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Garbsen Das ist der weitere Zeitplan für den Bau des Badeparks
Umland Garbsen

Garbsen: Das ist der weitere Zeitplan für den Bau des Badeparks

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00:17 26.05.2019
Die Bauarbeiten am Badepark in Berenbostel haben begonnen.
Die Bauarbeiten am Badepark in Berenbostel haben begonnen. Quelle: Jutta Grätz
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Berenbostel

Nach dem ersten symbolischen Spatenstich in der zweiten Maiwoche haben die Tiefbauarbeiten für das Hallen- und Freizeitbad in Berenbostel begonnen. Dort, wo im Sommer 2021 das neue Hallenbad stehen wird, klafft eine riesige Baugrube. Ein Autokran der Garbsener Firma Schwarze wartet auf der Fläche an der Ludwigstraße ebenso auf seinen Einsatz wie die Bagger des Langenhagener Unternehmens Rähr, die die Baustelle eingerichtet hat. „Wir baggern in den nächsten zwei Wochen eine Fläche von rund 4000 Quadratmetern Boden aus“, sagt Geschäftsführer Karl-Heinz Rähr. Anschließend wird die Firma Heidorn sogenannte Spundwände aus Metall mit einem speziellen Vibrationsverfahren bis zu 17 Meter tief in den Boden rammen. „Die zwölf bis 22 Meter langen Spundwände verhindern, dass seitlich Wasser in die Baugrube dringt“, sagt Heidorn-Projektleiter Tobias Wölke.

Der genaue Terminplan für den Neubau des Badeparks in Berenbostel steht: Ende Juli soll der Bau des Hallen- und Freizeitbades beginnen, das Richtfest der Schwimmhalle ist für Juni 2020 geplant.

Richtfest voraussichtlich im Juni 2020

Die einzelnen Bauabschnitte sind genau geplant: Ende Juli soll der Bau beginnen, bis voraussichtlich Ende Januar 2020 soll der Rohbau stehen. Danach wird das Dach der Schwimmhalle vorbereitet. „Das Richtfest wollen wir Mitte Juni 2020 feiern“, sagt Hans-Jürgen Menzel, Leiter des Fachbereichs Hochbau bei der Stadt. Bis Mitte September 2020 soll der Bau der Fassade der Schwimmhalle abgeschlossen sein, anschließend beginnt der Innenausbau.

Auch das Freibad soll schon im Sommer kommenden Jahres Gestalt annehmen. Die Arbeiten für das Vordach, die Lagergebäude sowie den Zugang zum Freibad sollen Mitte Juni starten, danach folgt der Bau des neuen Außenbeckens aus Edelstahl und des Aufsichtsturms. Ab Mitte August 2020 werden die Außenanlagen des Badeparks gestaltet. Ab Anfang April 2021 soll der Probebetrieb des Hallen- und Freizeitbades starten, die Eröffnung ist für Anfang Juni 2021 vorgesehen.

Statusbericht informiert Öffentlichkeit

„Die Arbeiten für den Neubau des Badeparks liegen im Zeit- und im Kostenplan“, sagte Garbsens Bürgermeister Christian Grahl beim symbolischen Spatenstich. Ein regelmäßiger Statusbericht soll die Garbsener Politik und die Öffentlichkeit über die weiteren Baufortschritte und Termine informieren. Noch nicht fest steht der Termin der Grundsteinlegung. Bürgermeister Christian Grahl zufolge soll dabei auch der Freundeskreis zum Erhalt des Badeparks mitwirken. „Endlich wird gebaut“, sagt Sabine Obermann, die Vorsitzende des Freundeskreises. „Wir haben so lange für den Neubau des Badeparks gekämpft.“ Allerdings habe der symbolische Spatenstich, den Grahl gemeinsam mit Ortsbürgermeister Gunther Koch (CDU) vollzogen habe, für sie auch ein Geschmäckle. Alle wüssten, dass Grahl ein Schwimmbad viel lieber im Zentrum gebaut hätte, so Obermann.

SPD Garbsen kritisiert Spatenstich

Die Garbsener SPD hat sich kritisch zum Spatenstich als symbolischen Baubeginn des Badeparks geäußert. Sie wirft der Verwaltung vor, nicht rechtzeitig über den Termin informiert zu haben – und fühlt sich sogar ausgeladen. Viele Parteimitglieder hätten davon erst am Vorabend in der Sitzung des Ortsrats Berenbostel erfahren. Die Partei sei schon mehr als verwundert über solches Vorgehen, schreibt der Fraktionsvorsitzende Karsten Vogel. „Es war die SPD, die diesen Wiederaufbau gerade gegen erbitterten Widerstand des Bürgermeisters und der CDU erreicht hat“, sagte auch der SPD-Landtagsabgeordnete Rüdiger Kauroff. Diesen Erfolg ließe man sich nicht aus der Hand nehmen. In der umkämpften Frage um den Neubau eines Schwimmbads für Garbsen und der im Dezember 2017 beschlossenen Zwei-Bäder-Lösung hat der Rat vieles von dem umgesetzt, was die SPD in Garbsen seit Jahren gefordert habe.

Von Jutta Grätz