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Garbsen Heitlinger Herbst: Dresdner Salondamen überzeugen zum Finale der 30. Saison
Umland Garbsen

Garbsen: Heitlinger Herbst: Dresdner Salondamen überzeugen zum Saisonfinale

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19:50 01.12.2019
Kess behütet zurück in die Goldenen Zwanziger: Die Dresdner Salondamen singen zum Saisonfinale beim Heitlinger Herbst in Garbsen. Quelle: Jutta Grätz
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Heitlingen

Die 30. Saison der Kulturreihe Heitlinger Herbst endet mit einem (musikalischen) Ausrufezeichen. Die Dresdner Salondamen haben am Freitagabend mit Humor und Charme, Gesang und handgemachter Musik den Glamour der Zwanziger- bis Fünfzigerjahre in den voll besetzten ehemaligen Pferdestall des Guts der Familie Thiele gebracht.

Hinter der Bühne singt die blutjunge Hildegard Knef, daneben tanzen Ginger Rogers und Fred Astaire – auf Schwarz-Weiß-Fotos. Schon als Karolina Petrova, Sängerin der Dresdner Salondamen, ans Mikrofon tritt, tauchen die 200 Zuhörer ein in die Welt der Ufa-Filme und der Schlagerrevuen mit Marlene Dietrich, Marika Rökk, Heinz Rühmann und Hans Albers. In dunkelroten, nach der Pause in pertrolfarbenen Abendroben, mit Strassschmuck und kess behütet nehmen sie ihr Publikum mit in „Eine Nacht voll Seligkeit“ – so hat das Quintett sein Programm genannt.

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Auf der Bühne stehen musikalische Allrounderinnen

Doch die Salondamen Petrova (Sologesang/Violine), Beate Hofmann (Cello/Kontrabass), Franziska Graefe (Violine/Gesang), Cécile Pfeiff (Klarinette/Saxofon/Gesang) sowie Pianistin Nathalia Posnova covern die Lieder über Liebe und das Leben nicht bloß. Sondern verleihen ihnen einen ganz eigenen Charme. Ob in Zarah Leanders „Von der Puszta will ich träumen“ oder in Heinz Rühmanns „Ich brech’ die Herzen der stolzesten Frauen“: Petrova beeindruckt nicht nur mit ihrer perfekt ausgebildeten Stimme, sondern auch mit einer sehr unterhaltsamen Moderation – ganz die Diva.

Alle Salondamen sind musikalische Allrounderinnen und wechseln scheinbar mühelos zwischen ihren Instrumenten hin und her: mal auch mitten im Lied, aber immer im Takt und Tanzschritt. Zur Hymne des Abends wird Graefes Version von Marlene Dietrichs Lied aus dem Film „Der blaue Engel“. „Ich bin von Kopf bis Fuß auf – Günter – eingestellt“ textet sie es um – eine schmachtende Hommage an Organisator Tegtmeyer, die nicht nur spontanen Applaus hervorruft, sondern auch ein klärendes Küsschen von Tegtmeyers Ehefrau Uta.

Und beim Medley der Comedian Harmonists zu „Wochenend und Sonnenschein“ singen nicht nur Eva Berger und Chris Diana Hackmann vom Berenbostel Chor Ad Libitum mit, sondern alle Gäste im Pferdestall.

Mit Charme, Gesang, Musik und Hut: Die Die Dresdner Salondamen setzen zum Abschluss der 30. Saison der Reihe Heitlinger Herbst ein starkes musikalisches Ausrufezeichen.

Herbst-Saison 2020 steht bereits

Das Publikum ließ die Künstlerinnen erst nach zwei Zugaben gehen. Und war voll des Lobs für die Organisatoren Dieter Albrecht und Günter Tegtmeyer: „Danke für das tolle Jahr“, „Ein Glücksgriff“ und „Wir freuen uns auf die 31. Saison“, lauteten die Abschiedsworte zahlreicher Besucher – viele dankten den beiden Herbstmachern mit Handschlag.

„Es war mit sieben Veranstaltungen ein intensives Jahr“, ziehen die Organisatoren anschließend Bilanz. „Diese persönlichen Reaktionen der Besucher sind aber für uns der schönste Lohn.“ Doch nach der Saison sei vor der Saison. „Die Verträge für das Jahr 2020 sind abgeschlossen“, sagt Tegtmeyer.

Dahinter setzen beide ein vorsichtiges Fragezeichen: „Wir wollen uns in absehbarer Zeit zurückziehen aus der Kulturreihe“, sagt Albrecht, „Auch aus Altersgründen.“ Beide Herbstmacher sind 80 Jahre alt. „Aber der Heitlinger Herbst sollte unbedingt weitergeführt werden“, betont Tegtmeyer. „Wir begleiten einen sanften Wechsel gern – und sind ansprechbar.“

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Von Jutta Grätz

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