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Burgwedel So war der Tag des Heimatvereins
Umland Burgwedel So war der Tag des Heimatvereins
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00:18 06.10.2018
Schmied Rolf Zimmermann beschlägt Pferd Wencke neu. Die Besucher auf dem Hof Büchtmann schauen interessiert zu.
Schmied Rolf Zimmermann beschlägt Pferd Wencke neu. Die Besucher auf dem Hof Büchtmann schauen interessiert zu. Quelle: Julia Polley
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Thönse

Reges Treiben herrschte am Tag der Deutschen Einheit auf Hof Büchtmann in Thönse: Der Heimatverein für das Kirchspiel Engensen, Thönse und Wettmar hatte zum Tag des Heimatvereins eingeladen – und zahlreiche Besucher kamen. Viele nutzten den Feiertag für einen Familienausflug, und besonders für die Kinder gab es viel zu entdecken.

Zahlreiche Besucher kamen zum Tag des Heimatvereins für das Kirchspiel Engensen, Thönse und Wettmar auf den Hof Büchtmann.

Für Thönse bedeutete der Tag eine Premiere: Nach Engensen im vergangenen Jahr wurde diesmal auf dem Hof Büchtmann und den beiden Nachbarhöfen gefeiert. „Wir rotieren zum zweiten Mal“, sagte Michael Kranz vom Vorstand des Heimatvereins. „Es ist aber nicht so, dass wir die Reihenfolge der drei Orte sklavisch einhalten müssen.“ Durch das Rotieren der Gemeinschaftsveranstaltung durch die Ortschaften soll das Miteinander der drei Dörfer gestärkt werden. Früher hatte der Verein nur in die Heimatstube nach Wettmar eingeladen. Wo der Tag im nächsten Jahr gefeiert werden soll, steht noch nicht fest.

Der Heimatverein nutzte diese Veranstaltung, um den Besuchern zu zeigen, wie groß der eigene Fundus an alten Geräten für Ackerbau und Landwirtschaft ist. Die Besucher konnten zum Beispiel eine Schrotmühle in Betrieb erleben. „Es bringt nichts, Geschichte hinter verschlossenen Türen zu haben“, sagte Kranz. Es sei wichtig, besonders den Kindern zu zeigen, wie es früher war. „Wir sind quasi das Gedächtnis der Orte.“

Altes Sägewerk als Highlight

Als „das Highlight“ bezeichnete Achim Ristenpart, Vorsitzender des Heimatvereins, ein altes Sägewerk, das Heiner Müller auf seinem Hof nebenan den Besuchern präsentierte. Die Säge zerschnitt einen dicken Kiefernstamm. In einer extra gebauten Scheune nutzt der 66-Jährige die alte Technik noch regelmäßig.

Doch auf den Höfen Büchtmann, Müller und Koss gab es noch mehr zu entdecken: Während die vierjährige Hannah stolz eine Runde auf dem Friesen Wencke ritt, hämmerte Janna (5) zusammen mit ihrem Großvater Nägel in ein Stück Holz und gestaltete so ein Herz. Wenig später zeigte Schmied Rolf Zimmermann, wie ein Pferd beschlagen wird. Engensens Ortsbürgermeister Friedhelm Stein und seine Frau Ulla verkauften frisch gepressten Apfelsaft von den kommunalen Streuobstwiesen des Ortes. Der Treckerclub Thönse unterstützte den Heimatverein und hatte einige alte Fahrzeuge auf den Hof Büchtmann gefahren. Und auch der Thönser Ortsrat half tatkräftig mit. Insgesamt waren 30 Ehrenamtliche im Einsatz.

„Dies sollte ein echter Familientag sein – kein hektischer Eventtag“, sagte Kranz. „So finde ich es gut.“ Felix Bartels vom Heimatvereinsvorstand freute sich ebenfalls über ein gelungenes Fest. „Auch das Wetter passt.“ Genauso äußerten sich Besucher zufrieden: Familie Trappe aus Altwarmbüchen genoss den Tag auf dem Hof – „für die Kinder ist es hier sehr spannend“, sagte Mutter Nora. „Man guckt immer, was man an einem freien Tag machen kann“, sagte Alexander Franke, der mit seinen Söhnen Friedrich und Leonhard (beide 4) gekommen war. „Alles, was sich bewegt, geht bei den Jungs immer.“

Von Julia Polley