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Garbsen Wilder Westen in Garbsen: Hier gibt es jetzt einen Saloon
Umland Garbsen

Garbsen: Junges Paar eröffnet den ersten Saloon in Berenbostel

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17:15 07.10.2019
Kubilay Fidan und Katharina Prüstel haben sich mit dem Saloon in Berenbostel selbstständig gemacht. Quelle: Gerko Naumann
Berenbostel

In Berenbostel können Gäste einer Kneipe jetzt ein echtes Wild-West-Gefühl erleben. Der 22-jährige Kubilay Fidan, der selbst aus dem Stadtteil stammt, hat das ehemalige Open End an der Straße Neuer Landweg in einen Saloon umgestaltet. Deshalb heißt der Laden auch Saloon. Schon von Weitem ist eine Pferdekutsche auf dem Dach des Gebäudes zu sehen, der gesamte Innenraum der Kneipe ist mit Holz verkleidet. Zudem ist der Zapfhahn in einem Kaktus aus Kunststoff versteckt. Dazu gibt es viele kleinere und größere Dekostücke, etwa ein altes Klavier und ein Kuhfell an der Wand.

So sieht es in der Kneipe Saloon in Berenbostel aus. Quelle: Gerko Naumann

Viel Liebe zum Detail beweist Fidan also schon mal. Doch wie kommt ein junger Mann überhaupt auf die Idee, ausgerechnet einen Saloon in Garbsen zu eröffnen? „Als Kinder haben wir doch alle gern mal Cowboy und Indianer gespielt“, sagt Fidan, der den Laden gemeinsam mit seiner Freundin Katharina Prüstel betreibt. Den entscheidenden Tipp hat ihm aber sein größtes Vorbild gegeben: sein Vater. Der führt selbst schon seit Jahren eine Kneipe in Berenbostel – das Schiff Ahoi.

22-Jähriger geht Risiko ein

Und so hatte auch der 22-Jährige schon lange den Traum, eine eigene Kneipe zu eröffnen. Dafür hat er nach einem Semester sogar sein Studium abgebrochen. „Das hätte mir zu lange gedauert“, sagt Fidan. „Ich wollte meinen Eltern nicht länger auf der Tasche liegen und selbst anfangen zu arbeiten.“ Deshalb übernahm er die Kneipe Ende 2018. Damit geht der 22-Jährige ganz bewusst ein Risiko ein – allein für den Umbau im vergangenen Frühjahr gab er nach eigenen Angaben zwischen 50.000 und 100.000 Euro aus. „Ohne Hilfe von meinem Vater hätte ich das nicht geschafft“, sagt Fidan.

Wilder Westen in Berenbostel: Zwei junge Garbsener haben eine Kneipe an der Straße Neuer Landweg zu einem Saloon umbauen lassen – Pferde, Kakteen und ein Pokertisch inklusive.

So eine eigene Kneipe kostet aber nicht nur Geld, sie macht auch viel Arbeit. Mitarbeiter hat das junge Paar bisher noch nicht. Das bedeutet: Es arbeitet derzeit sieben Tage die Woche. Geöffnet ist immer ab 15 Uhr und bis mindestens Mitternacht. „Da kommen schon einige Stunden zusammen. Aber ich wusste ja, was auf mich zukommt, und ich mache den Job gern“, sagt der 22-Jährige, der einen türkischen Pass hat und selbst keinen Alkohol trinkt.

Der Saloon befindet sich am Neuen Landweg in Berenbostel. Quelle: Gerko Naumann

Unterstützung bekommt er von seiner Freundin. Sie ist im Stadtteil Auf der Horst aufgewachsen und hat eine Ausbildung zur Mediengestalterin absolviert. Den Job hat sie aber aufgegeben, um Vollzeit im Saloon mitzuarbeiten. „Wir ziehen das zusammen durch“, sagt Prüstel, die sich unter anderem um das Logo und die Dekoration bei Partys in der Gaststätte kümmert.

Mottopartys gehören zum Konzept

Mottopartys sind nämlich Teil des Programms. Außerdem gibt es einen Poker-Bereich, Dartsscheiben und einen Krökeltisch. Mit diesem Konzept hoffen Fidan und Prüstel, Gäste jeden Alters und auch über Garbsen hinaus anzusprechen. Zu essen gibt es im Saloon eigentlich nichts, da es sich um eine Raucherkneipe handelt. Für den Sommer hat Fidan sich aber einen Trick ausgedacht. Er stellt im Außenbereich mehrere Grills auf, die sich die Gäste für ein paar Euro mieten können. „Darauf dürfen sie dann ihr selbst mitgebrachtes Fleisch zubereiten“, sagt Fidan.

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Von Gerko Naumann

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