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Garbsen Baukosten für den Badepark steigen um 2 Millionen Euro
Umland Garbsen

Garbsen: Baukosten für den Badepark steigen um 2 Millionen Euro

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15:43 01.11.2019
Auch Probleme beim Einbau der seitlichen Spundwände haben Mehrkosten verursacht. Quelle: Linda Tonn
Berenbostel

Der Neubau des Badeparks Berenbostel wird um mehr als 2 Millionen Euro teurer als geplant. Bislang waren im Haushalt der Stadt Garbsen 23,4 Millionen Euro dafür vorgesehen – die Summe wird sich auf Gesamtkosten in Höhe von 25,7 Millionen Euro erhöhen. Das geht aus einer Beschlussvorlage hervor, über die die Ratsmitglieder am kommenden Montag beraten werden.

Drei Kostentreiber

In einem Bericht schlüsselt die Düsseldorfer Gesellschaft für Projektmanagement pmd auf, welche Entwicklungen für die Mehrkosten verantwortlich sind. Dabei lassen sich drei Bereiche ausmachen: Zum einen ist der bislang abgeschlossene Bau schon jetzt teurer als gedacht. Dazu kommen Änderungen am Projekt, deren Kosten noch aufgenommen werden müssen. Drittens wird der Stadtverwaltung vorgeschlagen, einen finanziellen Puffer für noch zu vergebende Aufträge einzuplanen.

„Unter Berücksichtigung der bereits entstandenen Mehrkosten, der vorgesehenen Projektänderungen und des Kostenpuffers entsteht ein Bedarf von 25,7 Millionen Euro“, schreibt pmd. Diese Summe soll im Haushalt 2020 für den Badepark vorgesehen werden.

Die Stadtverwaltung hat nach eigenen Angaben bereits etwas weniger als die Hälfte aller Aufträge an Firmen verteilt. Knapp 9 Millionen Euro sind ausgegeben. Und schon jetzt zeigen sich deutlich die positive Konjunktur und entsprechende Preissteigerungen für die Bauleistungen – alle Gewerke verlangen mehr Geld als geplant. Einschätzungen von pmd zufolge entspricht das allerdings der „aktuellen Marktlage“. Die Mehrkosten der bereits erfolgten Aufträge lägen etwa 6 Prozent höher als ursprünglich berechnet. Diese Entwicklung bezeichnen die Projektmanager als „vergleichsweise moderat“.

Mit rund 691.000 Euro schlagen Mehrkosten für die Spundwände sowie die Preissteigerungen zu Buche. Teurer wird der neue Badepark auch, weil die ursprünglichen Pläne verändert wurden: Der Rudolf-Harbig-Weg zwischen Parkplatz und Vereinsheim des TSV Berenbostel soll ausgebaut werden. Das war bislang nicht als Teil der Bauarbeiten am Schwimmbad vorgesehen und kostet etwa 177.000 Euro.

Zusätzlich vorgesehen sind auch Sanierungen des Kinderspielplatzes und des Kinderplanschbeckens. Das war bislang noch nicht in den Kosten inbegriffen und schlägt mit rund 328.000 Euro zu Buche. Damit die künftigen Badegäste ihren Besuch im Schwimmbad flexibel verlängern können, will die Stadt einen sogenannten Nachzahlautomaten aufstellen. Das ermögliche abgestufte Eintrittspreise. Das Aufstellen des Automaten kostet etwa 18.000 Euro.

Zusätzliche Nebenkosten berücksichtigen

Die Projektmanager von pmd weisen zudem darauf hin, zu den reinen Baukosten der vorgesehenen Projektänderungen auch die Honorare für die Planungen dafür zu berücksichtigen. Dadurch entstehen ihren Berechnungen zufolge Mehrkosten von etwa 87.000 Euro.

Um weiter flexibel auf die aktuelle Marktlage reagieren zu können, will die Stadt einen Kostenpuffer von einer Million Euro vorhalten. Bislang war darauf verzichtet worden. „Es muss damit gerechnet werden, dass entsprechende Mehrkosten auch bei der Vergabe weiterer Aufträge entstehen“, ist dem Bericht von pmd zu entnehmen. Daher werde dieser Puffer empfohlen.

Rohbau soll 2020 fertig sein

Aktuell laufen Arbeiten am wasserundurchlässigen Betonfundament. Bis Januar 2020 soll der Rohbau stehen, das Richtfest ist für kommenden Juni geplant. Ab Anfang April 2021 soll der Probebetrieb des Hallen- und Freizeitbades starten, die Eröffnung ist für Anfang Juni 2021 vorgesehen.

Baustellenkamera zeigt Fortschritt des Badeparks

Für den Sommer 2021 ist die Eröffnung des neuen Badeparks in Berenbostel geplant. Die Arbeiten dafür sind in vollem Gange. Ab sofort können interessierte Garbsener den Baufortschritt live verfolgen. Es wurde eine Baustellenkamera installiert, deren Bilder online abrufbar sind. Unter dem Link www.garbsen.de/baustellenkamera-badepark sieht man in Echtzeit, wie der Badepark von Tag zu Tag wächst. Die Bauarbeiten für das neue Schwimmbad in Berenbostel waren im Mai dieses Jahres gestartet. ton

Aus dem HAZ-Archiv: Die Chronik

10. Juli 2019: Die Spundwand ist gesetzt.

28. Mai 2019: Die Spundwand kommt.

25. Mai 2019: Der aktuelle Zeitplan.

15. Mai 2019: Der erste Spatenstich.

Januar 2019: Der Abriss des Freibades ist fast beendet.

November 2018: Der Abriss wird fortgesetzt.

November 2018: Freie Wähler fordern Baustopp.

November 2018: Die Stadt erteilt die Baugenehmigung – die SPD feiert.

Oktober 2018: Aus dem Park verschwindet das Grün.

August 2018: Der Ortsrat Berenbostel wird jetzt regelmäßig informiert.

Mai 2018: Die letzten Bilder aus dem alten Freibad.

Dezember 2017: Der Rat beschließt die Zwei-Bäder-Lösung.

November 2017: Der letzte Stand der Planung bei Venneberg & Zech.

Juni 2017: Was wird aus dem Hallenbad am Planetenring?

Februar 2017: Die SPD gewinnt auch die zweite Abstimmung pro Badepark.

Dezember 2016: Drei Einwohner starten neues Bürgerbegehren.

Mai 2016: Das Hallenbad wird abgerissen.

März 2016: Der Abriss des Freibades wird vertagt.

Januar 2016: 105 Bürger gründen den Freundeskreis Badepark.

6. September 2015: Letzter Badetag im Freibad.

Juli 2014: Badepark wird nach Überarbeitung der Pläne deutlich teurer.

Mai 2014: Architekten stellen ersten Entwurf öffentlich vor.

Januar 2014: Der Abriss des Hallenbades ist unumgänglich.

Von Linda Tonn

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