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Garbsen Garbsens Feuerwehren sollen fit für die Zukunft werden
Umland Garbsen

Garbsen: Feuerschutzausschuss stimmt für Feuerwehrbedarfsplan

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16:00 29.11.2019
Ein Ergebnis des Bedarfsplans lautet: Die Feuerwehren in Garbsen brauchen eine zweite Drehleiter wie diese hier. Sie soll am Standort Berenbostel stehen. Quelle: Gerko Naumann (Archiv)
Garbsen

Die Politiker des Feuerschutzausschusses in Garbsen haben am Donnerstagabend eine eher ungewöhnliche Szene erlebt: Sie erhielten Applaus von den Zuschauern auf der Tribüne im Ratssaal. Bei ihnen handelte es sich überwiegend um Frauen und Männer, die sich ehrenamtlich in den Feuerwehren in Garbsen engagieren. Die Politiker hatten sich zuvor einstimmig für den sogenannten Feuerwehrbedarfsplan ausgesprochen, der die Zukunft der Feuerwehren in Garbsen regeln und sichern soll.

Lob für den Ausbildungsstand der Feuerwehr

Der Entwurf ist in Zusammenarbeit von Verwaltung, Politik und Ehrenamtlichen selbst entstanden. Darüber hinaus hat die Stadt das Unternehmen Luelf & Rinke Sicherheitsberatung beauftragt, das sich seit Jahrzehnten mit der Ausstattung und dem Personal von Feuerwehren in ganz Deutschland beschäftigt. Deren Mitarbeiter Sandro Langer lobte im Ausschuss die Personaldecke und den Ausbildungsstand der Feuerwehrleute in Garbsen. „Wir haben hier eine sehr leistungsfähige Feuerwehr vorgefunden“, sagte er. Besonders beeindruckend für eine Stadt mit mehr als 60.000 Einwohnern sei die Tatsache, dass sämtliche der fast 500 Aktiven ehrenamtlich tätig seien.

Um den positiven Ist-Zustand auch in Zukunft zu erhalten, werde die Stadt allerdings Geld investieren müssen, sagte Langer. Bei einer Bereisung der Gerätehäuser in allen Stadtteilen seien ausnahmslos Mängel festgestellt worden. Ein Problem, das überall auftaucht: „Die Kameraden haben keine eigenen Umkleiden und müssen sich in der Fahrzeughalle umziehen.“ Das erhöhe die Unfallgefahr beim Ausparken der Fahrzeuge. Besonders akut seien die Probleme im Bereich der Feuerwehr Berenbostel und der Feuerwehr Garbsen, die die Stadtteile Garbsen-Mitte, Altgarbsen, Havelse und Auf der Horst abdeckt.

Zweite Drehleiter muss angeschafft werden

Sie werden außerdem deutlich häufiger alarmiert, was zu einer Einsatzzahl führt, die „oberhalb der Belastungsgrenze liegt“, sagte Langer. Das liegt nicht zuletzt an den dicht besiedelten Quartieren am Kronsberg und Auf der Horst. Deshalb empfehlen die Experten auch deutlich, in beiden Bereichen jeweils ein neues Feuerwehrhaus zu bauen. Für Berenbostel soll zudem so schnell wie möglich eine zweite Drehleiter zur Menschenrettung aus hohen Gebäuden angeschafft werden.

Aus den Reihen der Politiker gab es viel Lob für den ausführlichen Bedarfsplan. Es gelte jetzt, die Mängel nach und nach abzuarbeiten. Deshalb mahnte Günther Petrak von den Unabhängigen in Richtung des Kämmerers Walter Häfele, das dafür notwendige Geld in den jeweiligen Haushalten zur Verfügung zu stellen. Und Horst Sieren von der CDU/FDP-Gruppe versprach den Feuerwehrleuten sogar: „Wir werden alles tun, damit hier nicht an der falschen Stelle gespart wird.“ Rüdiger Kauroff von der SPD lobte die Feuerwehr ausdrücklich dafür, dass sie „keine überzogenen Forderungen gestellt“ habe.

Kämmerer kündigt Investitionen an

Der angesprochene Häfele hob die Zusammenarbeit in der Arbeitsgruppe zwischen allen Beteiligten als „kollegial und kompetent“ hervor. Vor allem die Vertreter der Feuerwehr hätten in ihrer Freizeit ihre Expertise eingebracht und so zu dem vorliegenden Plan beigetragen. „Als Feuerwehrdezernent werde ich darauf achten, dass die Mittel für die Umsetzung zur Verfügung stehen“, sagte er.

Auf diese Ankündigungen werden sich die Feuerwehren verlassen, betonte Dirk Wehde, Ortsbrandmeister der Feuerwehr Horst. Eine angemessene Ausrüstung sei notwendig, um ein Wohlfühklima zu schaffen und Menschen für das Ehrenamt zu gewinnen und zu halten, sagte Wehde. Denn: „Ohne Personal können die roten Autos nicht fahren.“

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Von Gerko Naumann

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