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Garbsen Filmdreh über Mörder Fritz Haarmann – Lokalredaktion als Kulisse
Umland Garbsen

Garbsen: Filmdreh über Mörder Fritz Haarmann – Lokalredaktion als Kulisse

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13:41 12.07.2019
Nikolaij Janocha und Milena Wiedemann proben eine Szene. Quelle: Anke Lütjens
Berenbostel

Auf dem grauen Teppichboden in den Räumen des Madsack Regionalverlags an der Steinriede ist der Umriss einer Leiche abgeklebt, drum herum liegt Schutt. Möbel sind umgeworfen und die Szenerie ist mit Polizeiabsperrband gesichert. Die Szene ist Teil des Films „Warte, warte nur ein Weilchen“, den die gebürtigen Garbsener Susi Duhme (Regie) und Kameramann Andreas Barthel mit ihrer Filmfirma Independent Entertainment realisieren. Dabei handelt es sich um einen modernen Thriller über den Serienmörder Fritz Haarmann aus Hannover.

Madsack Regionalverlag dient als Filmkulisse

An diesem Wochenende verwandeln sich die Räume der Mediaberater des Madsack Regionalverlags in die Redaktion der Hannoveraner Nachrichten. Dort ist offenbar ein Kollege von der Decke erschlagen worden. Immer und immer wieder proben Schauspieler Nikolaij Janocha, der den Lokalredakteur Markus Rütgen spielt, und Hobbyschauspielerin Milena Wiedemann (Anni) eine Szene. „Kamera fertig und bitte“, sagt Duhme, die die Aufnahmen an einem Bildschirm kontrolliert. „Wir drehen drei Einstellungen: Totale, Halbtotale und Close, das bedeutet Nahaufnahmen“, sagt die Regisseurin. Mal sitzen die Haare nicht richtig, dann müssen Abläufe optimiert werden.

Darsteller müssen die Konzentration halten

Nerven die vielen Wiederholungen die Schauspieler nicht? „Man muss versuchen, die Konzentration zu halten. Das kann man trainieren, nicht genervt auszusehen“, sagt Janocha. Wichtig sei, sich alles gut zu merken und professionell zu agieren, damit der Anschluss stimmt. Der 35-Jährige hat in Salzburg Schauspiel studiert, es ist sein erster Kinofilm. Er hat bereits Werbung und Kurzfilme gedreht und steht derzeit im Braunschweiger Theater Grand Guignol mit Gruseltheater für Erwachsene auf der Bühne.

Gebürtige Frielingerin dreht dritten Film

„Es ist schon anstrengend, macht aber auch Spaß, vor allem, wenn man später das Ergebnis sieht“, sagt die gebürtige Frielingerin Wiedemann. Es ist bereits ihr dritter Film mit Duhme und Barthel. „Vor allem wenn die Drehtage lang sind und voriges Wochenende bei der Hitze“, räumt sie ein. Es sei aber schön, mit studierten Darstellern zu drehen. „Sie hat sich stark weiterentwickelt“, lobt die Regisseurin. Weitere Darsteller sind Anna-Sophie Fritz, Michael Del Coco, Rouven Roussol, Ulrike Pinhammer, Michael Mill und Helge Thomas. „Fräulein Schminke“, Anke Brinkmann, sorgt für die Maske. Kurt Chalikiopoulos, Markus Keese und Christoph Speidel kümmern sich um Licht und Ton.

Film kommt 2020 in die Kinos

„Warte, warte nur ein Weilchen!“ ist Barthels und Duhmes fünfter gemeinsamer Kinofilm. Im Mittelpunkt steht Lokalredakteur Markus Rütgen. Bei einer Séance auf einer Party bemächtigt sich der Geist Fritz Haarmanns eines Körpers. Fortan passieren am Rande von Presseterminen und im Umfeld der Partygäste mysteriöse Todesfälle. „Wir zeigen aber kein Blut und keine Gewalt. Die Bilder sollen im Kopf der Zuschauer entstehen“, sagt Barthel. 21 bis 27 Drehtage sind vorgesehen. Im Frühjahr oder Frühsommer 2020 soll der Film in die Kinos kommen. Bis dahin wartet noch viel Arbeit auf das Team.

Ein Filmteam um Regisseurin Susi Duhme und Kameramann Andreas Barthel hat am Wochenende in den Räumen des Madsack Regionalverlages Szenen für den Film „Warte, warte nur ein Weilchen!“ gedreht.

Weitere Drehorte liegen in Garbsen

Zu den Drehorten gehören auch die Stadtbibliothek Garbsen, der Friedhof Berenbostel und Wulfs Bücherbörse. Der Dank der Filmemacher gebührt der Stadt Garbsen. Die Kosten für den Film betragen zwischen 40.000 und 50.000 Euro. Sie können nur deshalb niedrig gehalten werden, weil viele der Beteiligten auf eine Gage verzichten. Zu den Unterstützern gehören auch Caterer Tina Violka und die Firma Druck Ninja.

Von Anke Lütjens

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