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Garbsen Ehrenamtliche Ortsbürgermeister bekommen kaum Verstärkung
Umland Garbsen

Garbsen: Ortsbürgermeister bekommen nur zwei Stellvertreter

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19:00 02.09.2019
Gunther Koch (oben, von links), Franz Genegel, Rolf-Günther Traenapp (unten links) und Peter Hahne (alle CDU) sind die vier amtierenden Ortsbürgermeister in Garbsen. Quelle: Gerko Naumann (Archiv)
Garbsen

Die vier ehrenamtlichen Ortsbürgermeister in Garbsen haben viele Termine. Goldene Hochzeiten, runde Geburtstage älterer Einwohner, Jubiläen der Vereine in ihrem Zuständigkeitsgebiet und Feiern in Schulen oder Kindergärten – bei all diesen Gelegenheiten sind sie als Repräsentanten der Ortsräte dabei. Das nimmt viel Zeit in Anspruch. Doch die ist oft knapp, vor allem bei Berufstätigen wie Peter Hahne (CDU), der Ortsbürgermeister für die Stadtteile Horst, Meyenfeld, Schloß Ricklingen und Frielingen ist.

Deshalb hatte der Rat der Stadt Garbsen im Juni beschlossen, dass die Ehrenamtlichen zusätzliche Unterstützung bekommen sollen. Statt bisher einem sollten die Bürgermeister bis zu drei Stellvertreter zur Seite gestellt bekommen, die ihnen den einen oder anderen Termin abnehmen. Bislang hat jeder der vier Amtsträger genau einen Stellvertreter. Über weitere haben die vier Ortsräte in Garbsen nun bei ihren Sitzungen gesprochen. Das Ergebnis lautet: Vorerst erhalten die Ortsbürgermeister kaum zusätzliche Verstärkung.

Bisher zwei neue Stellvertreter

Immerhin zwei neue Stellvertreter für die Ortsbürgermeister sind bei den Sitzungen der vier Ortsräte gewählt worden, berichtet Garbsens Stadtsprecher Benjamin Irvin. Beim Ortsrat Berenbostel ist das Hendrik Dannenbrink aus Stelingen, der Gunther Koch (beide CDU) künftig vertreten kann. Und Peter Hahne bekommt in seinem Gebiet künftig zusätzliche Unterstützung von Dirk Grahn (Grüne). Die beiden anderen Ortsräte in Garbsen und Osterwald haben grundsätzlich dafür gestimmt, dass es künftig mehr als einen Stellvertreter für die Ortsbürgermeister Franz Genegel beziehungsweise Rolf-Günther Traenapp (beide CDU) geben soll. Konkrete Kandidaten wurden allerdings noch nicht genannt. Die Wahlen sollen bei späteren Sitzungen folgen.

Gegen die neue Stellvertreter-Regelung haben sich bei allen Sitzungen die SPD-Politiker ausgesprochen. Schon im Rat war die Beschlussvorlage gegen die Stimmen der Sozialdemokraten beschlossen worden. Sie befürchten steigende Kosten für die Stadt wegen der zusätzlich zu zahlenden Entschädigungen für die Amtsträger. Aber wie hoch wären die genau? „Wenn jeder Ortsrat einen zusätzlichen Stellvertreter benennen würde, kämen wir auf insgesamt 4000 Euro pro Jahr“, rechnet Stadtsprecher Irvin vor.

„Geld wird verpulvert“

„Das ist Geld, das aus unserer Sicht verpulvert wird“, sagt Rüdiger Kauroff, Ortsvereinsvorsitzender der SPD in Garbsen. Seine Partei sehe gar nicht die Notwendigkeit, neue Stellvertreter zu benennen. „Uns haben Ortsbürgermeister der CDU bestätigt, dass die Arbeit mit einem Stellvertreter zu schaffen ist“, sagt Kauroff.

Von Gerko Naumann

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