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Garbsen Gutachten: Schulleiter unterstützt Pläne für den IGS-Neubau
Umland Garbsen

Garbsen Gutachten: Schulleiter Andreas Hadaschik befürwortet die Pläne für den IGS-Neubau

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16:14 21.10.2019
„Das Gutachten ist beruhigend und zeigt, dass zu wenig investiert wurde“: IGS-Schulleiter Andreas Hadaschik befürwortet die Neubaupläne. Quelle: Gerko Naumann
Garbsen-Mitte

Als „beruhigend“ hat der Schulleiter der Integrierten Gesamtschule (IGS) Garbsen das Ergebnis des Gutachtens bezeichnet, das untersucht hat, wie teuer eine Sanierung beziehungsweise der Neubau der Schule werden könnten. „Aus dem Text geht klar hervor, dass viel zu wenig investiert wurde“, sagt er. Zudem haben die Gutachter, ein Architekturbüro aus Bremen, berechnet, dass eine Sanierung des maroden Gebäudes mit 106,5 Millionen Euro teurer wäre, als ein Neubau (fast 81 Millionen Euro).

Die Ratspolitiker hatten dieses unabhängige Gutachten angefordert, nachdem herausgekommen war, dass der Brandschutz des Gebäudes mangelhaft ist und für mehr als 75 Millionen Euro nachgebessert werden muss. Bislang stand allerdings noch im Raum, dass eine Sanierung womöglich kostengünstiger werden würde.

Neues Gebäude für neue Anforderungen

„Ein Neubau kommt unseren Wünschen natürlich zugute“, sagt Hadaschik. Die Anforderungen an die Räume hätten sich durch Inklusion und neue Schulkonzepte geändert, die Aufteilung des Siebzigerjahre-Baus würde dem nicht mehr gerecht. Zu diesem Ergebnis kommen auch die Architekten: Es gäbe nur vier barrierefreie Eingänge und nicht genügend behindertengerechte Toiletten. Außerdem führen sie die schwere Orientierung im Gebäude an.

Detailliert hat sich das Bremer Büro die Gegebenheiten an der Schule vorgenommen. „Die Architekten waren sogar bei uns zu Besuch und haben sich den Schulalltag angesehen“, so Hadaschik. Aus dem Gutachten gehe hervor, dass es bei der Bewertung Neubau oder Sanierung nicht ausschließlich um das Gebäude, sondern auch um den Inhalt gegangen sei.

Dreigeschossige Gebäude als Vorschlag für IGS-Neubau

Als mögliche Neubauvariante schlagen die Architekten sowohl für die Grundschule Garbsen-Mitte als auch für die IGS dreigeschossige Gebäude vor. Die Gesamtfläche der IGS würde sich um 5000 Quadratmeter verringern. „Mir ist klar, dass die Großzügigkeit des aktuellen Schulgebäudes nicht mehr erreicht werden kann“, sagt Schulleiter Hadaschik. Allerdings seien derzeit auch viele Flächen nicht optimal nutzbar – etwa die großen Flure. „Das ist ungenutzter und damit verzichtbarer Raum.“

Bislang hatte die Garbsener Politik drei Varianten eines möglichen Neubaus vorgeschlagen: ein Neubau an gleicher Stelle, ein neues Gebäude direkt neben der IGS auf den Sportplätzen ebenfalls an der Meyenfelder Straße und ein Neubau an einem komplett anderen Ort. In ihrem Gutachten schlagen die Bremer Architekten vor, die neuen Gebäude für Grundschule und IGS in mehreren Bauabschnitten auf dem bestehenden Gelände zu errichten – parallel zum Schulbetrieb.

Neubau und Abriss in vier Schritten

Laut dem Beispielszenario sollen in einem ersten Bauabschnitt die neue Grundschule und ein Teil der IGS errichtet werden, dann würden alte Grundschule, Bibliothek und Hausmeisterhaus abgerissen. Der dritte Bauabschnitt beinhaltet den Neubau weiterer IGS-Trakte, bevor in einem vierten Schritt das aktuelle Gebäude der IGS abgerissen wird.

Für Schulleiter Hadaschik ergibt ein solches Vorhaben Sinn. „Der Schulbetrieb wird dadurch nur minimal beeinflusst“, sagt er. Schließlich erfolgten Abriss und Neubau Schritt für Schritt. Baustellen und Lärm ließen sich allerdings nicht komplett vermeiden.

Zudem schlagen die Architekten Erweiterungsflächen und einen kleinen Campus vor. „So etwas erfüllt die Anforderungen an ein zeitgemäßes Gebäude“, sagt Hadaschik. Die IGS würde aufgewertet, es könne ein richtiges Kulturzentrum geschaffen werden. „Mit diesem Konzept kann man auch auf neue Entwicklungen eingehen.“

Obwohl derzeit vieles in Richtung eines Neubaus deute, fordert der Schulleiter die Stadtverwaltung auf, die aktuell nötigen Sanierungen nicht auf Eis zu legen. „Bis die neuen Pläne ausgearbeitet sind, müssen wir hier weiter gut unterrichten können. Es muss weiter in das Gebäude investiert werden.“ Mit Spannung erwarte er nun die Entscheidung des Stadtrates, sagt Hadaschik. Einen Termin hierfür gibt es allerdings noch nicht.

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