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Garbsen Fahrgemeinschaft Heitlingen bittet zur Schleppjagd
Umland Garbsen

Garbsen: Fahrgemeinschaft Heitlingen richtet traditionelle Schleppjagd aus

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10:00 01.10.2019
Auf Anhängern können die Zuschauer die Schleppjagd in Heitlingen verfolgen. Quelle: Anke Lütjens (Archiv)
Heitlingen

Es ist ein Spektakel, das Jahr für Jahr Hunderte Zuschauer nach Heitlingen lockt: Die Schleppjagd, bei der Reiter quer durch Wald und Wiesen einer Hundemeute folgen. Seit mehr als 150 Jahren wird diese Tradition in Heitlingen gepflegt, 1867 wurde die erste Schleppjagd ausgetragen. Für Sonnabend, 12. Oktober, lädt die Fahrgemeinschaft Eichenhof Heitlingen zur diesjährigen Jagd ein. Der Verein organisiert die Jagd seit 1988.

Stelldichein am Gut der Familie Thiele

Dann können angemeldete Reiter wieder die Hunde der Niedersachsen Meute verfolgen. Sie werden mit einer künstlichen Fährte – der Schleppe – quer durch Wälder und Wiesen geführt. Der diesjährige Jagdherr ist Wolfgang Kailing. Er ist verantwortlich für die Jagd und wird die Jagdfelder einteilen. Die Veranstaltung beginnt mit dem sogenannten Stelldichein um 12 Uhr auf dem Rittergut der Familie Thiele, Vor den Höfen 40. Die diesjährige Schleppjagd steht unter dem Titel „Ladies first“.

Die Reiter verfolgen die Meute auf einer etwa 15 Kilometer langen Strecke mit 35 Sprunghindernissen durch Wald und Senffelder. Das Jagdgeld inklusive Essen beträgt für Erwachsene 35 Euro und für Jugendliche 15 Euro. Für die richtige Atmosphäre wird das Geschehen musikalisch durch die Jagdhornbläser des Hegerings Langenhagen und des Panzerbataillons 33 aus Luttmersen begleitet.

Zuschauer verfolgen Jagd auf Anhängern

Pferde und Hunde starten um 13 Uhr auf dem Feld neben der Reitanlage der Familie Tegtmeyer. Die Zuschauer können die Schleppjagd auf Anhängern verfolgen. Sie starten am Gutshof und werden von dort zu den interessantesten Orten gefahren. So können die Zuschauer das Jagdgeschehen bestens verfolgen. Das Begleiten der Jagd mit privaten Autos ist verboten, ebenso wie das Mitbringen eigener Hunde.

Die Fährte, der die Hunde folgen, wird von einem vorausreitenden Reiter – dem Schleppreiter – gelegt. An seinem Sattel befindet sich ein Kanister, aus dem eine Flüssigkeit, beispielsweise verdünntes Anisöl, auf die Erde tropft. Auf diese Spur wird die Niedersachsen Meute angesetzt. Die Reiter überwinden bei der Jagd Sprünge und Gräben, am Ziel wird das sogenannte Halali geblasen.

Essen und Party im Anschluss

Die Fahrgemeinschaft Heitlingen lädt im Anschluss Teilnehmer und Besucher zum Jagdessen ein. Der Nachmittag mündet in die öffentliche Jagdparty im alten Pferdestall des Gutshofes. Im vergangenen Jahr nahmen 50 Reiter bei der Schleppjagd in Heitlingen teil. Mehr als 500 Zuschauer verfolgten das Spektakel von Treckeranhängern aus.

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