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Garbsen Gewinn passt: Stadtwerke Garbsen ziehen Bilanz
Umland Garbsen

Garbsen: Gewinn passt: Stadtwerke Garbsen ziehen Bilanz

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13:46 13.06.2019
Die Stadtwerke ziehen Bilanz: Der Stromverbrauch in der Stadt sinkt. Quelle: Markus Holz/Stadtwerke Garbsen
Garbsen

80 Prozent Marktanteil bei Strom und Gas in Garbsen, wenige Wechselkunden – damit kann das Unternehmen Stadtwerke Garbsen seit Jahren gut leben. Die Gesellschaft hat das Jahr 2018 mit einem Gewinn von 2,8 Millionen Euro abgeschlossen. Das Ergebnis ist – Abschreibungen herausgerechnet – annähernd so gut wie 2017 (2,1 Millionen Euro).

Löwenanteil bleibt in Garbsen

Die Stadtwerke Garbsen sind eine Gründung der Stadt Garbsen (55,1 Prozent), Avacon AG (24,9 Prozent) und enercity AG (20 Prozent). Sie schütten vom Gewinn 2,3 Millionen Euro an die Anteilseigner, der Rest geht in die Rücklage. 460.000 Euro fließen an enercity, 573.000 Euro an Avacon. Der Löwenanteil von 1,27 Millionen Euro bleibt in Garbsen, zusätzlich zu fast einer Million Euro Gewerbesteuer und 2,2 Millionen Euro Konzessionsabgabe für die Nutzung von öffentlichem Grund und Boden für das Leitungsnetz. Die Rendite des damals angelegten Kapitals lag 2018 bei 10,7 Prozent. Alles zusammen gerechnet hat die Stadt im Vorjahr 4,37 Millionen Euro an den Stadtwerken verdient. Bisher wurde mit diesem Geld unter anderem das hohe Defizit der beiden Bäder gedeckt.

Strompreis im unteren Drittel

„Wenn seriöse Institute die Grundtarife der Energieversorger in Deutschland vergleichen, liegen wir preislich beim Strom im unteren Drittel“, sagt Geschäftsführer Siegbert Hahnefeld, „das wissen unsere Kunden offenbar zu schätzen“. Hahnefeld betont bei solchen Gelegenheiten gerne, dass jeder Kunde indirekt auch die Stadt Garbsen und deren Investitionen in Kindergärten oder Schulen unterstützt.

Garbsen spart Energie

24 Millionen Euro setzten die Stadtwerke mit dem Verkauf von Strom um, 2017 waren es noch fast 25 Millionen Euro. „Garbsen spart, das merken wir – ganz gleich ob im privaten Sektor oder in den Unternehmen“, sagt Hahnefeld. Während die Zahl der Haushalte steige und mit dem Campus und Amazon neue Großkunden dazukommen, sei der Stromverbrauch von 128 Million Kilowattstunden auf 124,4 gesunken. Hahnefeld hält allerdings das Sparpotenzial in privaten Haushalten für fast ausgeschöpft. „Irgendwann ist auch die letzte alte Gefriertruhe gegen moderne Geräte ausgetauscht, immer mehr Menschen stellen beim Licht auf LED um“, sagt Hahnefeld. Die Umsatzerlöse bei Erdgas, dem zweiten Standbein der Stadtwerke, sind nahezu identisch mit 2017 (13 Millionen Euro).

Sieben Prozent regenerative Energie

Stichwort Klimaschutz: In Garbsen werden rund 175 Millionen Kilowattstunden Strom verbraucht. Davon sind zwölf Millionen regenerativ in der Stadt erzeugt, das sind knapp 6,9 Prozent. Dazu tragen das 20 Jahre alte Windrad an der Burgstraße bei, private und öffentliche Solaranlagen sowie die beiden Biogasanlagen. „Da geht mehr“, meint Hahnefeld, sagt aber auch: Der Energiewirtschaft würden in Deutschland zehn Prozent aller CO2-Emissionen zugerechnet. „Wir als Versorger werden das Thema Klimawandel alleine nicht richten“, meint Hahnefeld.

In diesem Jahr wird das Blockheizkraftwerk (BHKW) Garbsen-Mitte am Kardinal-von-Galen-Ring – rein rechnerisch – auf Bio-Erdgas „umgerüstet“. Zwei ältere Motoren werden durch einen neuen ersetzt. Was dort an Erdgas verbrannt wird, kaufen die Stadtwerke als Bio-Erdgas ein.

Null-Energie-Siedlung Berenbostel Ost?

Großes Thema für die Stadtwerke ist die Energieversorgung im Neubaugebiet Berenbostel Ost. Bis 2035 sollen dort bis zu 1100 Wohnungen entstehen. „Das Optimum wäre, wenn die ganze dort verbrauchte Energie regenerativ erzeugt wird“, sagt Hahnefeld. Die Stadtwerke seien bereit, sich zu engagieren. „Das Energiekonzept für so ein Großprojekt erfordert aber die Planung eines Fachbüros. Dafür gibt es heute zu viele technische Möglichkeiten“, sagt Hahnefeld und gibt den Ball damit weiter an die Stadt und den Rat.

Von Markus Holz

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