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Garbsen Corona: Netzwerk organisiert Hilfe beim Einkaufen
Umland Garbsen

Corona in Garbsen: Netzwerk der Diakonie organisiert Hilfe beim Einkauf

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12:18 19.03.2020
Einkaufen in der Corona-Krise: Das Diakonische Werk will Ehrenamtliche und Hilfebedürftige in Garbsen zusammenbringen. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa (Symbolbild)
Garbsen

Krisen können auch positive Effekte haben. Die Menschen rücken zusammen, für viele ist Solidarität selbstverständlich. Rebekka Hinze aus Horst weiß das, denn sie hat es in im Jahr 2015, als viele Flüchtlinge nach Deutschland kamen, erlebt. Das Netzwerk, das sie in dieser Zeit aufgebaut hat, will sie nun wieder nutzen, um Nachbarschaftshilfen in Garbsen in Zeiten der Ausbreitung des Coronavirus zu organisieren.

Netzwerk macht sonst Flüchtlingshilfe

„In der Flüchtlingshilfe können wir derzeit nicht viel tun, da wir die Unterkünfte wegen des Virus gar nicht betreten dürfen“, berichtet Hinze. Deshalb haben die Verantwortlichen des Diakonischen Werkes „ihren Fokus verändert“, wie die Koordinatorin sagt. Sie suchen nun zum einen weitere Ehrenamtliche, die für ältere, geschwächte oder verunsicherte Menschen einkaufen gehen. Und zum anderen und nicht zuletzt Menschen, die diese Hilfe in Anspruch nehmen wollen. „Es ist nämlich gar nicht so leicht, an die heranzukommen“, sagt Hinze.

Stadt Garbsen vermittelt freiwillige Helfer

Die Freiwilligenagentur der Stadt Garbsen bietet Menschen, die das Haus nicht verlassen können oder wollen, ebenfalls Hilfe an. Die Verantwortlichen haben eine Vermittlungsbörse gegründet, für die sich Freiwillige melden können. Gleichzeitig erhalten Menschen, die Unterstützung bei Einkäufen oder Besorgungen brauchen, einen Ansprechpartner. Es werden mit allen Beteiligten Sicherheitsmaßnahmen abgesprochen, teilt Stadtsprecherin Christina Lange mit.

Wer sich engagieren will, zwischen 18 und 50 Jahren alt ist und keine Vorerkrankungen hat, kann sich bei Sabrina Jankowski von der Freiwilligenagentur unter Telefon (05131) 707574 oder per E-Mail an freiwilligenagentur@garbsen.de melden. Wer Hilfe sucht, erreicht Heike Müller-Schulz unter Telefon (05131) 707291 und per E-Mail an seniorenberatung@garbsen.de.

Ganz praktisch funktioniert die Nachbarschaftshilfe dann etwa so: Rebakka Hinze vermittelt die Ehrenamtlichen und die Hilfebedürftigen in den einzelnen Stadtteilen. Die telefonieren dann miteinander, um zu klären, was eingekauft werden soll. Der Helfer legt das Geld aus und bringt die Einkaufstüte zum anderen nach Hause. „Bei der Übergabe der Waren und des Geldes sollten beide aufgrund der aktuellen Lage Abstand halten“, rät Hinze.

So erreichen Sie das Diakonische Werk

Info: Hilfebedürftige und potenzielle Ehrenamtliche melden sich beim Diakonischen Werk Hannover unter Telefon (0511) 3687108 oder per E-Mail an hilfe@dw-h.de. Sie werden dort an Rebbeka Hinze weitervermittelt, wenn sie in Garbsen wohnen. Weitere Informationen und einen Flyer zum Aushängen und Verteilen gibt es im Internet auf www.diakonisches-werk-hannover.de.

Es muss nicht alles schlimm und beängstigend sein in diesen Zeiten der Corona-Krise. Wir suchen jetzt Ihre guten Ideen und mitmenschlichen Taten, um über sie zu berichten. Haben Sie uns etwas mitzuteilen? Dann schreiben Sie der Redaktion eine E-Mail an die Adresse garbsen@haz.de.

Von Gerko Naumann

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