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Garbsen Hunderte feiern das erste Garbsener Stadtschützenfest
Umland Garbsen Hunderte feiern das erste Garbsener Stadtschützenfest
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00:18 30.04.2019
Beim Bieranstich eröffneten Peter Hahne (von links), Thomas Otremba, Herrenhäuser-Vertriebsleiter Tim Kaiser und Bürgermeister Christian Grahl das erste Garbsener Stadtschützenfest. Quelle: Ann-Christin Weber
Meyenfeld

Souverän mit zwei Hammerschlägen stach Ortsbürgermeister Peter Hahne aus Meyenfeld den Hahn in das 50-Liter-Fass und eröffnete am Freitagabend mit Freibier das erste Garbsener Stadtschützenfest. Garbsens Bürgermeister Christian Grahl zapfte anschließend Krug um Krug für die durstigen Besucher auf dem Meyenfelder Festplatz an der Leistlinger Straße. „Das Konzept ist ganz neu, deswegen war der Anstich ein spannendes und großartiges Gefühl“, sagte Grahl.

Freibier als Startschuss: Mit dem Anstich eröffnen Ortsbürgermeister Peter Hahne und Bürgermeister Christian Grahl das erste Garbsener Stadtschützenfest.

 

Premiere soll Neugier wecken

„An den Nachmittagen war das Fest eher wenig besucht, so wie in den vergangenen Jahren“, bemerkte Lydia Thiliant noch etwas enttäuscht am Sonnabendnachmittag. Sie unterstützt das Meyenfelder Schützenfest seit vielen Jahren mit Buden. Abends füllte sich der Festplatz deutlich: 800 Besucher zählte das Organisationsteam der Meyenfelder Schützen zum Abtanzen zur Musik der Bayernstürmer – die Karten waren restlos ausverkauft. Und auch am Sonntagmittag drängten sich die Besucher zur festlichen Proklamation im Zelt. Gespannt warten die Gäste darauf, dass das Geheimnis um den ersten Stadtschützenkönig gelüftet wurde.

Für Holger Leister, Vorsitzender des Vereins Träumer, Tänzer und Artisten, der sich am Kindertag am Stadtschützenfest beteiligt hatte, ist es nur logisch, dass der Anfang nicht ohne Hürden ist. „Das ist eine Entwicklung und wird Zeit brauchen, um sich zu etablieren“, sagte Leister. Der Anfang sei gemacht, das sei eine Chance für etwas Neues in Garbsen. Ähnlich denkt auch die Stadtverwaltung, die dieses Fest jährlich mit 6000 Euro fördern wird. „Es wird erstmal Interesse und Neugierde geweckt. Jedes Jahr wird das mehr“, sagte Grahl zuversichtlich.

Sonst kocht jeder sein eigenes Süppchen

Beim Stadtschützenfest soll es allerdings um viel mehr gehen als nur um die Festivität. Thomas Otremba, Vorsitzender des Schützenvereins Meyenfeld, hatte die Idee für das Konzept. „Wir sind als Schützenvereine Hüter von Traditionen“, sagte Otremba. Es sei die Aufgabe aller Vereine, das kommunal zu schützen. Bürgermeister Grahl sieht in dem Fest vor allem die Möglichkeit, Dörfer und Stadtteile zusammenzuführen.

Bei vielen Besuchern kam der Gedanke sehr gut an. „Sonst kocht jeder Verein sein eigenes Süppchen. Hier trifft man sich wenigstens tatsächlich aus allen Ortsteilen“, sagte Marco Ewald aus Meyenfeld. Die eher wenigen Besucher am Freitag gingen aber auch ihm durch den Kopf. Am Fest läge das nicht. „Das Wetter macht da gerade einen Strich durch die Rechnung. Selbst von uns Meyenfeldern sind wenige da“, sagte Ewald.

Bayernstürmer rocken das Zelt

Volles Zelt hieß es dagegen beim Partyabend mit den Bayernstürmern am Sonnabend. „Das ist eine tolle Party – wir kommen schon mal zum Schnuppern“, sagte Andreas Eckwert von den Schloß Ricklinger Schützen. Der Verein richtet das Stadtschützenfest in drei Jahren aus. „Tolle Stimmung, das Fest wird sich bestimmt etablieren“, sagte Havelses Schützenkönigin Sonja Neumann-Hornig. „Das Zelt hätte größer sein können, es ist sehr eng“, meinte dagegen ein Paar aus Meyenfeld. Auch bei den kulinarischen Angeboten sei noch Luft nach oben.

Waren Sie, verehrte Leser, am Freitag oder Sonnabend dabei? Haben Sie eine Meinung zur Festidee? Was haben Sie in Meyenfeld erlebt? Schreiben Sie uns per Mail an garbsen@haz.de oder via facebook.com/HAZGarbsen – vielen Dank.

Von Ann-Christin Weber und Jutta Grätz

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