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Garbsen Komödie „Bella Donna“ des TfN begeistert nicht alle Zuschauer
Umland Garbsen

Garbsen: Komödie Bella Donna des TfN begeistert nicht alle Zuschauer in der IGS

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17:10 27.10.2019
Michaela Allendorf überzeugt in ihrer Rolle als Männer mordende Carmen. Quelle: Anke Lütjens
Garbsen-Mitte

Männer haben ein Ablaufdatum: Dieser festen Überzeugung ist die Femme fatale und Kochbuchautorin Carmen Wolf – auch Bella Donna genannt. Daher folgt sie konsequent ihrer Linie und bringt alle zwei Jahre ihren Liebhaber um – mit Bella Donna, dem Gift der Tollkirsche. Diese Geschichte hat das Theater für Niedersachsen (TfN) am Sonnabend im gleichnamigen Stück auf die Bühne des IGS-Forums gebracht.

Wenn Frauen morden, hat das auch mit Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung zu tun. Das zeigt die Komödie „Bella Donna“, die das Theater für Niedersachsen im Forum der IGS Garbsen aufgeführt hat.

Niveau gefällt nicht jedem

Die Vorstellung war ausverkauft, allerdings blieben nach der Pause einige Stühle leer. Das Stück aus der Feder von Stefan Vögel und der Inszenierung von April Hailer war als „witzig-spritzig und prickelnd erotisch“ angekündigt. Witzige Dialoge gab es zwar, die Erotik kam mit angedeuteten Stellungen und Gesten, nacktem Popo und durchsichtiger Nachtwäsche doch etwas platt rüber. „Zu flach, zu viel Klamauk. Man hätte nichts verpasst, wenn man zu Hause geblieben wäre“, urteilte ein Ehepaar, das die Vorstellung zur Pause verließ. „Überzogen und übertrieben, zu viel Gerenne und Geschrei“, meinten andere.

Gesehen hatten sie, wie Carmen ihren Liebhaber Bernie mit Bella Donna umbrachte – so wie seine vier Vorgänger auch. Die Leichen entsorgte sie in Hochbeeten, in denen sie ihre speziellen Kräuter zieht: Alraune für die Liebe, Guarana für den Sex und Bella Donna für den Tod.

Doch dann kamen Carmens Tochter Sabine und deren Verlobter Valentin am letzten Tag des Jahres plötzlich zu Besuch. Beide hatten Beziehungsstress und keinen Sex. Dem versuchte Carmen, mit ihren Tropfen nachzuhelfen. Und dann erschien auch noch ihr neuer Liebhaber Martin, der in Wirklichkeit Privatdetektiv Ulf und den verstorbenen Ehemännern dicht auf der Spur war.

Darsteller spielen überzeugend

Der Mehrheit der Besucher gefielen die Situationskomik und die Leistungen der Darsteller. Allen voran Michaela Allendorf als rasante, temperamentvolle und emanzipierte Carmen. Auch Gotthard Hauschild konnte als Martin überzeugen, ebenso wie die jungen Darsteller Emma Henrici als Sabine, Jonas Kling als Valentin und Jonas Nowack als Carmens alter Freund Bernie.

Am Ende des Stücks ereilte Liebhaber Martin das Schicksal seiner Vorgänger. Alles in allem solide Unterhaltung – aber mehr auch nicht.

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Von Anke Lütjens

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