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Garbsen Südlink: Initiativen planen Mahnfeuer und eine Demonstration
Umland Garbsen Südlink: Initiativen planen Mahnfeuer und eine Demonstration
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15:30 25.03.2019
Die Bürgerinitiative gegen Südlink hat rote Kreuze gebaut, um ihren Protest gegen die Trassenpläne zu zeigen. Quelle: Sebastian Stein (Archiv)
Garbsen

Die Garbsener Initiativen gegen Südlink wollen nicht nur weiter Einwände gegen die Stromtrasse sammeln und bündeln, sondern auch mit Aktionen dagegen protestieren. In der vergangenen Wochen hat sich die Steuerungsgruppe Südlink unter Leitung von Bürgermeister Christian Grahl getroffen. Am vergangenen Freitag hat Netzbetreiber Tennet bei der Bundesnetzagentur die Pläne für die Stromtrasse Südlink westlich an Hannover vorbei eingereicht. Die Gegner der Trasse planen Mahnfeuer, außerdem rufen sie zu Demonstrationen auf.

Die Bürgerinitiative (BI) Garbsen gegen Südlink will ihre Kritikpunkte am Donnerstag, 28. März, präsentieren. Beginn ist um 19 Uhr im Vereinsheim, Vor dem Moore 1. Vertreter der BI haben im Stadtgebiet bereits rote Holzkreuze aufgestellt, die auf den Trassenverlauf hinweisen. Die Mahnfeuer werden am Sonnabend, 30. März, ab 19 Uhr an der Bordenauer Straße, Frielinger Straße, im Brandmoor und an der Burgstraße entzündet. Für Montag, 22. April, ist eine solidarische Demonstration parallel zu einer länderübergreifenden Großdemonstration in Thüringen, Hessen, Bayern und Niedersachsen geplant. Diese mündet in einer Sternfahrt zum Dorfplatz Horst.

„Wir sind nicht gegen die Energiewende“, betont Angela Thimian-Milz von der BI, „aber wir sind dagegen, dass in einem Flächenland wie Niedersachsen, der Trassenverlauf mit zunächst vier Gigawatt elektrischer Leistung durch das am dichtesten besiedelte Gebiet der Region Hannover führen soll.“

Steuerungsgruppe fordert Abstandsregelung

Die Steuerungsgruppe zum Südlink habe Argumente gesammelt, teilte Stadtsprecherin Christina Lange mit. Im Fokus liegen die Beeinträchtigung für geplante Wohnbaugebiete. Zudem kritisiert die Gruppe negative Folgen für landwirtschaftliche Flächen sowie die lokalen Wirtschaft. Man wolle eine Abstandsregelung für die Wohngebiete erreichen, sagte Bürgermeister Grahl. „Gleichzeitig fordern wir eine rechtzeitige und angemessene Entschädigungsregelung für Landwirte.“

Die Bundesnetzagentur prüft in den nächsten zwei Wochen, ob die von Tennet eingereichten Unterlagen vollständig sind. Danach besteht zwei Monate lang die Möglichkeit, Stellung zu nehmen. Landvolk, Naturschutzbund, Bürgerinitiativen und Stadt Garbsen wollen in der Steuerungsgruppe diese Zeit nutzen, um die Argumente gesammelt vortragen zu können. Die Gruppe trifft sich am 26. April erneut im Rathaus. Der Netzbetreiber Tennet selbst informiert Interessierte am 29. Mai, 16 bis 19 Uhr, in der Aula des Schulzentrums am Planetenring 7.

Von Jutta Grätz

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