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Garbsen Film über Serienmörder Haarmann wird in Garbsen gedreht
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Garbsen: Film über Serienmörder Haarmann wird in Garbsen gedreht

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00:15 30.05.2019
Der Filmemacher Andreas Barthel dreht in Garbsen seinen neuen Streifen „Warte, warte nur ein Weilchen!“ über den Serienmörder Fritz Haarmann. Quelle: Gerko Naumann
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Garbsen-Mitte

Noch sitzt Marcelle Perks ganz entspannt auf ihrem Stuhl mitten in Wulfs Bücherbörse. Dabei weiß die Garbsenerin schon aus dem Drehbuch, dass sie gleich ermordet wird – natürlich nur vor der Kamera. Denn Perks spielt in dem neuen Streifen des Garbsener Filmemachers Andreas Barthel mit. Der heißt „Warte, warte nur ein Weilchen!“ und ist ein moderner Thriller über den Serienmörder Fritz Haarmann. Über den hat Perks passenderweise einen Roman geschrieben – „Night Driver“ lautet der Titel. So wurde Barthel auf die Autorin aufmerksam und verschaffte ihr die Opferrolle, in der sie vor Publikum eine Szene aus ihrem Buch liest. Für die Rolle sei sie genau die Richtige, sagt Perks: „Ich bin schon einmal in einem Horrorfilm ermordet worden.“

Filmemacher Andreas Barthel dreht derzeit in Garbsen „Warte, warte nur ein Weilchen!“. Am Sonntag diente Wulfs Bücherbörse als Kulisse, wo Autorin Marcelle Perks als Mordopfer herhalten musste.

Ein Horrorfilm wird Barthels neuestes Werk ausdrücklich nicht. „Wir zeigen kein spritzendes Blut oder explizite Gewalt“, sagt der Filmemacher. „Die Bilder sollen im Kopf der Zuschauer entstehen.“ Über die Handlung verrät er nur, dass der Geist des Serienmörders bei einer Party in einen der Feiernden fährt. Der weiß nichts davon, begeht aber plötzlich einen Mord nach dem anderen. Auf welche Weise es Marcelle Perks erwischt, will Barthel noch nicht sagen. Eine Andeutung macht er dann aber doch: „Ihre Worte werden ihr bei der Lesung im Halse steckenbleiben.“

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24 Drehtage sind geplant

Im Frühjahr 2020 soll Barthels fünfter eigener Film in die Kinos kommen. Bis dahin wartet noch viel Arbeit auf das Team um Regisseurin Susi Duhme, die im Stadtteil Auf der Horst aufgewachsen ist. Der Einsatz in der Buchhandlung war erst der zweite von 24 vorgesehenen Drehtagen bis Ende Juli. „Wir haben dreieinhalb Stunden eingeplant – da kommt etwa eine Minute fertiger Film heraus“, sagt Duhme. Für einige weitere Szenen wird demnächst auch die Redaktion der HAZ und NP in Berenbostel zur Filmkulisse. „Einige der Hauptfiguren sind Redakteure einer Lokalzeitung“, erklärt Barthel. Die Kosten für den Film gibt der Verantwortliche mit etwa 40.000 bis 50.000 Euro an. So viel Geld fließt aber nicht wirklich, weil viele Beteiligte – Schauspieler, Statisten, Visagistin, Caterer und andere – mitmachen, ohne Gage zu verlangen.

Buchhandlung als Drehort

Eine davon ist auch Petra Wulf. Sie stellt dem Team nicht nur ihre Buchhandlung im Shopping-Plaza als Drehort zur Verfügung, sondern spielt sogar selbst eine kleine Rolle. „Ich soll als Zuhörerin der Lesung zu spät kommen und dabei gehetzt aussehen“, sagt sie lachend. Das sei eine gehörige schauspielerische Leistung, weil sie im richtigen Leben eher überpünktlich sei.

Für Marcelle Perks ist die Arbeit nach dem zweiten Drehtag vorbei – laut Drehbuch soll sie schließlich dann bereits ermordet sein. Kein Problem für die Autorin. Als Fan von Horrorfilmen hat sie nur eine Kleinigkeit auszusetzen: „Ich hätte mir einen etwas blutigeren Filmtod gewünscht.“

Von Gerko Naumann

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