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Garbsen Kinder erleben Ostergeschichte zum Anfassen
Umland Garbsen Kinder erleben Ostergeschichte zum Anfassen
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18:00 19.04.2019
Bärbel Smarsli (rechts) zeigt Kitakindern mit Erzieherin Katharina Murlowski, wie aktuell das Thema Solidarität ist. Quelle: Jutta Grätz
Berenbostel

Warum feiern Christen Ostern? Wie heißt die Stadt des Friedens? Und was ist eigentlich Matzenbrot? Mit diesen Fragen haben sich am Gründonnerstag die Kitakinder aus dem Familienzentrum St. Maria Regina beschäftigt. Gemeindereferentin Bärbel Smarsli hatte die Jungen und Mädchen der Kita in die Kirche eingeladen zu einer Entdeckungsreise rund um Ostern.

Anschaulich und kindgerecht vermittelte sie den Drei- bis Sechsjährigen den Leidensweg Jesu – vom letzten Abendmahl bis zur Kreuzigung. An Kreuzwegstationen erlebten die Kinder, dass Solidarität und Achtsamkeit heute noch so aktuell sind, wie vor 2000 Jahren. Gemeindemitglieder hatten die Stationen gestaltet, St. Maria Regina hatte sie während der gesamten Karwoche gezeigt und dafür die Kirche geöffnet.

Warum feiern Christen Ostern? Was ist Matzenbrot? Kinder der Kita St. Maria Regina haben am Gründonnerstag in der benachbarten Kirche das Besondere der Ostergeschichte entdeckt.

Salem, Shalom, Frieden

Lena, Emilio, Pavel und andere Kitakinder stehen mit großen Augen rund um den Altar. Darauf liegen Brot und Weintrauben. Daneben glänzt ein Kelch. Kerzen leuchten. „Ostern erzählt uns eine Geschichte“, sagt Smarsli. Oster sei das wichtigste Fest der Christen noch vor Weihnachten. Die Kinder erfahren, wie Jesus vor dem letzten Abendmahl feierlich in Jerusalem einzog. Dass er dort Brot und Wein mit seinen Jüngern teilte. Und dass Jerusalem „Stadt des Friedens“ heißt. „Ob Salem, Shalom oder Salem Aleikum– all das bedeutet Frieden“, sagt Smarsli. Auch wenn in Jerusalem nicht immer Frieden herrsche.

„An Ostern feiern wir dieses letzte Abendmahl; wir teilen jetzt das Brot“, sagt Smarsli und reicht den Jungen und Mädchen dünne Brotfladen, die sogenannten Matzen. „Die erinnern an den Auszug Moses und seiner Anhänger aus Ägypten“, erklärt sie. Die Menschen seien auf der Flucht gewesen, das Brot musste schnell gebacken werden. „Obwohl das Brot so dünn ist, schmeckt es richtig lecker“, sagt der sechsjährige Pavel. „Helft Euch gegenseitig, unterstützt Schwächere, wie Jesus es getan hat – das ist die Botschaft von Ostern“, sagt Smarsli.

Moderne Kreuzwegstationen sensibilisieren

Umweltschutz, Armut, Hunger, nachhaltiges Einkaufen, der Wandel in der Arbeitswelt: Die Kreuzwegstationen nehmen moderne Themen in den Blick. Ein riesiges Holzkreuz liegt in einem Nebenraum auf dem Boden. Nachdenklich sitzen Kinder und Erzieherinnen zwischen den Holzstreben und schauen sich Fotos an. Diese Bilder zeigen arme Menschen ohne Wohnung, Menschen, die im Müll wühlen und an Straßen schlafen. Bilder von abgeholzten Wäldern liegen neben Fotos von vergifteten Bienen. „Diese Bilder erzählen uns, wo das Leben nicht so gut ist“, sagt Smarsli. „Geht achtsam mit der Schöpfung um.“ Auch das sei eine Osterbotschaft.

Von Jutta Grätz

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