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Garbsen Legionellen gefunden: Duschen in mehreren Sporthallen sind gesperrt
Umland Garbsen

Garbsen: Legionellen gefunden: Duschen in mehreren Sporthallen gesperrt

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14:00 11.02.2020
„Gesperrt“: So wie hier in der Rudolf-Harbig-Halle können die Duschen in vielen Garbsener Sporthallen nicht genutzt werden. Quelle: Linda Tonn
Berenbostel

In mehreren Garbsener Schulsporthallen können die Duschen derzeit nicht genutzt werden. Bei einer Überprüfung des Trinkwassers wurde ein erhöhter Wert an sogenannten Legionellen festgestellt. Betroffen sind die Duschen in der Rudolf-Harbig-Halle, in der kleine Halle der Oberschule Berenbostel, in der kleinen und großen Halle des Johannes-Kepler-Gymnasiums, in beiden Hallen der Grundschule Saturnring, in der Sporthalle der Grundschule Osterberg sowie des Lehrschwimmbeckens der Grundschule Osterberg.

Legionellen sind Bakterien, die beim Menschen unterschiedliche Krankheiten verursachen können – von grippeartigen Beschwerden bis zur Lungenentzündung. Die Bakterien mögen Wasser mit 20 bis 45 Grad Celsius. Und sie können sich dort optimal verbreiten, wo das Wasser länger in der Leitung steht, etwa in Duschen.

„Auf den Menschen übertragen sie sich über warmen Wasserdampf“, erklärt Hans-Jürgen Menzel, Leiter der Abteilung für Hochbau und Gebäudewirtschaft im Rathaus. Wenn man lange dusche, könne es passieren, dass sich die Legionellen in der Lunge einnisteten und zu einer Lungenentzündung führten.

Nutzung von Waschbecken und Toiletten unbedenklich

„Um das Risiko auszuschließen, haben wir die Duschen gesperrt“, so Menzel. Die Nutzung von kaltem Wasser in den Toiletten und am Waschbecken sei aber unbedenklich.

Einmal jährlich lässt die Stadt die Trinkwasseranlagen in städtischen Gebäuden auf Legionellen überprüfen. Immer wieder kommt es vereinzelt zu erhöhten Werten. „Das kann ganz unterschiedliche Gründe haben“, sagt Menzel. Teilweise seien die Anlangen zum Beispiel länger nicht genutzt worden. Die Duschen der Saturnringschule waren vor fünf Jahren schon einmal gesperrt worden.

Ursache wird gesucht

„Es ist natürlich ein großes Ärgernis, dass die Sportler die Duschen derzeit nicht nutzen können“, sagt Stadtsprecher Benjamin Irvin. „Aber wir arbeiten vorbeugend und geben die Duschen erst wieder frei, wenn die Ursache für den erhöhten Legionellenwert gefunden ist.“

Der Gesetzgeber verlange im Fall eines Befunds eine Gefährdungsanalyse der Trinkwasseranlage, sagt Irvin. Im Anschluss würden Handwerker die Ursache beheben. „Anschließend findet eine erneute Beprobung statt“, so der Stadtsprecher. Wenn das Ergebnis nicht in Ordnung sei, würde man von vorn beginnen.

Wie lange die Duschen geschlossen bleiben, kann die Stadtverwaltung derzeit noch nicht sagen. „Das kann schon zehn Tage dauern“, so Menzel. Der normale Schul- und Vereinsbetrieb in den Sporthallen könne aber weiterlaufen. „Die Gefahr besteht ausschließlich beim Warmwasser in den Duschen.“

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Von Linda Tonn

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