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Garbsen Junge Handballerinnen kämpfen für ihre Priebe-Halle
Umland Garbsen

Garbsen: Handballerinnen des SV Wacker Osterwald kämpfen für ihre Priebe-Halle

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12:58 18.09.2019
Sorge um die Priebe-Halle: Die jungen Handballerinnen des SV Wacker Osterwald berichten den Politikern in Garbsen von ihren Problemen. Quelle: SV Wacker Osterwald
Osterwald/Garbsen

So viel Besuch auf der Tribüne wie am Dienstagabend erleben die Politiker des Wirtschafts- und Finanzausschusses in Garbsen nur ganz selten. Mehr als 60 Zuschauerinnen – überwiegend junge Frauen und Mädchen – hatten im Ratssaal Platz genommen. Sie alle spielen Handball beim SV Wacker Osterwald, der im Jugendbereich eine Spielgemeinschaft mit TSV Schloß Ricklingen bildet. Und sie machen sich große Sorgen um ihre Spielstätte, die Heinz-Priebe-Sporthalle.

So sieht es derzeit in der Heinz-Priebe-Halle in Osterwald aus. Quelle: Gerko Naumann

Deren Dach muss aufwendig saniert werden, weil in den tragenden Holzkonstruktionen im Frühjahr teils meterlange Risse festgestellt worden sind. Deshalb ist die Halle seit Monaten für den Trainings- und Spielbetrieb gesperrt. Die Politiker wollten nun darüber diskutieren, ob sie das Geld für die Sanierung freigeben. Das sind immerhin 135.000, die es kosten würde, eines der wenigen Unternehmen zu beauftragen, die sich mit den komplizierten Arbeiten auskennen. Zuvor meldeten sich aber zwei Mädchen des SV Wacker zu Wort und schilderten den Politikern, welche Einschränkungen sie seit Monaten in Kauf nehmen müssen.

Handballerinnen ziehen in andere Hallen um

Sie berichteten, dass sie teils lange und zeitintensive Umwege in andere Hallen in Garbsen in Kauf nehmen müssen. Deshalb hofften sie, dass die Bauarbeiten auch tatsächlich wie angekündigt bis Ende des Jahres abgeschlossen seien. Begleitet wurden die Mädchen von ihrem Spartenleiter Ulrich Körber und Christoph Nordmeyer von der sportlichen Leitung. Nordmeyer gab zu Bedenken, dass nach den Herbstferien auch noch viele Fußballer ihr Training wegen des Wetters in die Halle verlegen werden: „Dann wird es noch enger mit den Hallenzeiten.“ Den Großteil ihrer „Heimspiele“ tragen die Mädchen und jungen Frauen derzeit auswärts aus – oder sie ziehen in die Sporthalle der IGS in Garbsen-Mitte oder in die Rudolf-Harbig-Halle in Berenbostel um.

Rat muss Geld für Sanierung noch freigeben

Der Ausschussvorsitzende Gunther Koch (CDU) zeigte sich beeindruckt vom Auftritt der jungen Sportlerinnen. „Sie haben ganz entspannt, aber sehr zielstrebig berichtet, welche Schwierigkeiten sie haben. Das erfordert Mut“, sagte Koch. Er versicherte den Wacker-Mitgliedern, dass die Politik das Geld für die Sanierung freigeben werde. Und genau dafür sprach sich der Ausschuss dann auch einstimmig aus. Die endgültige Entscheidung fällt der Rat am Montag, 23. September. Günther Petrak (Unabhängige) kündigte an, die Verwaltung in den nächsten Wochen regelmäßig fragen zu wollen, wie weit die Sanierung der Sporthalle in Osterwald fortgeschritten ist.

Die ganze Sitzung sahen sich die jungen Handballerinnen dann nicht mehr an. Dafür hatten sie einen triftigen Grund, sagte Nordmeyer: „Die meisten mussten weiter zum Training.“

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Von Gerko Naumann

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