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Garbsen Politiker stimmen für Musik- und Kunstschule im Stadtzentrum
Umland Garbsen

Garbsen: Politiker stimmen für Musik- und Kunstschule im Stadtzentrum

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14:00 11.09.2019
Kulturzentrum im ehemaligen Rathaus Havelse: das Kulturhaus Kalle ist Treffpunkt für viele Garbsener Kulturschaffende. Quelle: Jutta Grätz
Garbsen

Diese Entscheidung fiel einstimmig und wird Auswirkungen auf Garbsens Stadtentwicklung und die städtische Kulturarbeit haben: Der Kulturausschuss hat sich am Dienstag klar für einen zentralen Standort der städtischen Musik- und Kunstschule in der Stadtmitte ausgesprochen und ist damit der Empfehlung von Schul- und Sozialdezernentin Monika Probst gefolgt. Gleichzeitig sollen viele Angebote in den Stadtteilen erhalten bleiben. Die Garbsener SPD-Fraktion hatte den Vorschlag ins Gespräch gebracht – mit dem Antrag, die Verwaltung möge ein Zukunftskonzept für die Einrichtung erarbeiten und dabei insbesondere die Raumsituation prüfen.

Aktuell 1440 Musikschüler

Aktuell sind die Unterrichtsräume der Musik- und Kunstschule in der gesamten Stadt verteilt. Derzeit nehmen 1440 Schüler Unterricht bei 40 Musiklehrern. In den Kindergärten von Altgarbsen bis Osterwald bieten die Musiklehrer Elementarunterricht an. Diese Angebote sollten auf jeden Fall in den Ortsteilen bleiben, so Probst. Die Musikschule kooperiert zudem mit 14 Grund- und weiterführenden Schulen, wo sie Musik-, Streicher- und Bläserklassen sowie AGs anbietet.

Doch einige Musikschulräume sind in die Jahre gekommen: Zu Beginn des Schuljahres aufgegeben hat die Stadt den Standort an der Hermann-Löns-Straße. Das neue Domizil in der ehemaligen Förderschule Am Hespe biete zwar bessere räumliche Bedingungen, sagte Probst. Die Geräusch- und Schalldämmung der Räume müsse aber dringend verbessert werden. Das gelte auch für das Kulturhaus Kalle in Havelse. In dem Flachdachbau hat sich seit 2013 ein lebendiger Ort kultureller Begegnung entwickelt: mit Musikunterricht und Kreativkursen, Malatelier, Töpferei, Konzertsaal und Ausstellungen. 3800 Kreative nahmen die Kursangebote 2018 wahr.

Die Räumlichkeiten der Musikschule an der Herrmann-Löns-Straße, die sich die Stadt mit der Jugendhilfe der Region geteilt hatte, hat sie zum Schuljahresbeginn 2019/20 aufgegeben. Quelle: Jutta Grätz

Dezentrale Angebote erhalten

Im Mittelpunkt von Probsts Konzept steht eine Musik- und Kunstschule im Stadtzentrum für das Einzugsgebiet Auf der Horst, Altgarbsen und Garbsen-Mitte. Die Unterrichtsorte an den Grundschulen Osterberg, Garbsen-Mitte und Saturnring sowie am Johannes-Kepler-Gymnasium und an der Hauptschule Nikolaus Kopernikus könnten aufgegeben werden, so dass rund 34 Prozent der Musikschüler im Zentrum unterrichtet werden könnten. Für alle anderen Ortsteile soll das Angebot erhalten bleiben.

Ein Haus für die Kultur

Auch die Verwaltungsmitarbeiter der Schule könnten dort einziehen und damit präsenter sein für ihre Zielgruppe und die Musikschullehrer. Wünschenswert sei zudem ein Mehrzweckraum für bis zu 400 Besucher, der von allen Garbsener Kulturschaffenden genutzt werden könne – für Theatervorstellungen, Konzerte, Ausstellungen und Vorträge und als wichtiger Faktor für eine lebendige Stadtmitte. Probst hat dabei nicht nur die Garbsener im Blick, sondern auch die Studenten und Mitarbeiter des neuen Campus Maschinenbau. Auch zu Standort und Bau formuliert sie Ideen: eine Aufstockung der Stadtbibliothek, eine Integration in den möglichen Neubau der IGS, ein gemeinsames Gebäude mit dem Stadtarchiv oder ein eigenes Jugend- und Kulturzentrum.

„Wir wollen mit dem Konzept eine Marschrichtung aufzeigen für die nächsten acht bis zehn Jahre“, sagte Probst. „Wir unterstützen diese Initiative sehr und müssen in der Stadtmitte Flächen freihalten“, sagte Wilfried Aick von der Garbsener SPD, „Die unangenehme Begleiterscheinung ist, dass man Geld in die Hand nehmen muss.“

Die Musik- und Kunstschule spiegelt Garbsens kulturelles Leben und gehört in die Stadtmitte – dafür hat der Kulturausschuss am Dienstag gestimmt. Viele Angebote in den Ortsteilen bleiben erhalten.

Von Jutta Grätz

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