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Garbsen Akkordeon-Orchester zeigt beim Jahreskonzert musikalische Bandbreite
Umland Garbsen

Garbsen: Akkordeon-Orchester zeigt beim Jahreskonzert musikalische Bandbreite

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15:01 28.10.2019
Mal energisch, mal gefühlvoll: Wie viel in ihren Instrumenten steckt, zeigen die Musiker des Akkordeon-Orchester Osterwald beim Jahreskonzert. Quelle: Linda Tonn
Auf der Horst

„Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie, was man bekommt“: Diese schlichte Weisheit verkündete Forrest Gump im gleichnamigen Film 1994. Er sitzt auf einer Bank, die Pralinenschachtel auf den Knien – begleitet von Alan Silvestris ebenso eingängiger wie ergreifender Titelmelodie. Ein bisschen Hollywood nach Garbsen bringen, das hatte sich das Akkordeon-Orchester Osterwald für sein Jahreskonzert vorgenommen. Es ist gelungen.

Pralinen auf den Stühlen

Schon die Details stimmten: Das Publikum fand in der ausverkauften Aula am Planetenring kleine Pralinen auf den Stühlen. Und mit dem knapp zweistündigen Programm konnten die fast 20 Musiker unter der Leitung von Svitlana Zinndorf die Aussage des Filmhelden voll erfüllen – es war nicht vorherzusehen, welche Musik im nächsten Moment ertönen würde: Die Titel waren überraschend laut, energisch und bewegt, mit Pfeifen und Juchzern, und dann plötzlich melodisch, eindringlich und sanft.

Irische Klänge trugen das Publikum ins Konzert hinein. „The King of Irish Dancing“ von Geoffrey D. Barlow ist ein Stück, komponiert für ein Akkordeon-Orchester, in dem sich die Instrumente entfalten konnten, aber noch im Erwartbaren blieben: Musik zum Schunkeln und um von grünen Hügeln zu träumen. Die große musikalische Bandbreite zeigte sich dann spätestens bei „Russisch“ von Jo Knümann. Auf nachdenkliche und ruhige Passagen folgten kraftvolle Klänge und Rhythmen, die vereinzelte Zuschauer zu einem zaghaften Klatschen animierten. Dann wurde es schlagartig wieder spannungsvoll und leise.

Viel Applaus nach den Stücken

„Was in so einem Stück so drinsteckt“, bemerkte Markus Holz, der gemeinsam mit Lina Herrmann durch das Programm führte. Und auch aus den Reihen der Zuschauer entlud sich das gespannte Zuhören in einem begeisterten Applaus.

Wie viel auch in einem Akkordeon – das oftmals eher mit Gemütlichkeit und Seefahrt in Verbindung gebracht wird – steckt, zeigte sich beim nächsten Titel: Im Original begleiten Trompeten, Piano, Streicher und ein ganzer Chor die Sängerin Adele bei der Pophymne „Skyfall“, Titelmelodie des gleichnamigen James-Bond-Films. Scheinbar mühelos übernahm das Orchester diesen Part, begleitet von den Solisten Paul Rodenbeck am Flügel und dem gefühlvollen Gesang von Greta Söderberg.

Mal laut, mal leise, mal gefühlvoll, mal fröhlich, mal Klassik, mal Pop: Beim Jahreskonzert in der Aula am Planetenring in Garbsen hat das Akkordeon-Orchester Osterwald im ausverkauften Saal ein vielfältiges Programm präsentiert.

Gute Mischung im Programm

Mit der Auswahl der Stücke ist es den Musikern gelungen, jede Atempause im Programm mit einem rhythmischen Stück wie dem Medley zur Operette „Im weißen Rößl“ aufzulockern. So folgten etwa auf Filmmusik eine brasilianische Samba („Mas que nada“) und auf Folk-Rock von Simon & Garfunkel ein Mambo von Pablo Beltrán Ruiz („Sway“) – eine bunte Pralinenmischung eben.

Dann schlug Pianist Rodenbeck die ersten Töne von Silvestris Titelmelodie an – und in den nächsten träumerischen Minuten waren die Zuschauer dann auch ganz nah dran an Forrest Gump und seiner Lebensphilosophie.

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Von Linda Tonn

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