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Garbsen Robin Fillinger (27) aus Berenbostel kämpft gegen Hirntumor: Familie bittet um Spenden für Behandlung
Umland Garbsen

Garbsen: Familie bittet um Spenden für Behandlung gegen Hirntumor

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16:59 24.07.2021
„Mein Sohn hat sich sein Leben anders vorgestellt“: Robin Fillinger aus Berenbostel leidet seit Jahren unter einem bösartigen Hirntumor.
„Mein Sohn hat sich sein Leben anders vorgestellt“: Robin Fillinger aus Berenbostel leidet seit Jahren unter einem bösartigen Hirntumor. Quelle: privat
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Berenbostel

Robin Fillinger ist erst 27 Jahre alt, hat aber schon eine lange und traurige Krankheitsgeschichte hinter sich. Wegen eines Hirntumors ist er mehrfach operiert worden, berichtet seine Mutter Ingrid Fillinger aus Berenbostel. Jetzt bitten Bekannte der Familie auf der Plattform GoFundMe um finanzielle Unterstützung für eine rund 50.000 Euro teure Behandlung. „Das ist ein Hoffnungsschimmer für uns“, sagt die verzweifelte Mutter.

Schon als Kind leidet Robin unter Kopfschmerzen

Schon als Kind habe Robin regelmäßig über Kopfschmerzen geklagt, berichtet Ingrid Fillinger. Als der Junge 15 Jahre alt war, stellten Ärzte zunächst einen gutartigen Tumor in seinem Gehirn fest. Den ließ die Familie regelmäßig von Medizinern beobachten. Große Probleme machte Robin seine Krankheit ab Anfang 2017 wieder, nachdem er bereits eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann in Berenbostel begonnen hatte. „Damals ist der Tumor bösartig geworden. Wir wussten, dass das passieren kann“, sagt Ingrid Fillinger.

Anschließend musste ihr Sohn Chemotherapien und Bestrahlungen über sich ergehen lassen. Dadurch sei er lange stark geschwächt gewesen, habe sich aber immer wieder aufgerappelt und dank eines verständnisvollen Chefs auch seine Ausbildung wieder aufgenommen, so die Mutter. Umso bitterer war das Ergebnis einer weiteren Untersuchung Ende 2020: „Der Krebs war zurück – zwei Wochen vor seiner Abschlussprüfung“, sagt Ingrid Fillinger. Bei einer weiteren Operation entfernten die Experten nur 80 Prozent des Tumors, sonst wäre Robin Fillinger nach Angaben der Ärzte halbseitig gelähmt gewesen. „Mein Sohn hat sich sein Leben anders vorgestellt“, sagt seine Mutter.

Spezialist Samii ist die letzte Hoffnung

Bis heute gehe es Robin oft sehr schlecht, berichtet Ingrid Fillinger. Er lebt bei seiner neun Jahre älteren Schwester in einer kleinen Wohnung in der Wedemark, die er kaum noch verlassen kann. Mutter und Schwester kümmern sich um den jungen Mann und pflegen ihn. „Er kann nicht mehr richtig gehen und leidet unter ständigen Krampfanfällen“, sagt die Mutter unter Tränen.

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Die letzte Hoffnung der Familie ist nun eine Behandlung beim Spezialisten Madjid Samii in einer Klinik in Hannover. Die kann sich Ingrid Fillinger allerdings nicht leisten. Das hat sie einer Nachbarin erzählt, deren Schwerster wiederum die Crowdfunding-Kampagne ins Leben gerufen hat, bei der um Spenden für Robin Fillingers Behandlung gebeten wird.

Letzte Hoffnung für Robin Fillinger: Der Spezialist Madjid Samii aus Hannover. Quelle: Tim Schaarschmidt

Auf diesem Weg sind bislang bereits mehr als 15.000 Euro zusammengekommen. In kurzen Nachrichten wünschen die Spenderinnen und Spender dem 27-Jährigen gute Besserung und versuchen, der Familie Mut zuzusprechen. „Wir haben gespendet, weil wir Robin schon aus der Grundschule kennen und hoffen, dass er bald wieder gesund ist“, heißt es da etwa.

„Ich habe Angst, meinen Sohn zu verlieren“

Das Engagement ihrer Nachbarn und das Mitgefühl der Menschen im Internet gibt Ingrid Fillinger ein wenig Kraft in der für sie so schweren Zeit. „Wir wollen doch nur, dass Robin geholfen wird“, sagt sie. „Ich habe Angst, meinen Sohn zu verlieren.“

Von Gerko Naumann