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Garbsen Pflegeleichte und kostengünstige Gräber: Stadt gestaltet Friedhöfe um
Umland Garbsen

Garbsen: Die Friedhöfe in Garbsen sollen schöner werden

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08:00 25.08.2019
„Ein Ort der Trauer, Besinnung und Erholung“: Der Friedhof Planetenring in Garbsen soll ab 2021 umgestaltet werden. Quelle: Gerko Naumann
Garbsen

Die beiden großen städtischen Friedhöfe in Garbsen sollen in den nächsten Jahren grundlegend umgestaltet und verschönert werden. Bis 2022 investiert die Stadt in die Flächen in Berenbostel und Auf der Horst rund 340.000 Euro. Anschließend sollen jährlich 50.000 Euro für die regelmäßige Erneuerung der Friedhöfe fließen.

Pflegeleichte und günstige Grabformen gewünscht

Das geht aus einer Beschlussvorlage der Verwaltung hervor. Mit dieser befassen sich in den nächsten Wochen die Politiker der Ortsräte, des Ausschusses für Umwelt und Stadtentwicklung und der Rat. Der Stadtverwaltung geht es darum, die Attraktivität der Friedhöfe zu steigern und auf die Wünsche der Bürger einzugehen, also der Kunden. „Insbesondere städtische Friedhöfe müssen sich durch kundenorientierte Dienstleistungen profilieren, um die Einnahmen zur Deckung der Kosten zu sichern“, heißt es in der Vorlage.

Mithilfe einer Fachplanerin hat die Stadt die wichtigsten Wünsche der Kunden ergründet. Einer davon lautet: Es werden kostengünstigere Angebote für Bestattungen gewünscht. Außerdem steige die Nachfrage nach pflegeleichten Grabstätten. Und nicht zuletzt seien blühende Grünflächen gewünscht, in denen sich Besucher wohlfühlen könnten. Diese Wünsche wolle man erfüllen. Garbsen orientiere sich am bundesweiten Trend hin zu „parkartig gestalteten Friedhöfen“.

Urnengräber am Bachlauf geplant

Der Anfang soll 2020 der städtische Friedhof in Berenbostel an der Straße Auf dem Schacht machen. Dort soll zunächst ein sogenannter „Fluss des Lebens“ angelegt werden. „Rechts und links von einem stilisierten Bachlauf werden Urnenbeisetzungen in den bepflanzten Randbereichen ermöglicht“, teilen die Planer mit. Hierbei handele es sich um Gräber, die keiner Pflege bedürfen. Die Namen der Verstorbenen werden an Segelbooten oder Steinen angebracht.

Zudem sollen weitere Bäume gepflanzt werden, unter denen es weitere Urnengräber geben werde. Eine Ablagestelle für Blumenschmuck ist ebenfalls vorgesehen. Die Planer haben auch an das Wohlbefinden der Insekten gedacht. Für sie wird eine Blumenwiese westlich des Teiches im Eingangsbereich angelegt.

Der Teich auf dem Friedhof am Planetenring nahe der Kapelle soll ein Ort der Naherholung werden. Quelle: Gerko Naumann

Naherholung auf dem Friedhof Planetenring

2021 geht dann an die Umgestaltung des Friedhofs am Planetenring im Stadtteil Auf der Horst. Am Westeingang soll ein neuer Bereich für Urnen- und Sargbeisetzungen angelegt werden, die anschließend nicht gepflegt werden müssen. Zwischen geschwungenen Pflasterwegen werden robuste Sträucher gepflanzt und Bänke aufgestellt. „Sie laden zum Verweilen und zum Beobachten der schön blühenden Pflanzen ein, sind aber auch als Trauerort gedacht“, beschreibt die Verwaltung.

Später, ab 2022, ist zudem die Umgestaltung des Bereichs an der Kapelle vorgesehen. An der Gedenkstätte im Eingangsbereich sollen Stelen aufgestellt werden. Daran könnten Plaketten mit Namen von Menschen befestigt werden, die sonst anonym bestattet worden wären. Auch der derzeit ziemlich zugewucherte Teich soll deutlich aufgewertet werden. Nach dem Konzept der Stadt entstehen dort zur Naherholung eine Fon­tä­ne als Blickfang und Sitzplätze in „naturnaher Atmosphäre“.

Die Gedenkstätte auf dem Friedhof am Planetenring in Garbsen soll neu gestaltet werden. Quelle: Gerko Naumann

Von Gerko Naumann

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