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Garbsen AfD lehnt Neubau der IGS Garbsen ab
Umland Garbsen

Garbsen: AfD lehnt Neubau der IGS Garbsen ab

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10:46 29.11.2019
Die AfD fordert „mehr Rationalität“ in der Diskussion um einen möglichen Neubau der IGS Garbsen. Quelle: Gerko Naumann
Garbsen

Die AfD im Rat der Stadt Garbsen spricht sich als erste Partei gegen einen Neubau der IGS und der Grundschule Garbsen-Mitte aus. Der Fraktionsvorsitzende Manfred Kammler wirft sogar die Frage auf, warum die anderen Politiker und die Verwaltung „das Projekt IGS parteiübergreifend kurzfristig als alternativlos durchpeitschen“ wollen. Er spricht sich für „mehr Rationalität“ im Umgang mit dem emotional aufgeladenen Thema aus.

Der AfD-Fraktionsvorsitzende Manfred Kammler spricht sich gegen einen Neubau der IGS Garbsen aus. Quelle: Gerko Naumann

Zum Hintergrund: Im Sommer 2017 stellte sich heraus, dass der Brandschutz der IGS erhebliche Mängel aufweist. Daraufhin gab die Stadtverwaltung mehrere Gutachten in Auftrag und sprach sich eindeutig für einen Neubau aus. Ein weiteres von den Politikern im Rat angefordertes Gutachten ergab, dass ein Neubau etwa 80 Millionen Euro kosten würde. Damit wäre er, so die Experten, günstiger als eine Sanierung (106,5 Millionen Euro). Allerdings haben die Architekten für den Neubau auch rund 5000 Quadratmeter weniger vorgesehen als die Größe der existierenden Schule.

AfD zweifelt die Zahlen an

Die AfD zweifelt nun die Zahlen für die Kosten an. „Bis zur Fertigstellung der neuen Schule ist von einem Finanzbedarf von realistisch 140 Millionen Euro auszugehen“, heißt es in einer Stellungnahme. Diese Investition würde eine Stadt wie Garbsen überfordern. Die Folge wären, so die AfD, Einsparungen bei den Zuwendungen für Vereine und freiwilligen Leistungen – etwa bei den Schwimmbädern. Künftig würden nicht mehr die Politiker in Garbsen, sondern die Kommunalaufsicht über Ausgaben entscheiden, befürchtet Kammler. Der Fraktionsvorsitzende fasst zusammen: „Garbsen wäre praktisch pleite.“

So weit muss es aber gar nicht kommen, findet die AfD. Ihrer Ansicht nach ist eine „sukzessive Sanierung“ möglich, also eine Sanierung in mehreren Abschnitten. Das gäben auch die Gutachten her, sagt Kammler – und zitiert etwa aus den Angaben zum Brandschutz, wo es heißt, dass keine Bedenken gegen den „unbefristeten Weiterbetrieb der Schule“ bestünden. Auch ein „freiwilliges Gegengutachten“ des Ingenieurs Ernst-August Münkel aus Stelingen sei von Stadt und Politik „in keiner Weise einbezogen“ worden. Münkel geht ebenfalls davon aus, dass eine Sanierung möglich und deutlich günstiger wäre als ein Neubau.

Rat entscheidet am 9. Dezember

Die grundsätzliche Entscheidung über einen Neubau der Schulen in Garbsen-Mitte wird für die Ratssitzung am Montag, 9. Dezember, erwartet. Beginn ist um 18.15 Uhr im Ratssaal des Rathauses.

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Von Gerko Naumann

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