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Burgwedel Übung: Feuerwehr rettet vier Personen aus brennendem Haus
Umland Burgwedel Übung: Feuerwehr rettet vier Personen aus brennendem Haus
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00:21 02.05.2019
Übung der Freiwilligen Feuerwehr Großburgwedel in der Straße An der Wedel. Quelle: Thomas Oberdorfer
Großburgwedel

Zum Glück war es nur eine Übung – aber das wussten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Großburgwedel nicht, als am Montagabend plötzlich die Sirenen im Ort aufheulten. Sie wurden über die Rettungsleistelle in Hannover zum Einsatzort in der Straße An der Wedel gerufen. Die Lage in der kleinen Straße: Im Haus Nummer vier war ein Feuer ausgebrochen, vier Personen waren von den Flammen eingeschlossen.

33 Feuerwehrleute am Einsatzort

Und die Szenerie war realistisch. Maschinen sorgten für reichlich Nebel, der kaum von Rauch zu unterscheiden war. Er quoll beim Eintreffen der Einsatzkräfte aus mehreren Fenstern und unter Dachziegeln hervor. Dennoch: Es dauerte nicht lange, dann hatten die Feuerwehrleute erkannt, dass es sich lediglich um eine Übung handelte. „Das war beim Öffnen der Haustür klar. Ich kenne die Geräusche, die die Nebelmaschinen machen“, sagte Einsatzleiter Jörn Neber. Er kommandierte an dem Abend die Truppe von 33 Feuerwehrleuten am Einsatzort.

Das Haus soll abgerissen werden

Nicht in Einsatzmontur, dafür mit Block und Bleistift bewaffnet beobachteten derweil Ortsbrandmeister Carsten Rüdiger und sein Stellvertreter Tibor Biczok vom Nachbargrundstück aus das Geschehen. Rüdiger hatte die Idee zu der Übung. Und die war eher durch Zufall geboren. „Ich hatte in der vergangenen Woche erfahren, dass das leerstehende Haus in den nächsten Tagen abgerissen werden soll. Einen besseren Ort für eine Übung gibt es einfach nicht“, sagte er und entwickelte gemeinsam mit seinem Stellvertreter das Szenario.

Und das enthielt für die Einsatzkräfte auch einige Überraschungen. So musste eine bewusstlose Person – dargestellt vom feuerwehreigenen Dummy – aus dem zwar leeren, aber immerhin 1,70 tiefen Tauchbecken im Saunabereich des Hauses geborgen werden. „Das war für die Feuerwehrleute in voller Montur eine echte Herausforderung“, erklärte Rüdiger nach erfolgter Rettung. Immerhin wiegt der Dummy gut 75 Kilogramm.

Mann muss über Glasdach gerettet werden

Nicht minder einfach gestaltete sich die Rettung einer Person aus dem ersten Stock. Der Mann stand auf dem Balkon des Hauses. Flammen – so das Szenario – machten eine Flucht durch das Treppenhaus unmöglich. Das Problem: Die Hauseigentümer hatten einst einen großen Wintergarten rund um den Balkon gebaut. Die Feuerwehrleute mussten somit mit Leitern einen Rettungsweg über das Glasdach aufbauen. Und prompt gab es die einzige Panne des Abends: Einer der Feuerwehrleute brach mit einem Fuß durch das Glasdach, verletzte sich dabei aber nicht. Dennoch klappte die Rettung des Hausbewohners auf diesem Weg.

Nach einer Stunde ist „Feuer“ aus

Gut eine Stunde benötigten am Ende die Brandbekämpfer, um die vier Personen aus dem Haus zu retten und das Feuer zu löschen. „Das war in Ordnung“, erklärte Rüdiger nach Abschluss der Übung. Auch wenn es bereits die zweite größere Übung für die Großburgwedeler Feuerwehrleute in diesem Jahr war, die letzte war es mit Sicherheit noch nicht – zumal, wenn sich noch einmal eine solch gute Gelegenheit mit einem Haus bieten sollte, dass abgerissen werden soll.

Übrigens: Am Ende des Einsatzes entzündeten die Feuerwehrleute doch noch ein kleines, echtes Feuer – in einem Grill am Feuerwehrhaus zur Nachbesprechung des Einsatzes.

Übungseinsatz der Freiwilligen Feuerwehr Großburgwedel.

Von Thomas Oberdorfer

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