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Garbsen Fahrzeuge nehmen Wirtschaftswege als Abkürzungen
Umland Garbsen Fahrzeuge nehmen Wirtschaftswege als Abkürzungen
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14:28 13.03.2019
Der Wirtschaftsweg zwischen Europa-Allee ist für Autos und Motorräder verboten. Nur Anlieger und landwirtschaftliche Fahrzeuge dürfen ihn nutzen. Quelle: Anke Lütjens
Garbsen-Mitte/Altgarbsen

Das Schild am Anfang des Wirtschaftsweges von der Europa-Allee in Richtung Gutenbergstraße zeigt es eindeutig: Die Durchfahrt von Autos und Motorrädern ist verboten. Der sogenannte Moormännchenweg darf nur von Anliegern, die zur angrenzenden Kleingartenkolonie wollen, und vom landwirtschaftlichen Verkehr genutzt werden. Gleiches gilt für den Maschweg in Altgarbsen. Immer wieder beobachten Bürger jedoch Verstöße. „Beim Radfahren auf dem Wirtschaftsweg zwischen Europa-Allee und Gutenbergstraße sind mir selbst schon häufig Autos begegnet, die offensichtlich eine Abkürzung nach Garbsen-Mitte genommen haben“, schreibt Ortsbürgermeister Franz Genegel an die Stadtverwaltung. Der Weg sei nicht mit Pollern oder Schranken hinter der Laubenkolonie gesperrt. Genegel will wissen, wie die Verwaltung sicher stellen wird, dass auf diesen Wegen künftig kein privater Autoverkehr mehr möglich ist.

Poller haben sich nicht bewährt

Grundsätzlich müssten die genannten Wege für den landwirtschaftlichen Verkehr nutzbar bleiben, sagt Dirk Perschel, Fachbereichsleiter für Verkehr. Das Aufstellen von herausnehmbaren Pollern habe sich nach Ansicht der Verwaltung nicht bewährt. Sie seien einfach zu entfernen und würden oftmals nicht wieder aufgestellt. Perschel schlägt vor, am Moormännchenweg in Höhe der Fußgängerunterführung Bachstraße ein ergänzendes Verbotsschild aufzustellen. Das soll den Zusatz „landwirtschaftlicher Verkehr frei“ tragen und die weitere Durchfahrt zur Gutenbergstraße unterbinden.

Polizei soll Wege kontrollieren

Im Bereich des Maschweges in Altgarbsen sind die Schilder eindeutig: Sie verbieten eine Durchfahrt von Fahrzeugen aller Art. Angaben der Stadtverwaltung zufolge sei dort auch die Anzahl der Fahrzeuge zurückgegangen, die den Weg verbotenerweise nutzten. Als Grund dafür sieht Perschel das Ende der Bauarbeiten auf der A2 und die damit verbundenen Dauerstaus auf der Garbsener Landstraße zwischen Garbsen und Seelze. Diese hätten immer wieder zu Schleichwegfahrten in dem Bereich verleitet. Dennoch schlägt die Stadt vor, dass die Polizei an beiden Wegen stärker kontrollieren soll. Das reicht Ortsbürgermeister Genegel nicht aus: Poller und Schranken seien seiner Meinung nach zufolge die bessere Lösung. Er sei mit der Antwort der Stadtverwaltung nicht zufrieden, sagte er.

Von Anke Lütjens

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