränkung ihrer Rechte.

 „Die wird es nicht geben, zumindest nicht mit dem jetzt zur Diskussion stehenden Ratsbeschluss“, sagt Oliver Götze. Der Leiter des städtischen Bauamtes hat den Ratsantrag formuliert. „Uns geht es im ersten Schritt darum, ein Konzept für die Stadt zu entwickeln. Wir wollen Großburgwedel fit für die Zukunft machen“, erläutert Götze.

Und er hat auch schon einige Ansatzpunkte parat: „Wir müssen bauliche und soziale Antworten auf die Probleme einer alternden Gesellschaft finden, wir müssen die Großburgwedeler Innenstadt so gestalten, dass sie im Wettbewerb mit Internetplattformen bestehen kann und wir müssen Straßen, Plätze und Häuser attraktiv gestalten“, zählt Götze auf. Um dies alles planen zu können sind nach seinen Worten Voruntersuchungen notwendig. Die will der Bauamtschef nun anschieben. Um auch externe Berater in diesen Prozess einbinden zu können, sind in dem vorliegenden Antrag auch 25.000 Planungskosten aufgenommen.

Außerdem macht Götze keinen Hehl daraus, dass die Stadt durchaus Fördergelder gebrauchen kann. „Mit den anstehenden Sanierungen von Gymnasium und Sporthalle kommen auf Burgwedel teuere Projekte zu. Da kämen uns natürlich Mittel aus öffentlichen Töpfen gerade recht“, sagt er. Auch um an Gelder aus diesen Kassen heranzukommen, ist die jetzt beantragte vorbereitende Untersuchung notwendig. Denn: Projekte in Sanierungsgebieten werden gemeinsam von dem Bund, dem Land und der Kommune bezahlt. Jeder steuert ein Drittel der Gelder bei.

Das Problem für Haus- und Grundbesitzer: Wird ein Teil von Burgwedel zu einem Sanierungsgebiet, dann gelten für die Haus- und Grundstückseigentümer in dem Bereich besondere Auflagen. So können sie beispielsweise ihr Eigentum nicht so ohne weiteres mehr verkaufen. In solchen Fällen prüft die Stadt, ob ein Verkauf den Sanierungszielen entgegenstehen würde. „Wir sehen durchaus die positiven Möglichkeiten eines Sanierungsgebietes“, sagt Frank Scharpenberg. Er ist Geschäftsführer des WohnParks Großburgwedel. Sein Betrieb hat Grundstücke in den jetzt zur Debatte stehenden Gebiet. „Uns ist wichtig, dass die Stadt mit dem Vorhaben transparent umgeht und hier nichts über die Köpfe der Menschen hinweg entschieden wird“, sagt er.

„Das wird es nicht“, verspricht Götze. Zumal es erst nach einem formalen Satzungsbeschluss für ein Sanierungsgebiet zu Konsequenzen für Grundeigentümer kommen kann. „Und solch ein Beschluss könnte frühestens im Sommer 2020 getroffen werden“, sagt der Baumtsleiter. Spätestens dann wird das Thema erneut auf der Tagesordnung des Rates stehen. Außerdem muss auch das Land bereit sein, ein Sanierungsgebiet in das Städtebauförderungsprogramm aufzunehmen.

Die heutige Sitzung des Kommunalparlaments beginnt um 19 Uhr im Amtshof in Großburgwedel.

Von Thomas Oberdorfer

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