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Garbsen Der Südlink rückt wieder näher an Garbsen
Umland Garbsen Der Südlink rückt wieder näher an Garbsen
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00:22 18.11.2018
"Der Kampf geht weiter": Wilfried Aick berichtet dem Ortsrat Garbsen von den Tennet-Plänen. Quelle: Gerko Naumann
Garbsen

Führt die Stromtrasse Südlink demnächst durch die Stadtteile Frielingen, Horst und Altgarbsen, weiter durch Seelze bis Ronnenberg? Diese Befürchtung äußerte Wilfried Aick, Sprecher der Garbsener Bürgerinitiativen gegen den Südlink, am Mittwochabend im Ortsrat Garbsen. Hintergrund ist ein Schreiben des Netzbetreibers Tennet an Bürgermeister Christian Grahl über „Anpassungen des Korridornetzes in ihrer Region“.

Aick: „Die Bedrohung ist zurück“

Darin teilt das Unternehmen mit, dass es sich von einer möglichen Variante, dem sogenannten Trassenkorridorsegment TKS 57, der Stromtrasse zwischen Schloß Ricklingen und Luthe Richtung Ostermunzel verabschiedet hat. Für Aick bedeutet das: „Die Bedrohung ist zurück, denn die einzig übrige Variante im Westen rückt viel näher an Garbsen heran.“

Das Trassenkorridorsegment (TKS) 58 durch Garbsen und Seelze verläuft von Frielingen nach Horst durch die Garbser Schweiz. Variante 57 wird nicht mehr verfolgt. Quelle: Tennet

Es geht um die Energiewende

Seit 2016 wird von den Netzbetreibern die Errichtung einer Gleichstromleitung als Erdkabel von Schleswig-Holstein nach Bayern vorbereitet. Windstrom von der Küste soll mithilfe dieser Leitung nach Süden transportiert werden. Das Projekt ist Teil der Energiewende. Die Garbsener Initiative hoffe nach wie vor, dass die Trasse durch den Osten der Region Hannover führen wird, sagte Aick. Sicher sei das aber keinesfalls. Auch dort gebe es Widerstand, „vor allem die Bauern werden munter“.

Neuer Protest angekündigt

Was bedeutet die Entscheidung von Tennet also für die Bürgerinitiativen in Garbsen? „Wir müssen immer mit dem Schlimmsten rechnen“, sagte Aick. Die Garbsener, die in der Nähe der geplanten Trasse leben, hätten Angst vor Strahlung und dem Wertverlust ihrer Grundstücke. Deshalb müsse der Protest „für mehr Lebensqualität in Garbsen“ weitergehen. Sollte das keinen Erfolg haben, werde die Bürgerinitiative im folgenden Planfeststellungsverfahren sogar vor Gericht ziehen. „Niemand will das, aber notfalls werden wir es tun“, kündigte Aick an. Garbsens Erster Stadtrat, Walter Häfele, versicherte im Ortsrat Horst: „Wir kämpfen dafür, dass es nicht so weit kommt.“ Von der Westtrasse wären geplante Neubaugebiete betroffen.

In Frielingen, das von beiden Trassenvarianten im Westen betroffen gewesen wäre, hatte es bereits 2016 Proteste gegeben. Schon damals hatte ein Tennet-Sprecher angekündigt, dass es eine "konfliktfreie Lösung" nicht geben kann. Die aktuelle Tennet-Planung ist im Internet unter www.tennet.eu einsehbar.

Die Garbsener Bürgerinitiativen gegen den Südlink protestieren in Frielingen. Quelle: Gerko Naumann (Archiv)

Von Gerko Naumann

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