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Garbsen Kritik an alten Toiletten und Brandschutz: Grüne fordern eine Million Euro mehr für Schulen
Umland Garbsen

Garbsen: Marode Toiletten und schlechter Brandschutz: Grüne fordern eine Million Euro mehr für Schulen

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16:33 26.11.2019
Kaputte Lampen, fehlende Türen, Löcher in der Wand: Das Johannes-Kepler-Gymnasium ist nur eine Schule in Garbsen, an der es Mängel gibt. Quelle: Gerko Naumann
Garbsen

Die Grünen in Garbsen sorgen sich um den Zustand der Schulen in der Stadt. Deshalb fordern sie in einem Antrag zum Haushalt für das Jahr 2020 zusätzliche Investitionen von einer Million Euro. „Das bleibt auch unser einziger Antrag, weil das Thema Bildung neben dem Klimaschutz für uns absolute Priorität hat“, kündigt der Fraktionsvorsitzende Darius Pilarski an.

Geld soll in die Schulen fließen

Das Geld soll nach dem Willen der Grünen in die Sanierung der Schulen und in die Verbesserung des Brandschutzes fließen, heißt es in der Begründung des Antrags. „Es hat sich 2019 gezeigt, dass die veranschlagten Mittel nicht ausgereicht haben, um notwendige Sanierungen vorzunehmen“, sagt Pilarski. Seine Fraktion hatte es bereits vor einem Jahr mit einem ähnlichen Antrag versucht – dafür im Rat aber keine Mehrheit gefunden.

Darius Pilarski ist Fraktionsvorsitzender der Grünen im Rat der Stadt Garbsen. Quelle: privat

Das habe nur dazu geführt, dass die Liste der Mängel noch länger geworden ist, resümiert Pilarski. „Die Stadt lässt immer nur das machen, was absolut keinen Aufschub duldet“, kritisiert er. Als konkretes Beispiel führt er den Zustand der Toiletten in den Schulen an. Die würden nur repariert, wenn die Funktion nicht mehr gegeben sei. „Gestank oder herabfallende Fliesen reichen da nicht aus.“

Bei mehreren Begehungen in Schulen habe Pilarski selbst gesehen, dass der Zustand der Gebäude teils inakzeptabel sei. „Dieser Zustand ist seit Jahren bekannt“, sagt der Fraktionschef der Grünen.

Droht anderen Schulen das Schicksal der IGS?

Die befürchten nun, dass anderen Schulen im schlimmsten Fall das gleiche Schicksal droht wie der IGS Garbsen und der benachbarten Grundschule. Der Rat wird im Dezember aller Voraussicht nach beschließen, dass die beiden Gebäude abgerissen und neu gebaut werden – für mehr als 80 Millionen Euro. Aus Sicht der Grünen ist das die Folge verfehlter Politik in den vergangenen Jahrzehnten. Es seien keine „ausreichenden Investitionen in die Gebäudesubstanz geflossen“, meint Pilarski. Das sei „nicht hinnehmbar und belaste die Garbsener Schullandschaft und auf Dauer den Haushalt“.

Keine Fluchttreppe am Gymnasium

Das Gleiche gelte für Maßnahmen zur Verbesserung des Brandschutzes, etwa am Johannes-Kepler-Gymnasium. Dafür sei noch gar kein Geld im vorliegenden Haushaltsentwurf vorgesehen, sagt Pilarski. Dadurch könne mit der Planung frühestens 2021 und mit der Umsetzung, etwa dem Bau einer Fluchttreppe, sogar noch später begonnen werden. Zuletzt hatten auch Elternvertreter und Schulleiter Thomas Göhmann auf diese Mängel hingewiesen.

Grüne: Ganztagsangebot verbessern

Zum Thema Bildung gehört für die Grünen darüber hinaus die Verbesserung des Ganztagsangebotes an Grundschulen. Ab 2025 wird es dafür voraussichtlich einen Rechtsanspruch geben, kündigt Pilarski an. „Die Vereinbarung von Beruf und Familie ist ein Kernanliegen der jüngeren berufstätigen Generation“, betont er. Stand heute könne die Stadt Garbsen den Bedarf wahrscheinlich nicht abdecken. Deshalb fordere seine Fraktion ein „kurzfristiges Investitionsprogramm“.

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Von Gerko Naumann

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